Film verstehen, Filmhochschul-Bewerbungstraining und Bairisch für Schauspieler – unsere Seminare im November

Die Medientage München (#MTM20) starten am 24. Oktober 2020 – digital natürlich – anders ist es in Zeiten der Pandemie derzeit gar nicht denkbar. Eine Woche lang, bis zum 30. Oktober, bietet die digitale Konferenz unter dem Motto „This is Media NOW“ über 100 Vorträge, Interviews, interaktive Networking Möglichkeiten sowie Networking-Sessions mit begleitender virtueller Expo den Besuchern an. Denn auch in Zeiten von Corona wird und muss Weiterbildung und der Netzwerkgedanke großgeschrieben bleiben. Unser Seminarprogramm ist genau darauf abgestimmt: Wir bilden Film- und Fernsehschaffende weiter und geben so die Möglichkeit, neben dem Beruf in die Karriere zu investieren. Zusätzlich zum beruflichen Fachwissen ist in der Medienbranche immer schon ein gutes Netzwerk eine Säule für den beruflichen Erfolg gewesen. Daher legen wir in unseren Seminaren und Workshops, ob online oder in präsenz stattfindend, neben dem fachlichem Input genauso Wert auf den Austausch der Teilnehmer*innen und Dozenten*innen untereinander. Unsere Seminare bieten eine perfekte Gelegenheit mit den Dozent*Innen Profis aus der Branche kennen zu lernen, von ihrem Wissen zu profitieren und zudem eine gute Möglichkeit zu netzwerken und neuen Gesichtern aus der Medienbranche zu begegnen. Am besten also gleich auf www.filmseminare.de gehen und in die eigene Zukuft investieren.

November 2020
07.11.2020 Grundlagen der Bildgestaltung
14.11.2020 Drehbuchhandwerk
21.11.2020 Film verstehen
28.11.2020 Bairisch für Schauspieler
28.11.2020 Filmhochschul-Bewerbungstraining

Dezember 2020
05.12.2020 Lichtgestaltung für Film- und Videoprojekte
05.12.2020 Produktionsleitung
12.12.2020 Konfliktmanagement für Filmschaffende

All unsere Seminare aus unserem Programm können auch zur Firmenweiterbildung, Mitarbeitermotivation oder als Geschenk für Geschäftspartner, Kunden, Freunde oder Kinder gebucht werden!
Antworten auf häufige Fragen z.B. zu Ort, Uhrzeiten, Unterkunft, Anmeldung, öffentlicher Förderung – beispielsweise mit den Prämiengutscheinen der Bildungsprämie (durch die bei Vorliegen der Voraussetzungen 50 Prozent des Teilnehmerbeitrags übernommen werden) – u.v.a.m. finden sich unter www.filmseminare.de/muenchen/faq – die dort niedergelegten Regelungen sind gleichzeitig auch unsere Vertragsbedingungen.

Seminarvorschau, Frühbucherrabatt und Corona-Regeln

Wie geht es weiter? Das fragen sich derzeit viele Menschen und wie unser Leben die kommenden Wochen aussehen wird, ist unsicher. Wir geben trotzdem eine Vorschau – denn unsere Seminare und Workshops finden weiterhin statt! Sofern es die aktuellen Corona-Vorgaben zulassen, als Präsenzveranstaltungen und unter gewissenhafter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen. Sollten die Regelungen weiter verschärft werden, stellen wir bei den Seminaren, bei denen es inhaltlich machbar und sinnvoll ist, sofort wieder auf Onlinebetrieb um. So können wir unseren Teilnehmern*Innen auch in diesen unsicheren Zeiten die Gewissheit geben, das ihre berufliche Weiterbildung und der damit verbundene berufliche Erfolg nicht auch noch ausbleiben müssen.
Und mit unserem Frühbucherrabatt können wir für alle kommenden Seminare gerade die Option des Frühbucherrabatts anbieten. Bis 14 Tage vor Seminarbeginn berechnet unser Buchungssystem automatisch die reduzierte Seminargebühr.

