STOFF.lab (Projektwerkstatt Fiction)

Nächster Kursstart: 23. Juli 2022

Das STOFF.lab ist eine von Expert*innen der Branche entwickelte Autoren*innenwerkstatt für fiktionale Filmprojekte, die angehenden Drehbuchautor*innen Gelegenheit bietet, ihren aktuellen Filmstoff unter professioneller Anleitung voranzutreiben und auf die nächste Stufe zu heben. Die Leitung des STOFF.lab 21/22 haben, wie in den Vorjahren, Roland Zag und Jochen Strodthoff.

„Das STOFF.lab hat mich viel über die Stoffentwicklung gelehrt! Ich weiß jetzt viel besser, wie ich mich zu einer Idee und der Entwicklung hin zum Treatment verhalten muss, was ich beachten muss und akzeptieren kann, in meiner eigenen Haltung zum Stoff und im Umgang mit dem Feedback. Eine wertvolle Erfahrung und sehr zu empfehlen für werdende Autoren!“Dr. Pablo Hagemeyer (C-Kurs)

„Ich kann jedem schreib- und filmbegeisterten Interessenten wärmstens ans Herz legen, ein Seminar an der Münchner Filmwerkstatt zu besuchen! Ich selbst und mein eigenes Projekt profitierten immens davon! In der Münchner Filmwerkstatt trifft man auf nette, gleichgesinnte Leute, die alle die Liebe am filmischen Geschichtenerzählen teilen – und das auch vermitteln!“ – Alexander Pautz (B-Kurs)

„Das großartige am STOFF.lab ist, dass man in regelmäßigen Abständen mit kreativen Experten eine Idee weiterentwickelt und so auch die Schwierigkeiten des Schreibens zu umschiffen lernt. Die super Atmosphäre und das kollegiale Umfeld in der Filmwerkstatt machen die Kurswochenenden zu etwas Besonderem. Vor allem aber die Abschlussveranstaltung bietet für alle Autoren eine Plattform, durch die Produzenten in ungezwungener Atmosphäre auf die Projekte aufmerksam gemacht wurden und so abschließend auch noch die Vermarktung des Stoffes unterstützt wurde!“ – Lia Neumair (A-Kurs)

Zielgruppe

Das Angebot des projektbegleitenden STOFF.lab richtet sich gleichermaßen an Autor*Innen, Journalist*Innen, Produzent*Innen, Redakteur*Innen, Schauspieler*Innen und andere Filmschaffende sowie an Autodidakt*innen, die eine spannende Geschichte in Drehbuchform niederschreiben wollen. Dramaturgische Vorkenntnisse sind wünschenswert, jedoch keine Bedingung. Entscheidend sind Talent, Entschlossenheit und Leidenschaft, um die schwierigen Phasen des Entwicklungsprozesses erfolgreich zu meistern.

Interessierte, die den Status ihres Projektes in einem der folgenden Beispiele wiedererkennen, sind zur Bewerbung eingeladen:

  • Die Drehbuchidee liegt vor: Ziel ist die Entwicklung des Stoffes und die Erstellung von Logline, Synopsis und Treatment.
  • Das Treatment liegt vor: Ziel ist die Erstellung einer ersten Drehbuchfassung; dabei ist die Erstellung eines Bildertreatments ein Zwischenschritt.
  • Die erste Drehbuchfassung liegt vor: Ziel ist es, aus der ersten Fassung die Drehfassung zu entwickeln

„Ich danke Euch und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, ich habe enorm viel auch für andere Bereiche, in denen ich arbeite, mitgenommen, auch für meine Bühnenarbeit und Theaterskripte. Alles ist neu und macht ungeheuer Spaß. Ich komme bald wieder, weil ich jetzt tiefer ins Filmen einsteigen will.“– Manuela Serafim (B-Kurs)

Inhalte

Die Teilnehmer*innen profitieren vom inspirierenden Austausch und von der Diskussion sämtlicher Projekte in der Gruppe. Dadurch lernen alle die unterschiedlichen Stadien der Stoffentwicklung auch jenseits des eigenen Projekts kennen. So entwickeln die Teilnehmenden nicht nur ihren eigenen Stoff, sondern reifen mit dem Fortschritt der anderen.

