Besonderheiten des Medienarbeitsrechts: Hybridseminar „Arbeits-und Vertragsrecht“ am 29. und 30. November

Das Arbeits- und Sozialrecht für Medien- und Filmschaffende unterscheidet sich in vielen Punkten von den klassischen Regelungen anderer Branchen. Wer diese Besonderheiten nicht kennt, riskiert im Nachhinein unangenehme Überraschungen – etwa bei der Statusfeststellung gegenüber dem Finanzamt. Gleichzeitig bestehen im Bereich der sozialen Absicherung für künstlerische und kreative Berufsgruppen spezielle Herausforderungen, aber auch Chancen, die es so in anderen Tätigkeitsfeldern nicht gibt.

Einen fundierten Überblick vermittelt unser Seminar Arbeits- und Vertragsrecht für Filmschaffende am 29. und 30. November 2025. Unter Anleitung von Künstleranwalt Steffen Schmidt-Hug erhalten die Teilnehmenden eine klare Orientierung im komplexen Gefüge des Medienarbeitsrechts.

Hybridformat – bundesweit flexibel teilnehmen

Wie viele unserer Seminare, bei denen es inhaltlich sinnvoll ist, wird auch dieses als Hybridveranstaltung durchgeführt. Das bedeutet: Die Teilnahme ist sowohl vor Ort in unseren Seminar­räumen als auch online über Zoom möglich. Damit können Filmschaffende aus dem gesamten Bundesgebiet unkompliziert an der Weiterbildung im Berufsrecht teilnehmen.

Dozent RA Steffen Schmidt-Hug bringt dafür umfassende Expertise mit: Er war langjähriger Geschäftsführer des Bundesverbands Regie und vertrat diesen u. a. im Verwaltungsrat der Filmförderungsanstalt (FFA). Seit über 15 Jahren begleitet er als Agent und Rechtsanwalt Film- und Medienschaffende in allen beruflichen Angelegenheiten, veröffentlicht regelmäßig in Fachmagazinen und ist Mitglied der Deutschen Filmakademie sowie der Deutschen Akademie für Fernsehen.

Seminar Arbeits- und Vertragsrecht für Filmschaffende

Arbeitsrecht, Vertragsfragen & soziale Absicherung

Neben arbeits- und vertragsrechtlichen Schwerpunkten widmet sich das Seminar ausführlich den Themen der sozialen Absicherung – von Krankheit und Alter bis hin zu Berufsrisiken wie Unfall oder Berufsunfähigkeit. Vorgestellt werden unter anderem zentrale Institutionen für Filmschaffende wie Künstlersozialkasse (KSK), Pensionskasse der Rundfunkanstalten sowie VG Bild-Kunst.

Darüber hinaus erhalten die Teilnehmenden Einblicke in Optionen der privaten Altersvorsorge, beispielsweise über das Presseversorgungswerk, und erfahren, welche Modelle für welche Berufsprofile geeignet sind. Auch Fragen zur Absicherung gegen Berufsunfälle, Berufshaftpflicht oder -unfähigkeit werden praxisnah behandelt.

Wochenendseminare als kompakte Weiterbildung – Produktionsleitung im Dezember

Wer sich im Rahmen seiner aktuellen beruflichen Tätigkeit in anderen Bereichen weiterbilden möchte – oder muss – oder wer aus anderen Gründen Interesse an bestimmten Themen der Film- und Medienbranche hat, findet in unserem breiten Seminarangebot sicher den richtigen Workshop. Für alle, die sich über juristische Grundlagen hinaus auch für den praktischen Produktionsalltag interessieren oder beruflich stärker in diese Richtung gehen möchten, wird unser zweitägiges Basisseminar zur Produktionsleitung spannend sein, welches wir noch im Dezember 2025 anbieten.

Die Teilnehmenden erhalten am Wochenende des 13. und 14. Dezembers 2025 einen praxisnahen Einblick in zentrale Abläufe und Phasen einer Produktion, lernen die Grundlagen von Kalkulation, Drehplanung, Personal- und Vertragsfragen sowie Kommunikation und Krisenprävention kennen.

Der Kurs vermittelt eine realistische Einschätzung, welche Aufgaben, Schnittstellen und Verantwortlichkeiten mit der Rolle der Produktionsleitung verbunden sind – und ob sie zum eigenen beruflichen Weg passt.

Dozent Marc O. Dreher, Produzent und erfahrener Herstellungs- und Produktionsleiter mit über 30 Jahren Branchenerfahrung, verbindet fundiertes Fachwissen mit praxisnahen Einblicken und wertvollen Netzwerkimpulsen.