Hier die Seminarvorschau für die nächsten Wochen:

November 2020
07.11.2020 Grundlagen der Bildgestaltung
14.11.2020 Drehbuchhandwerk
21.11.2020 Film verstehen
28.11.2020 Bairisch für Schauspieler
28.11.2020 Filmhochschul-Bewerbungstraining

Dezember 2020
05.12.2020 Lichtgestaltung für Film- und Videoprojekte
05.12.2020 Produktionsleitung
12.12.2020 Konfliktmanagement für Filmschaffende

All unsere Seminare aus unserem Programm können auch zur Firmenweiterbildung, Mitarbeitermotivation oder als Geschenk für Geschäftspartner, Kunden, Freunde oder Kinder gebucht werden!
Antworten auf häufige Fragen z.B. zu Ort, Uhrzeiten, Unterkunft, Anmeldung, öffentlicher Förderung – beispielsweise mit den Prämiengutscheinen der Bildungsprämie (durch die bei Vorliegen der Voraussetzungen 50 Prozent des Teilnehmerbeitrags übernommen werden) – u.v.a.m. finden sich unter www.filmseminare.de/muenchen/faq – die dort niedergelegten Regelungen sind gleichzeitig auch unsere Vertragsbedingungen.

DaVici Resolve, Lektorieren von Drehbüchern, Produktionsleitung – Unsere Seminare in den nächsten Wochen

Das DOK.fest@home, das Internationale Dokumentarfilmfestival München, ist gerade gestartet und läuft noch bis 24. Mai 2020 komplett online! Im Gegensatz zu vielen anderen haben sich die Macher dazu entschieden, das Festival unter den strengen Corona-Regeln im Internet stattfinden zu lassen. Auch wir haben unseren Seminarbetrieb in den letzten Wochen auf vorerst ‚komplett online‘ umgestellt und unser Programm an die Situation angepasst. Die Anmeldephase für unsere Autorenwerkstätten DOK.lab und STOFF.lab ist gestartet und im September wird der Vollzeit-Lehrgang zum Film-Editor starten. Alles geht weiter – viel Spaß dabei!

Mai 2020
16.05.2020 Adobe Premiere Pro – erweiterte Funktionen 2
16.05.2020 Dramaturgie der Systeme mit ‚the human factor‘
23.05.2020 DaVinci Resolve als Schnittprogramm

Juni 2020
13.06.2020 Produktionsleitung
13.06.2020 Videoediting für Social Media
20.06.2020 Lektorieren von Drehbüchern

Juli 2020
04.07.2020 Nonfiktionales Storytelling
11.07.2020 Filmfinanzierung in Deutschland
11.07.2020 Konfliktmanagement für Filmschaffende

Eine vollständige, laufend aktualisierte Übersicht unseres Programms ist unter www.filmseminare.de zu finden. Diese und alle anderen Seminare aus unserem Programm können auch zur Mitarbeitermotivation oder als Geschenk für Geschäftspartner, Kunden, Freunde oder Kinder gebucht werden! Antworten auf häufige Fragen z.B. zu Ort, Uhrzeiten, Unterkunft, Anmeldung, öffentlicher Förderung beispielsweise mit den Prämiengutscheinen der Bildungsprämie (durch die bei Vorliegen der Voraussetzungen 50 Prozent des Teilnehmerbeitrags übernommen werden) u.v.a.m. finden sich unter www.filmseminare.de/muenchen/faq – die dort niedergelegten Regelungen sind gleichzeitig auch unsere Vertragsbedingungen.

Bald geht’s los: Vollzeit-Weiterbildung zum Videoeditor*in

Die Vielschichtigkeit dieses Berufes macht ihn so interessant und attraktiv: Rhythmusgefühl, Bildgestaltung, Verständnis für Dramaturgie, genauso wie fundiertes Know-how in den relevanten Schnittprogrammen, Animation und Soundediting und die Anpassung an Social Media – ein Cutter bzw. Editor bringt auf vielen Ebenen sein Fachwissen ein. Im März startet wieder unser Vollzeit-Lehrgang „Cutter Film und TV„, in dem erfahrene Praktiker in 3,5 Monaten sowohl die theoretischen Grundlagen als auch handwerkliche, technische und gestalterische Fähigkeiten an die Teilnehmer vermitteln.