Unter professioneller Anleitung der erfahrenen Drehbuchlehrenden und Dramaturg*innen finden die Teilnehmer*innen Lösungen, die unmittelbar der Weiterentwicklung ihres Filmstoffs dienen.
Im Zentrum jeder Drehbucharbeit stehen die Fragen nach dem „Was?“ und nach dem „Wie?“. Das „Was“ bezieht sich auf die erzählerische Absicht wie Genre, Botschaft, Tonalität usw., zudem auf die Entwicklung der Charaktere, ihrer Ziele, Bedürfnisse, Konflikte, Ängste und Sehnsüchte. Aus ihnen werden das Thema und die Bedeutung der Geschichte sowie der emotionale Handlungsverlauf abgeleitet. Das „Wie“ berücksichtigt die Struktur und den Plot der Geschichte mit Höhe-, Tief- und Wendepunkten sowie unterschiedlichen Sequenzen oder Akt-Einteilungen. Weitere wichtige Bestandteile der Stoffentwicklung sind autor*innenspezifische Arbeitsmethoden und -werkzeuge, die Organisation des Schreiballtags, Schreibtechniken und -training, der Umgang mit Blockaden, das professionelle Verhalten bei Kritik und in Stoffbesprechungen mit Redakteur*innen und Produzent*innen.

Schon beim Entwickeln ihrer Stoffe lernen die Teilnehmenden die wichtigsten Regeln für einen Pitch kennen, die sie beim Schreiben anwenden. Die Erarbeitung eines packenden und prägnanten Pitches fordert den/die Autor*in heraus, sich über die wesentlichen Grundfragen Klarheit zu verschaffen. Darüber hinaus gibt das STOFF.lab Einblicke in Potenzial und Machbarkeit der vorliegenden Filmstoffe. Dazu dienen Kenntnisse des Drehbuchmarktes, der verschiedenen Produktionsfirmen, der Senderprofile, der Fördermöglichkeiten sowie von Filmfestivals, Kongressen und Filmmärkten.

„Das konstruktive Feedback während des STOFF.lab hat mir sehr geholfen, mein persönliches Ziel zu erlangen: die erste Drehbuchfassung zu schreiben.“Ralf Rühmeier (C-Kurs)

Ablauf und Abschluss

Die Projekte werden über einen Zeitraum von ca. zehn Monaten an sechs Wochenenden in der Gruppe präsentiert und anschließend unter professioneller Anleitung ausführlich besprochen. Die Abstände von jeweils ca. zwei Monaten zwischen den Treffen dienen den Teilnehmenden zur Umsetzung der anvisierten Ziele bis zum nächsten Termin. Je mehr Zeit und Energie die Teilnehmer*innen auf ihr Projekt verwenden, desto weiter werden sie es in diesem Zeitraum entwickeln. Ergänzt werden die Wochenenden durch Gäste aus der Filmbranche wie Filmfördernde, Redakteur*innen, Produzent*innen oder Verbandsvertreter*innen, die ihr jeweiliges Arbeitsgebiet vorstellen.

Termine

Die sechs gemeinsamen Wochenenden finden, basierend auf der aktuellen Situation der Corona-Einschränkungen, online oder beispielsweise bei der Mediaschool Bayern, Rosenheimer Straße 145 in München statt. Für den Kurs 22/23 sind folgende Termine angesetzt:

  • 23./24. Juli 2022
  • 24./25. September 2022
  • 19./20. November 2022 (voraussichtlich online)
  • 14./15. Januar 2023 (voraussichtlich online)
  • 25./26. März 2023 (voraussichtlich online)
  • 29./30. April 2023

Die Verabschiedung der Teilnehmer*Innen findet wieder im Rahmen des Produzentendinners der Münchner Filmwerkstatt statt.

„Ich bin froh am STOFF.lab teilgenommen zu haben, da ich viel gelernt habe. Ich bin definitiv auf das nächste Level gekommen. Es sind interessante Kontakte beim Dinner entstanden mit denen ich weiterhin im Austausch bin. Mich hat sogar eine Produktionsfirma aus Köln angeschrieben, die sich für den Stoff interessiert.“ Thomas Gotschlich (C-Kurs)

„Also ich finde es ein super Konzept, dass sich Autoren gegenseitig unterstützen und gleichzeitig von einem Dramaturgen betreut werden. Frank hat das in meinen Augen auch toll und mit viel Herzblut undEnthusiasmus gemacht– auch außerhalb der Wochenenden– und ich konnte sehr viel wertvollen neuen Input für mich mitnehmen.“ Marie Graf (B-Kurs)

Historie

Die Anmeldephase für das 7. STOFF.lab 2022/23, auf das sich die Informationen auf dieser Seite beziehen, läuft. Seit 2019 leiten Roland Zag und Jochen Strodthoff gemeinam das STOFF.lab, das 6.STOFF.lab endete im April 2022, das Produzentendinner für den 5. Kurs 20/21 fand am 21. August 2021 im Rahmen des Fünf Seen Filmfestivals statt.

