STOFF.lab (Autorenwerkstatt Fiction)

Nächster Kursstart: Ende Juli 2018
Anmeldezeitraum für das STOFF.lab 2018/19: bis Juli 2018

Das STOFF.lab ist eine von Experten der Branche entwickelte Autorenwerkstatt für fiktionale Filmprojekte, die angehenden Drehbuchautoren Gelegenheit bietet, ihren aktuellen Filmstoff unter professioneller Anleitung voranzutreiben und auf die nächste Stufe zu heben.

„Das großartige am STOFF.lab ist, dass man in regelmäßigen Abständen mit kreativen Experten eine Idee weiterentwickelt und so auch die Schwierigkeiten des Schreibens zu umschiffen lernt. Die super Atmosphäre und das kollegiale Umfeld in der Filmwerkstatt machen die Kurswochenenden zu etwas Besonderem. Vor allem aber die Abschlussveranstaltung bietet für alle Autoren eine Plattform, durch die Produzenten in ungezwungener Atmosphäre auf die Projekte aufmerksam gemacht wurden und so abschließend auch noch die Vermarktung des Stoffes unterstützt wurde!“ – Lia Neumair (STOFF.lab 2016/17)

Das 1. STOFF.lab fand 2016/17 unter der Leitung von Roland Zag statt, als Gäste kamen u.a. Benedikt Röskau, Florian Deyle von DRIFE Filmproduktion, Carolin Otto vom Verband Deutscher Drehbuchautoren, Dr. Lisa Giehl vom FilmFernsehFonds Bayern und Dr. Cornelia Ackers vom Bayerischen Rundfunk. Die Verabschiedung der Teilnehmer fand am 27. April 2017 im Rahmen des 1. Produzentendinners der Münchner Filmwerkstatt statt.

Ein Einblick in die behandelten Projekte, sowie Informationen zu den Autoren gibt es unter filmseminare.de/sl-a-booklet.pdf

Aktuell läuft das 2. STOFF.lab 2017/18, auf das sich die nachfolgenden Informationen beziehen:

Leitung

Frank Raki arbeitete seit seinem Studium der Neuen deutschen Literatur und der Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München an über vierhundert Filmprojekten als Lektor, Drehbuchberater und Script Doctor. Genrestoffe und Adaptionsberatung sind seine Spezialität. Zu seinen Werken als Autor gehört der erfolgreiche Eventfilm „Das Inferno – Flammen über Berlin“ und das preisgekrönte Transmedia-Konzept „Vier Affen“ (Fritz-Gerlich-Preis 2015).
www.frank-raki.de

Ergänzt werden die Wochenenden wieder durch Gäste aus der Filmbranche wie Filmförderer, Redakteure, Produzenten oder Verbandsvertreter, die ihr jeweiliges Arbeitsgebiet vorstellen.

Die sechs gemeinsamen Wochenenden finden bei afk tv, Rosenheimer Straße 145 in München statt.
Die Verabschiedung der Teilnehmer findet im Rahmen des Produzentendinners der Münchner Filmwerkstatt statt.

Zielgruppe

Das Angebot des projektbegleitenden STOFF.lab richtet sich gleichermaßen an Autoren, Journalisten, Produzenten, Redakteure, Schauspieler und andere Filmschaffende sowie an Autodidakten, die eine spannende Geschichte in Drehbuchform niederschreiben wollen. Dramaturgische Vorkenntnisse sind wünschenswert, jedoch keine Bedingung. Entscheidend sind Talent, Entschlossenheit und Leidenschaft, um die schwierigen Phasen des Entwicklungsprozesses erfolgreich zu meistern.
Interessenten, die den Status ihres Projektes in einem der folgenden Beispiele wiedererkennen, sind zur Bewerbung eingeladen:

  • Die Drehbuchidee liegt vor: Ziel ist die Entwicklung des Stoffes und die Erstellung von Logline, Synopsis und Treatment.
  • Das Treatment liegt vor: Ziel ist die Erstellung einer ersten Drehbuchfassung; dabei ist die Erstellung eines Bildertreatments ein
    Zwischenschritt.
  • Die erste Drehbuchfassung liegt vor: Ziel ist es, aus der ersten Fassung die Drehfassung zu entwickeln.