Finanzierung mit Bildungsgutscheinen

Die Münchner Filmwerkstatt sowie der Lehrgang „Cutter/in Film und TV“ sind durch die APV Zertifizierungs-GmbH, einer von der Bundesagentur für Arbeit als fachkundig anerkannten Stelle, nach der AZAV zertifiziert. Somit besteht die Möglichkeit, diese Weiterbildungmaßnahme beispielsweise mit einem Bildungsgutschein durch die Arbeitsagentur finanzieren zu lassen. Hier eine Übersicht zu den möglichen Förderungen:

Interessenten können bei einem unverbindlichen Beratungsgespräch gemeinsam mit unserem Kursleiter und Dozent Uwe Wrobel die Voraussetzungen für eine Kursteilnahme besprechen. Zur Terminvereinbarung bitte Herrn Wrobel über editor@muenchner-filmwerkstatt.de kontaktieren. Die wichtigsten Informationen rund um den Kurs sind zudem kompakt auf der Lehrgangsseite unter www.muenchner-filmwerkstatt.de/lehrgaenge/editor/ zusammengefasst.

Berufsbegleitende Lehrgänge

Neben dem Vollzeitkurs Cutter Film und TV“ bieten wir auch noch die berufsbegleitenden Lehrgänge Produktionsleitung (IHK), Fiction Producer (IHK) und Regieassistenz (IHK) sowie unser STOFF.lab und DOK.lab an. All unsere Kurse, Workshops und Seminare werden von erfahrenen Praktikern geführt, die bereits erfolgreich in der Branche arbeiten.

Eine laufend aktualisierte Übersicht unserer Seminare ist unter filmseminare.de zu finden.

Die Münchner Filmwerkstatt daheim im Wohnzimmer

Seit mehr als 10 Jahren steht die Münchner Filmwerkstatt für qualifizierte Weiterbildung im Film- und Fernsehbereich. Der erste Workshop „Filme machen ohne Geld“ von Filmwerkstatt-Vorstand Martin Blankemeyer ist auch heute noch fester Bestandteil unseres Programms, das wir fortlaufend aktualisieren und an die Bedürfnisse der Branche anpassen. Viele unserer Dozenten sind in ihrem Hauptberuf preisgekrönt, wie z.B. Tonmeister Marc Parisotto, Träger des Deutschen und des Österreichischen Filmpreises, der auch im Januar 2020 mit „Der Gute Ton“ das erste Seminar im neuen Jahr halten wird. Die Filmwerkstatt hat sich aber nicht nur als führende Weiterbildungsinstitution etabliert, sondern ist auch in der Produzentenfunktion aktiv und mehrfach ausgezeichnet.

Produktionsfirma: Münchner Filmwerkstatt

Der von uns produzierte Film „Der Rote Punkt“ lief sowohl auf nationalen als auch internationalen Festivals, war u.a. Gewinner des Förderpreis Deutscher Film auf den Internationalen Hofer Filmtagen und erhielt als Gewinner des VGF-Nachwuchsproduzentenpreis 2008 den Bayerischen Filmpreis. Unsere aktuelle Spielfilmproduktion „Un café sans musique c’est rare à Paris“ wurde seit dem offiziellen Kinostart im Sommer 2019 bereits in vielen Deutschen Städten gezeigt und überzeugt die Kritiker. Wir bieten Filmschaffenden für ihr Filmprojekt einen organisatorischen Rahmen ohne persönliche Haftung und verwenden Erlöse, die über die Kosten hinausgehen, wieder zur Produktion künstlerisch wertvoller Filme. So ist die Münchner Filmwerkstatt ein starker Partner für all diejenigen, die bei ihren Projekten nicht mit einer kommerziellen Produktionsfirma zusammenarbeiten wollen oder können.