Und nicht vergessen: Mit unserem Frühbucherrabatt sind Seminare bis 14 Tage vor Veranstaltungstermin zu einem vergünstigten Preis buchbar. Alle Seminare aus unserem Programm können auch zur Firmenweiterbildung, Mitarbeiter*innenmotivation oder als Geschenk für Geschäftspartner*innen, Kund*innen, Freund*innen oder Kinder gebucht werden!

Antworten auf häufige Fragen, z. B. zu Ort, Uhrzeiten, Unterkunft, Anmeldung, öffentlicher Förderung u. v. a. m., finden sich unter www.filmseminare.de/muenchen/faq – die dort niedergelegten Regelungen sind gleichzeitig auch unsere Vertragsbedingungen.

Produktionsleitung, Fiction Producing und Regieassistenz – jetzt anmelden für unsere Lehrgänge im neuen Jahr!

Der Fachkräftemangel in der deutschen Film- und Fernsehbranche ist in aller Munde. Neue Player wie Netflix und Amazon und der von ihnen ausgelöste Serienboom verursachen eine deutlich erhöhte Auslastung der qualifizierten Filmschaffen; das Mindestlohngesetz hat den laufenden Nachschub junger Menschen, die eine Karriere in den Medien erwägen, weitgehend zum erliegen gebracht; eine Branche aus lauter kleinen und kleinsten Unternehmen und die üblichen kurzzeitigen Beschäftigungsverhältnisse „auf Produktionsdauer“ lassen betriebliche Aus- und Fortbildungsmaßnahmen wenig ökomisch erscheinen und von staatlicher Seite werden zwar erstklassige Ausbildungen z.B. für Regisseure und Produzenten, aber nichts nachhaltiges für Regieassistenten, Produktionsassistenten usw. angeboten – Berufe, für die es ja leider nicht einmal geregelte Berufsbilder gibt. Die Münchner Filmwerkstatt versteht sich als Selbsthilfeeinrichtung der Filmschaffenden und der Filmbranche und steuert hier mit aller Kraft gegen: neben einem breitgefächterten Progamm von Wochenendseminaren und -workshops werden auch mehrmonatige Lehrgänge zur Weiterbildung von Filmschaffenden angeboten, die als Vorbereitungskurs für die Fortbildungsprüfungen der Industrie- und Handelskammer dienen, durch deren erfolgreichen Abschluß die Teilnehmer eine anerkannte Berufsausbildung auf dem Niveau eines Handwerksmeisters erlangen. Die Münchner Filmwerkstatt ist von der Bundesagentur für Arbeit als Fachkundige Stelle anerkannte APV-Zertifizierungs GmbH nach der AZAV zertifiziert. Teilnehmer unserer Lehrgänge können daher von der Bundesagentur für Arbeit mit Bildungsgutscheinen gefördert werden, wenn beim Teilnehmer die notwendigen persönlichen Voraussetzungen vorliegen. Für das Kursjahr 2020 nehmen wir ab sofort Anmeldungen entgegen.

PRODUKTIONSLEITER/IN (IHK)

Der Produktionsleiter ist in Film und Fernsehen für die Planung, Durchführung und Kontrolle der Produktion zuständig. Er begleitet alle Phasen des Produktionsprozesses und trifft Entscheidungen mit dem Ziel, beste künstlerische Ergebnisse unter Einhaltung ökonomischer Grenzen zu ermöglichen.

Die 26 Seminarwochenenden, in denen das komplette Fachwissen zur Produktionsleitung vermittelt wird, durchzieht eine Mischung aus theoretischem Unterricht und praktischem Training. Die Teilnehmer werden so während des Kurses unter Anleitung aktuelle Drehbücher kalkulieren und das entsprechende Sendergespräch bestreiten. Spartenübergreifend wird das grundsätzliche Handwerkszeug der Produktionsleitung erlernt bzw. vertieft. Weitere Lerneinheiten behandeln Problemstellungen, die den Bereichen Fiction, Entertainment und Werbung zugeordnet sind.
www.muenchner-filmwerkstatt.de/lehrgaenge/produktionsleiter

Betreuender Dozent:

Marc-Oliver („Mo“) Dreher ist im Hauptberuf Herstellungsleiter der deutschen ZieglerFilm-Gruppe mit Standorten in Berlin, Köln und München. Zu den Projekten, die er in seiner über 20-jährigen Laufbahn betreut hat, gehören Kinofilme und Fernsehproduktionen wie „Türkisch für Anfänger“, „Lena Lorenz“ oder „Napola – Elite für den Führer“. Von 1997 bis 2004 war er Geschäftsführender Vorstand des „Bundesverband Produktion e.V.“

FICTION-PRODUCER/IN (IHK)

Fiction-Producer verantworten die Planung, Finanzierung und Umsetzung von Film- und Fernsehproduktionen; sie sind sozusagen angestellte Produzenten.