Inhalte

Die Teilnehmer profitieren vom inspirierenden Austausch und von der Diskussion sämtlicher Projekte in der Gruppe. Dadurch lernen alle die unterschiedlichen Stadien der Stoffentwicklung auch jenseits des eigenen Projekts kennen. So entwickeln die Teilnehmer nicht nur ihren eigenen Stoff, sondern reifen mit dem Fortschritt der anderen.
Unter professioneller Anleitung eines erfahrenen Drehbuchlehrers und Dramaturgen finden die Teilnehmer Lösungen, die unmittelbar der Weiterentwicklung ihres Filmstoffs dienen.
Im Zentrum jeder Drehbucharbeit stehen die Fragen nach dem „Was?“ und nach dem „Wie?“. Das „Was“ bezieht sich auf die erzählerische Absicht wie Genre, Botschaft, Tonalität usw., zudem auf die Entwicklung der Charaktere, ihrer Ziele, Bedürfnisse, Konflikte, Ängste und Sehnsüchte. Aus ihnen werden das Thema und die Bedeutung der Geschichte sowie der emotionale Handlungsverlauf abgeleitet. Das „Wie“ berücksichtigt die Struktur und den Plot der Geschichte mit Höhe-, Tief- und Wendepunkten sowie unterschiedlichen Sequenzen oder Akt-Einteilungen. Weitere wichtige Bestandteile der Stoffentwicklung sind autorenspezifische Arbeitsmethoden und -werkzeuge, die Organisation des Schreiballtags, Schreibtechniken und -training, der Umgang mit Blockaden, das professionelle Verhalten bei Kritik und in Stoffbesprechungen mit Redakteuren und Produzenten.
Schon beim Entwickeln ihrer Stoffe lernen die Teilnehmer die wichtigsten Regeln für einen Pitch kennen, die sie beim Schreiben anwenden. Die Erarbeitung eines packenden und prägnanten Pitches fordert den Autor heraus, sich über die wesentlichen Grundfragen Klarheit zu verschaffen. Darüber hinaus gibt das STOFF.lab Einblicke in Potenzial und Machbarkeit der vorliegenden Filmstoffe. Dazu dienen Kenntnisse des Drehbuchmarktes, der verschiedenen Produktionsfirmen, der Senderprofile, der Fördermöglichkeiten sowie von Filmfestivals, Kongressen und Filmmärkten.

Ablauf und Abschluss

Die Projekte werden über einen Zeitraum von ca. zehn Monaten an sechs Wochenenden in der Gruppe präsentiert und anschließend unter professioneller Anleitung ausführlich besprochen.
Die Abstände von jeweils ca. zwei Monaten zwischen den Treffen dienen den Teilnehmern zur Umsetzung der anvisierten Ziele bis zum nächsten Termin. Je mehr Zeit und Energie die Teilnehmer auf ihr Projekt verwenden, desto weiter werden sie es in diesem Zeitraum entwickeln.
Bei Abschluss erhalten die STOFF.lab-Absolventen ein Zertifikat des Veranstalters. Dessen Übergabe erfolgt im Rahmen einer Abschlusspräsentation, bei der die Teilnehmer ihre Projekte geladenen Gästen aus der Branche vorstellen.

Qualitätssicherung

Wir sind als Maßnahmenträger durch die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS), einer von der Bundesagentur für Arbeit als fachkundig anerkannten Stelle, nach der AZAV zertifiziert. Außerdem gehören wir dem MedienCampus Bayern e.V. an.

Kosten und Förderung

Der Teilnehmerbeitrag für das STOFF.lab beläuft sich auf 2.200 Euro, zahlbar in zehn Monatsraten. Bei Zahlung des vollen Betrags vor Kursbeginn wird Rabatt gewährt. Umsatzsteuer fällt nach § 4 Nr. 21 a) bb) UStG nicht an.
Weiterbildung in Deutschland wird vielfältig gefördert – auf www.filmseminare.de/finanzierung findet sich eine laufend aktualisierte Übersicht aller uns bekannten Förderprogramme. Für diese Autorenwerkstatt sind besonders die Gutscheine der Bildungsprämie und die aus dem Europäischen Sozialfonds finanzierten Bildungsschecks der Bundesländer interessant.
Um gerade kleine und mittlere Produktionsfirmen bei der betrieblichen Weiterbildung ihrer festen und freien Mitarbeiter zu unterstützen, gewähren wir den Mitgliedsfirmen der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen e.V. einen Rabatt von über 15 Prozent. Die auf die Produktionsfirma entfallenden Kosten für diese Autorenwerkstatt belaufen sich daher nur auf 1.860 Euro je Teilnehmer.

Bewerbung

Die Aufnahme mit eigenem Projekt erfolgt nach einer schriftlichen Bewerbung und evtl. einem persönlichen Auswahlgespräch. In der Bewerbungsmappe sollten folgende Dokumente enthalten sein:

  • Motivation zur Teilnahme (maximal eine halbe Seite)
  • Beschreibung des Filmstoffs (maximal zwei Seiten)
  • Sofern vorhanden, das Projekt in der aktuellen Fassung (Synopsis, Treatment oder Drehbuch)
  • Kurzbiografie und ggf. Filmografie und Beschreibung der Vorkenntnisse im Filmbereich

Download

Informationsbroschüre „STOFF.lab“

PS.

Die gleiche Autorenwerkstatt gibt es übrigens auch in Berlin-Babelsberg