Hier zum Trailer von „Un café sans musique c’est rare à Paris“

Preisgekrönt und jetzt auch als VoD

Wer die langen Nächte und die Feiertage gerne dazu nutzt, sich cineastisch zu erfreuen, kann sich jetzt auch mit Filmen der Münchner Filmwerkstatt beschenken: Unsere Produktionen „Un café sans musique c’est rare à Paris“ sowie „Der Rote Punkt“ sind bereits bei amazon video, iTunes und GooglePlay als Video on Demand abrufbar. Ab 17. Dezember 2019 ist „Der goldene Nazivampir von Absam 2“ ebenso bei Amazon und iTunes zu finden und alle drei Produktionen sind ab diesem Datum bei KinoHerz bereit zum streamen.

Für den schnellen Klick hier die Links zu den jeweiligen Produktionen und VoD-Plattformen:

Weitere Infos zu unseren Seminaren und eine ständig aktualisierte Terminliste sind unter www.filmseminare.de zu finden.
Alles rund um unsere IHK-Lehrgängen Produktionsleitung, Fiction Producing und Regie-Assistenz ist auf unserer Internetseite unter www.muenchner-filmwerkstatt.de zu finden. Ebenso alle Infos zu unseren anderen Lehrgängen sowie zum STOFF.lab und DOK.lab.

Traumberuf: Fiction Producer!

Mit unserer Weihnachtsaktion schauen wir ja schon mit Vollgas auf die Seminare im neuen Jahr. Genauso spannend ist auch der Ausblick auf die für das Frühjahr geplanten, berufsbegleitenden Weiterbildungslehrgänge mit IHK-Abschluss, die wir anbieten. Diese sind mit einer Meisterausbildung vergleichbar und vermitteln alle grundlegenden Voraussetzungen für das jeweilige Berufsbild. Den Kurs „Produktionsleitung (IHK)“ haben wir bereits vorgestellt und für diesen Newsletter hat uns Hamid Baroua, Produzent und Drehbuchautor sowie Geschäftsführer der Sappralot Productions, im Interview über das Berfufsbild des Fiction Producers grundlegende Fragen beantwortet.

Dozent und Kursleiter Hamid Baroua
Copyright by Andre Poling

Hamid, was zeichnet für Dich das Berufsbild des Fiction Producer aus?

Was das Berufsbild auszeichnet ist zugleich auch der größte Reiz an diesem Beruf: Es einfach unfassbar vielseitig! In Abhängigkeit davon, was im Rahmen von Zielvorgaben individuell vereinbart wird und was einem selbst auch am besten gefällt, erstreckt sich die Arbeit über den gesamten strategischen und operativen Prozess der Filmherstellung. Dabei dreht sich alles um eine kreative Idee mit einer Geschichte, die als filmisches Werk hervorgebracht werden muss.

Welche Funktionen haben die Fiction Producer?

Die Fiction Producer haben zwei ganz wesentliche, großartige Funktionen, was das Filmemachen angeht – sowohl im Selbstständigen, als auch im Angestelltenverhältnis: Sie schließen die Schnittstelle zwischen Produzenten/Produktion auf der einen Seite und Sendern, Verleihern, Vertriebspartnern und Förderern auf der anderen Seite. Zudem sind sie eine alles umspannende Konstante, was das Filmwerk betrifft. Immer kompetent auf Höhe aller inhaltlichen, dramaturgischen als auch wirtschaftlichen Anforderungen. Fiction Producer treten daher in der Phase der Stofffindung, Stoffentwicklung und dem Packaging initiativ und konzeptionell in Erscheinung. Sie arbeiten zugleich durch- bzw. ausführend in der Filmherstellung und haben immer die künstlerische Qualität im Einklang mit dem Budget engmaschig im Blick. In unterschiedlichen Konstellationen müssen sie gemäß ihrer Zielvorgabe in diesem Spannungsfeld zwischen Kreativität und Rentabilität mit allen am gesamten Herstellungsprozess verantwortlich Beteiligten bis zur Fertigstellung und Lieferung im ständigen Austausch sein und haben parallel mit ihrem Netzwerk die Entwicklung und Bedürfnisse des Film- und TV Marktes bereits für das kommende Projekt im Blick.

