DOK.lab (Autorenwerkstatt Non-Fiction)

Nächster Kursstart: Juli 2017
Anmeldeschluß: Anfang Juni 2017 (tbc.)

Die Autorenwerkstatt für non-fiktionale Stoffe „DOK.lab“ bietet Filmemacher/innen Gelegenheit, ihr aktuelles Dokumentarfilmprojekt unter professioneller Anleitung voranzutreiben und Filme in den unterschiedlichen Produktionsstadien auf die nächste Stufe zu heben.

Leitung

Ingo FliessIngo Fliess studierte Kunstgeschichte in Bamberg und Berlin (M.A. 1991) und arbeitete anschließend als Drehbuchagent, Lektor und Geschäftsführer im Verlag der Autoren (1994-2005). Als Produzent der 2007 gegründeten „if… Productions“ ist er Mitglied des European Documentary Network (EDN) und der Deutschen Filmakademie. Zu seinen wichtigsten Produktion zählen „How To Make A Book With Steidl“ von Gereon Wetzel und Jörg Adolph (Goldene Taube beim Dokfest Leipzig), der Berlinale-Teilnehmer „Mein Weg nach Olympia“ von Niko von Glasow sowie „Ein Geschenk der Götter“ von Oliver Haffner (Produzenten- und Publikumspreis München 2014, Bayerischer Filmpreis 2014 für die beste Hauptdarstellerin).
www.ifproductions.de

Ergänzt werden die Wochenenden durch Gäste aus der Filmbranche wie Filmförderer, Redakteure, Produzenten oder Filmverleiher, die ihr jeweiliges Arbeitsgebiet vorstellen. Beim ersten DOK.lab 2013/14 waren dies der Leiter des DOK.forum beim Internationalen Dokumentarfilmfestival München Sebastian Sorg, die für Dokumentarfilm zuständige Referentin der bayerischen Filmförderung Julia Rappold und der Filmverleiher Werner Fuchs.

Termine

Die sechs gemeinsamen Wochenenden finden bei afk tv, Rosenheimer Straße 145 in München statt:
23./24. Juli 2016
17./18. September 2016
12./13. November 2016
7./8. Januar 2017
25./26. Februar 2017
22./23. April 2017
Abschlußpräsentation im Rahmen des DOK.fest München Anfang Mai 2017

Zielgruppe

Das Angebot des projektbegleitenden DOK.labs richtet sich gleichermaßen an Autoren, Journalisten, Kameraleute, Tonleute, Editoren und andere Filmschaffende sowie an Mitarbeiter von Fernsehredaktionen, Öffentlichkeitsarbeiter von Unternehmen, Vereinen und Institutionen und auch an Autodidakten. Erfahrungen im Bereich der professionellen Filmproduktion sind wünschenswert, jedoch keine Bedingung für die Teilnahme. Entscheidend ist ein ausreichendes Maß an Entschlossenheit und Leidenschaft, um auch die schwierigen Phasen des Filmprojektes erfolgreich zu meistern.

Die Zusammensetzung der Gruppe gewährleistet, dass Projekte in unterschiedlichen Stadien zur Weiterentwicklung vorliegen und der intensive Austausch untereinander ein hohes Maß an gegenseitiger Inspiration ermöglicht. So entwickeln die Teilnehmer nicht nur ihr eigenes Projekt weiter, sondern profitieren gleichzeitig vom Fortschritt der anderen und erweitern ihren Erfahrungshorizont über ihr eigenes dokumentarisches Projekt hinaus.

Interessenten, die den Status ihres Projektes in einem der folgenden vier Beispiele wiedererkennen, sind zur Bewerbung eingeladen:

  • Die Projektskizze (1 Seite) liegt vor: Ziel ist die recherchebasierte Entwicklung des Stoffes und die Erstellung eines ausführlichen Treatments (ca. 30 Seiten) zur Projektpräsentation, ggf. auch die Herstellung eines Video-Teasers zum Projekt.
  • Das Treatment liegt vor: Ziel ist die Erstellung einer Kalkulation und eines Realisierungsplans, ggfs. auch eines Finanzierungsplans.
  • Das Rohmaterial liegt vor: Ziel ist die Entwicklung eines Herstellungsplans für die Postproduktion, eines Konzeptes für die Montage und die Erstellung des Rohschnitts, ggfs. auch der Endfassung.
  • Der Rohschnitt liegt vor: Ziel ist die Herstellung der Endfassung des Films sowie die Entwicklung möglicher Vermarktungsstrategien.

Inhalte

Die Zahl der Fragen, die sich dem Filmemacher im Laufe eines Projektes stellen, ist nahezu unendlich:

  • Wie schreibe ich ein Exposé?
  • Wie gehe ich bei der Recherche vor?
  • Wie finde ich die richtigen Protagonisten?
  • Wie entwickle ich den Stoff und das Treatment?
  • Was ist die dramaturgische Leitlinie der Geschichte?
  • Welche filmische Form ist die richtige für mein Thema?
  • Eignet sich der Stoff für einen kurzen, mittellangen oder langen Film?
  • Gibt es eine Fernsehredaktion, für die das Projekt interessant ist?
  • Hat mein Film Kinopotential?
  • Wo könnte ich finanzielle Mittel für die Finanzierung finden?
  • Wie präsentiere ich mein Projekt vor potentiellen Geldgebern oder Filmförderungen?
  • Wie erstelle ich eine Kalkulation und einen Finanzierungsplan?
  • Wie finde ich die dramaturgische Struktur in meinen 100 Stunden Rohmaterial wieder?
  • Welche Auswertungsmöglichkeiten gibt es für meinen Film?