Während dieses Lehrgangs werden die Teilnehmer eingehend auf die Tätigkeiten als Fiction-Producer geschult – von der Drehbuchentwicklung bis zur Endabnahme eines Projektes. Konkret entwickelt jeder der Teilnehmer unter professioneller Anleitung ein eigenes Projekt, so dass dieses auch vor Sendern und Produktionsfirmen vorgestellt werden kann. Organisatorische und kalkulatorische Inhalte zählen daher genauso zu den Themen wie dramaturgische und produktionsbezogene Aspekte.
www.muenchner-filmwerkstatt.de/lehrgaenge/fiction-producer

Betreuender Dozent:

Photo: Andre Poling

Nach seinem Produktionsstudium an der Hochschule für Fernsehen und Film München arbeitete Hamid Baroua von 2007 bis 2013 als Producer für die Bavaria Film. Seither ist er als freier Producer für Firmen wie Aspekt Telefilm und Wiedemann & Berg Television sowie als Produzent der eigenen Firmen Yalla Productions und Sappralot Fuim tätig und verantwortet dabei u.a. Filme unter der Regie von Peter Gersina und Dominik Graf.

REGIEASSISTENT/IN (IHK)

Die Regieassistenz ist die wichtigste kommunikative Schnittstelle bei den Dreharbeiten eines Films – hier kommen organisatorische und gestaltende Aufgaben zusammen. Regieassistenten übernehmen die organisatorische Umsetzung der Regieentscheidungen und haben dadurch größten Einfluss auf die Ausführung der gestalterischen Konzeption und somit auf das Gesamtergebnis. Dabei kommuniziert die Regieassistenz nicht nur die Entscheidungen der Regie an das Team, sondern verantwortet auch selbst z.B. die Inszenierung der Komparsen. Regieassistenz gehört daher schon seit jeher zu den Wegen auf den Regiestuhl. Neben originär (z.B. an staatlichen Filmhochschulen) ausgebildeten Regisseuren findet man unter den vielbeschäftigen der Branche ehemalige Kameraleute, Schauspieler, Autoren, Cutter, und eben… Regieassistenten!
www.muenchner-filmwerkstatt.de/lehrgaenge/regieassistent

Betreuende Dozentin:

Leslie Fritz, geboren 1967 in München, absolvierte eine Ausbildung zur Cutter-Assistentin und war danach als Continuity, Aufnahmeleitung, Locationscout sowie im Casting tätig. Seit 1990 arbeitet sie als Regieassistenz für Kino- und Fernsehproduktionen wie auch für Werbe- und Dokumentarfilme, darunter „Die Ermittler – Nur für den Dienstgebrauch“ und „Mein vergessenes Leben“.

Fakten zu den Lehrgängen

Die Lehrgänge sind berufsbegleitend und finden an 26 Wochenenden verteilt über ca. ein Jahr statt. Wir planen den Start aller drei Kurse ab Januar 2020, so dass die Kurse voraussichtlich im Dezember 2020 abgeschlossen werden. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 6.300 Euro, 15% Rabatt bei frühzeitiger Anmeldung und Vorauszahlung = 5.355,- Euro. Eine Förderung u.a. durch Ausbildungs-BAFöG oder Bildungsgutschein ist möglich – weitere Informationen zu allen uns bekannten Förderprogrammen unter www.filmseminare.de/finanzierung.

Die Lehrinhalte orientieren sich an den einschlägigen Rahmenstoffplänen der Industrie- und Handelskammer. Es ist ein Abschluss durch eine Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer möglich (derzeit bei der IHK Köln und der IHK Berlin). Mit der erfolgreichen Teilnahme an dieser Prüfung, die die Kursteilnehmer auf Wunsch ablegen können, erlangen sie einen offiziell anerkannten Berufsabschluss mit der Wertigkeit eines Meistertitels. Die Prüfungszulassung sollte eigenständig im Vorfeld des Kurses mit der zuständigen IHK abgeklärt werden.

Beratung und Anmeldung

Beratung und Anmeldung zu jedem der Lehrgänge ab sofort unter Telefon 089 / 20 333 712 oder via eMail an lehrgaenge@muenchner-filmwerkstatt.de – wir freuen uns auf Euch!