Welche Ausbildungsmöglichkeiten gibt es?

Ganz am Anfang ist eine Ausbildung von zwei Seiten her üblich. Das heißt von der theoretischen Seite her, hin zur fundierten Praxiserfahrung bei der Filmherstellung, und umgekehrt. Die Mischung aus beidem ist das A und O, gerade weil Fiction Producing unterschiedlicher Kompetenzen bedarf. Da Fiction Producer bei Film und Fernsehen niemals auslernen und sich Prozesse immer weiter entwickeln lassen, ist eine sattelfeste theoretische Ausbildung, die immer auf dem neuesten Stand ist bzw. ständig aktualisiert werden muss, genauso unabdingbar, wie die langjährige Praxiserfahrung.

Was sind die Berufsaufstiegschancen?

Die Berufsaufstiegschancen sind sehr gut, weil man schon fast ganz oben ist! Spätestens dann, wenn Fiction Producern die Budgetverantwortung alleine überlassen wird, sind sie als leitende oder geschäftsführende Angestellte einer Produktionsfirma zum Produzent oder Head-Of Production aufgestiegen – oder sie agieren als freier Produzent selbstständig und unabhängig. Bei einem Übertritt auf Senderseite spiegelt sich dies unter ganz bestimmten Vorausetzungen beim Wechsel zum/zur RedakteurIn und im weiteren Verlauf hin zum leitenden/zur leitenden RedakteurIn wider.

Wie war Dein Berufseinstieg?

Nach einer kaufmännischen Ausbildung und kurzer Berufstätigkeit in diesem Bereich, habe ich parallel zu Aus- und Fortbildungsmaßnahmen als Redaktions- und Technikassistent professionelle Fernseh- und Filmluft geschnuppert und anschließend an der Hochschule für Fernsehen und Film München studiert. Während des Studiums war ich von den theoretischen Inhalten genauso fasziniert, wie von den Praktischen. Auf verschiedenen Gebieten des Filmemachens die Balance aus Theorie und Praxis halten zu müssen, lag mir von Anfang an sehr. Nach dem Studium arbeitete ich daher nach kurzer Zeit als Produktionsleiter und Postproduction Manager und danach sehr rasch erst als freier, und schließlich als angestellter Producer.

Wie ist die Nachfrage am Markt bzw. wie sind die Berufsaussichten?

Der gesamte Film- und Fernsehmarkt befindet sich durch die Digitalisierung in einer rasant zunehmenden Diversifizierung. Gleich geblieben ist indes die Suche nach den besten filmischen Geschichten, nach Finanzierungen und der Bedarf nach herausragenden Talenten, um ein erfolgreiches Ergebnis zu erzielen. Qualifizierte Fiction Producer sind dabei der Schlüssel zum Erfolg.

Wie hat sich das Berufsbild in den letzten 10 Jahren verändert, insbesondere durch Weiterbildungsangebote?

Das Berufsbild konnte sich dadurch klarer und eindeutiger definieren und positionieren. Ich habe noch die Frage von einigen älteren Filmschaffenden im Ohr als ich anfing, was ein Producer denn eigentlich genau machen würde… und jetzt ist seit kurzem ‚Producing‘ eine eigene Kategorie bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises. Und auch Filmproduktionsfirmen sind dahingehend sensibilisiert worden, ihre Mitarbeiter weiterbilden zu lassen, was der Zukunft der gesamten deutsche Filmbranche zu Gute kommt.

Im Vergleich zur HFF – wie siehst Du unseren Lehrgang?