Antworten auf diese und viele andere Fragen erhalten die Teilnehmer im Rahmen des DOK.lab. Hier treffen die teilnehmenden Dokumentarfilmemacher mit ihren Projekten an sechs Wochenenden aufeinander, um sich über alle diese Themen und die entsprechenden Arbeitsprozesse mit Gleichgesinnten auszutauschen und unter professioneller Anleitung gemeinsam Lösungen zu finden, die unmittelbar der Weiterentwicklung des eigenen Filmprojekts dienen. So schafft das DOK.lab z.B. die Gelegenheit, eine schon lange gehegte Idee für einen Dokumentarfilm oder ein bereits in Arbeit befindliches Projekt voranzutreiben.

Ablauf und Abschluss

Die Projekte werden über einen Zeitraum von ca. zehn Monaten an sechs Wochenenden in der Gruppe präsentiert und anschließend unter professioneller Anleitung ausführlich besprochen. Dabei erarbeiten die Teilnehmer im geschützten Raum des DOK.lab individuell die passende Vorgehensweise, wie ihr Film den eigenen Vorstellungen entsprechend realisiert werden kann.

Die Abstände zwischen den Wochenenden von jeweils ca. zwei Monaten dienen dazu, den Teilnehmern die Umsetzung der anvisierten Ziele bis zum nächsten Termin zu ermöglichen. Je mehr Zeit und Energie die Teilnehmer auf ihr Projekt verwenden können, desto weiter werden sie es in diesem Zeitraum entwickeln.

Bei Abschluss erhalten die DOK.lab-Absolventen ein Zertifikat des Veranstalters. Dessen Übergabe erfolgt im Rahmen einer Abschlusspräsentation, bei der die Teilnehmer ihre Projekte der interessierten Öffentlichkeit vorstellen. Beim ersten DOK.lab 2013/2014 kamen die Absolventen und ihre Projekte im Rahmen des DOK.forum Marktplatzes in Kontakt mit so gut wie allen deutschsprachigen Dokumentarfilm-Redakteuren und weiteren Entscheidern der Dokumentarfilmszene.

Qualitätssicherung

Sowohl das DOK.lab (Autorenwerkstatt Non-Fiction) als auch wir als Maßnahmenträger sind durch die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS), einer von der Bundesagentur für Arbeit als fachkundig anerkannten Stelle, nach der AZAV zertifiziert. Außerdem gehören wir dem MedienCampus Bayern e.V. an.

Kosten und Förderung

Der Teilnehmerbeitrag für das DOK.lab beläuft sich auf 2.200 Euro, zahlbar in zehn Monatsraten. Bei Zahlung des vollen Betrags vor Kursbeginn wird Rabatt gewährt. Umsatzsteuer fällt nach § 4 Nr. 21 a) bb) UStG nicht an. In dem Betrag enthalten ist die Akkreditierung zu einer öffentlichen Branchenveranstaltung wie z.B. einem Dokumentarfilmfestival.
Weiterbildung in Deutschland wird vielfältig gefördert – auf www.filmseminare.de/finanzierung findet sich eine laufend aktualisierte Übersicht aller uns bekannten Förderprogramme. Für diese Autorenwerkstatt sind besonders die Gutscheine der Bildungsprämie und die aus dem Europäischen Sozialfonds finanzierten Bildungsschecks der Bundesländer interessant.
Um gerade kleine und mittlere Produktionsfirmen bei der betrieblichen Weiterbildung ihrer festen und freien Mitarbeiter zu unterstützen, gewähren wir den Mitgliedsfirmen der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen e.V. einen Rabatt von über 15 Prozent. Die auf die Produktionsfirma entfallenden Kosten für diese Autorenwerkstatt belaufen sich daher nur auf 1.860 Euro je Teilnehmer..

Bewerbung

Die Aufnahme mit eigenem Projekt erfolgt nach einer schriftlichen Bewerbung beim örtlichen Veranstalter (Kontakt) und evtl. einem persönlichen Auswahlgespräch. In der Bewerbungsmappe sollten folgende Dokumente enthalten sein:

  • Kurzbiografie
  • Filmografie (falls vorhanden)
  • Beschreibung des dokumentarischen Filmvorhabens (2 Seiten)
  • Kurze Beschreibung der Vorkenntnisse im Filmbereich (falls vorhanden)
  • Motivation zur Teilnahme (max. eine halbe Seite)

Bitte senden Sie ihre Unterlagen per eMail an die Münchner Filmwerkstatt e.V.

Download

Informationsbroschüre „DOK.lab“

PS.

Die gleiche Autorenwerkstatt gibt es übrigens auch in Köln und Berlin-Babelsberg