Das 3. STOFF.lab 2018/19 wurde von Frank Raki geleitet. Als Gäste waren Benedikt Röskau, Philipp Budweg von Lieblingsfilm, Brigitte Drodtloff vom Verband Deutscher Drehbuchautoren und Adina Mungenast vom FilmFernsehFonds Bayern dabei. Die Verabschiedung der Teilnehmenden fand im Mai 2019 im Rahmen des 3. Produzentendinners der Münchner Filmwerkstatt statt. Informationen zu den teilnehmenden Autor*innen und ihren Stoffen gibt es unter filmseminare.de/sl-c-booklet.pdf

Das 2. STOFF.lab 2017/18 wurde von Frank Raki geleitet.  Die Verabschiedung der Teilnehmenden fand im Mai 2018 im Rahmen des 2. Produzentendinners der Münchner Filmwerkstatt statt. Informationen zu den teilnehmenden Autor*innen und ihren Stoffen gibt es unter filmseminare.de/sl-b-booklet.pdf

Das 1. STOFF.lab fand 2016/17 unter der Leitung von Roland Zag statt, als Gäste kamen u.a. Benedikt Röskau, Florian Deyle von DRIFE Filmproduktion, Carolin Otto vom Verband Deutscher Drehbuchautoren, Dr. Lisa Giehl vom FilmFernsehFonds Bayern und Dr. Cornelia Ackers vom Bayerischen Rundfunk. Die Verabschiedung der Teilnehmenden fand am 27. April 2017 im Rahmen des 1. Produzentendinners der Münchner Filmwerkstatt statt. Informationen zu den teilnehmenden Autor*innen und ihren Stoffen gibt es unter filmseminare.de/sl-a-booklet.pdf

Qualitätssicherung

Wir sind als Maßnahmenträger durch die APV Zertifizierungs-GmbH, einer von der Bundesagentur für Arbeit als fachkundig anerkannten Stelle, nach der AZAV zertifiziert. Außerdem gehören wir dem MedienCampus Bayern e.V. an.

Kosten und Förderung

Der Teilnehmerbeitrag für das STOFF.lab beläuft sich auf ca. 2.200 Euro, zahlbar in zehn Monatsraten. Bei Zahlung des vollen Betrags vor Kursbeginn wird Rabatt gewährt. Umsatzsteuer fällt nach § 4 Nr. 21 a) bb) UStG nicht an.

Weiterbildung in Deutschland wird vielfältig gefördert – auf www.filmseminare.de/finanzierung findet sich eine Übersicht aller uns bekannten Förderprogramme. Für diese Autorenwerkstatt sind besonders die Gutscheine der Bildungsprämie und die aus dem Europäischen Sozialfonds finanzierten Bildungsschecks der Bundesländer interessant.

Um gerade kleine und mittlere Produktionsfirmen bei der betrieblichen Weiterbildung ihrer festen und freien Mitarbeiter zu unterstützen, gewähren wir den Mitgliedsfirmen im Verband Deutscher Filmproduzenten und der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen e.V. einen Rabatt von 15 Prozent. Die auf die Produktionsfirma entfallenden Kosten für diese Autorenwerkstatt belaufen sich daher nur auf ca.1.870 Euro je Teilnehmendem.

Bewerbung

Die Aufnahme mit eigenem Projekt erfolgt nach einer schriftlichen Bewerbung und evtl. einem persönlichen Auswahlgespräch. In der Bewerbungsmappe sollten folgende Dokumente enthalten sein:

  • Motivation zur Teilnahme (maximal eine halbe Seite)
  • Beschreibung des Filmstoffs (maximal zwei Seiten)
  • Sofern vorhanden, das Projekt in der aktuellen Fassung (Synopsis, Treatment oder Drehbuch)
  • Kurzbiografie und ggf. Filmografie und Beschreibung der Vorkenntnisse im Filmbereich

Die Bewerbungsphase für den Kurs 22/23, das 7. STOFF.lab, ist gestartet. Anmeldungen bitte ausschließlich an info@muenchner-filmwerkstatt.de, Anmeldeschluß ist der 5. Juli 2022.

Download

Informationsbroschüre „STOFF.lab“