Wie bereits gesagt, die Mischung macht es! Die Verbindung von praktischer Berufserfahrung und Weiterbildung ist unabdingbar, um in einer sich rasant weiterentwickelnden Film- und Medienwelt die berufliche Balance halten zu können.

Was ist aus den Absolventen Deines letzten Kurses geworden?

Einigen bin ich bereits auf Branchenevents begegnet, an denen sie als freie Producer berufsbedingt teilgenommen haben. Mit Anderen hat sich später wiederum zufällig eine Zusammenarbeit ergeben. Wieder Andere sind zu ihrer und meiner Freude im Anschluss an den Kurs in ihrer Produktionsfirma befördert worden.

Vielen Dank, Hamid! Wir freuen uns auf den Lehrgang mit Dir.

Alles rund um den Lehrgang Fiction Producing ist auf unserer Internetseite unter www.muenchner-filmwerkstatt.de zu finden. Ebenso alle Infos zu unseren anderen Lehrgängen sowie zum STOFF.lab und DOK.lab.

Seminar-Portraits: Film-Workshop KURZFILM VON A-Z und Tonseminar DER GUTE TON


Im Dezember bieten wir kurz vor Jahresende noch einmal das beliebte Seminar „Kurzfilm von A bis Z“ mit Filmregisseur Uwe Wrobel an und starten dann gleich im neuen Jahr mit dem essentiellen Seminar „Der Gute Ton“, geleitet von Tonmeister Marc Parisotto, Preisträger des Deutschen und Österreichischen Filmpreises. Was Interessierte in beiden Seminaren erwartet, stellen wir in je einem kleinen Kurzportrait nachfolgend vor:

Film-Workshop KURZFILM VON A-Z am 14. und 15. Dezember 2019

Zwei Tage = ein Film! Genau das beschreibt das Seminar für Einsteiger und bereits in der Filmbranche arbeitende Interessierte am besten. Dieses Seminar ermöglicht den Teilnehmern in nur einem Wochenende einen Überblick in den kompletten Prozess einer Filmproduktion. Es werden die Grundlagen von Konzeption über den Dreh bis hin zur Nachbearbeitung behandelt und – am wichtigsten – gemeinsam mit den anderen Teilnehmern und dem Dozenten selbst durchlebt. Der erste Tag dient der Drehbucherstellung sowie dem Dreh mit professioneller HD-Technik. Der zweite Tag steht ganz im Zeichen der Postproduktion, bei dem die Teilnehmer Bild- und Tonschnitt kennenlernen und anwenden. Am Ende des Workshop-Wochenendes feiern die Teilnehmer gemeinsam „Premiere“ ihres eigenen, zusammen gedrehten Films. Der Workshop richtet sich an Alle, die sich Anregungen für eigene Projekte holen möchten, an Filmpädagogen, aber auch an Filmschaffende, die andere Arbeitsbereiche als ihre eigenen erkunden wollen. Direkt zur Anmeldung und für weitere Infos geht es unter www.filmseminare.de/filmworkshop.

Ton-Seminar DER GUTE TON am 11. und 12. Januar 2020

Der beste Film – ob Kinoproduktion, Fernsehbeitrag oder eigener Kurzfilm – verliert seine Zuschauer sehr schnell, wenn der Ton nicht stimmt. Denn nichts verzeiht der Zuschauer so wenig, wie einen schlechten Ton. Unser Dozent Marc Parisotto, vielfach preisgekrönter Tonmeister, zeigt den Teilnehmern im Rahmen dieses Wochenendes von Grund auf, wie man die richtige Equipmentauswahl trifft, einen guten O-Ton am Drehort aufnimmt und die Anforderungen der Postproduktion umsetzt. Dabei werden die unterschiedlichsten Produktionsbedingungen berücksichtigt und in das Seminar miteinbezogen. Tag 1 startet mit Beispielen aus bekannten und auch unbekannten Filmen, in denen die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Tönen, Bildern, Geschichten und Emotionen deutlich zu erkennen sind. Behandelt werden auch konkrete Fragen aus der Praxis der Tonaufnahme, wie beispielsweise „Welche Probleme können Drehorte, Wetter, Umweltlärm etc. aufwerfen und wie sehen passende Lösungen aus?“, “ Wie liest man ein Drehbuch in Bezug auf den Ton?“ oder “ Welchen Einfluß hat der O-Ton auf das Endergebnis des fertigen Films?“. Weitere Schwerpunkte des Seminars sind die verschiedenen Etappen der Herstellung der Film-Tonspur, von der O-Tonaufnahme über O-Ton Schnitt, Atmos, Effekte, Musikaufnahme, etc. . Der zweite Tag steht ganz im Sinne des praktischen Arbeitens und stellt verschiedene Drehsituationen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden nach, welche die Teilnehmer dann selbst praktisch lösen. Das Seminar richtet sich an interessierte Filmemacher, die wissen und selbst erfahren wollen, wie sie auch mit einfachen Mitteln eine professionelle Tonqualität erreichen. Anmeldeoptionen und weitere Informationen zum Seminar sind unter
www.filmseminare.de/der-gute-ton zu finden.

Weitere Infos zu unseren Angeboten

Unser Auftrag besteht in der praxisorientierten Weiterbildung von Mitarbeitern der Medienbranche – von der Branche für die Branche.
Zudem produzieren oder unterstützen wir kurze und lange Filme, beispielsweise den Arthouse-Kinohit Der Rote Punkt, für den wir u.a. mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet wurden, oder unsere aktuelle Produktion Un café sans musique c’est rare à Paris, die seit dem 18. Juli 2019 im Verleih von Drop-Out Cinema bundesweit im Kino zu sehen ist. Anfang 2020 bieten wir wieder unsere berufsbegleitenden, mehrmonatigen Lehrgänge für Produktionsleitung, Regieassistenz und Fiction-Producing an. Eine vollständige und laufend aktualisierte Übersicht aller unserer Seminare und Workshops gibt es unter www.filmseminare.de.

Produktionsleitung, Kurzfilm A-Z, Ton-Seminar, Comedy und Das Geheimnis mitreißender Drehbücher- unsere Seminare bis Februar

Digitale Medien und Filmemachen gehören nicht nur in die Film- und Fernsehbranche, sondern sind in der Gesellschaft in nahezu allen Lebensbereichen vertreten. Im Freizeitbereich genauso wie im Familien- und Schulalltag, beispielsweise wenn Kinder und Jugendliche mit Smartphones Filme drehen. Fortbildungen in diesem Bereich sind daher für Medienpädagogen, Lehrer und Jugendbetreuer enorm wichtig und teilweise auch verpflichtend.
Am 4. Dezember 2019 veranstaltet die Regierung Oberbayern für Lehrer das Wahlpflichtmodul Filmbildung mit Einblicken in Filmanalyse, Grundlagen der Bildgestaltung, Ablauf und Voraussetzungen für ein Filmprojekt und Planen und umsetzen einer Filmproduktion im Unterricht, um den Teilnehmern einen Überblick für die verschiedenen Bereiche sowie Anregungen für den Unterricht zu vermitteln. Die Referenten der Module stellt die Münchner Filmwerkstatt; zudem bieten wir in Zusammenarbeit mit der LAG Jugend & Film Bayern, dem bayerischen Landesverband des Bundesverband Jugend & Film, regelmäßig Workshops und Seminare für Medienpädagogen, Lehrer und Jugendbetreuer zu diesen Themen an. Weitere Informationen sind in unserem Buchungsportal unter www.filmseminare.de/lehrerseminar zu finden. Unsere nächsten Seminare bis Februar 2020 stellen wir nachfolgend kurz vor:

PRODUKTIONSLEITUNG am 30. November und 1. Dezember 2019

Das Aufgabengebiet des Produktionsleiters hat sich in den vergangenen Jahren enorm ausgeweitet. Welche Fäden wo zu ziehen und wie Wirtschaftlichkeit und Kreativität unter einen Hut zu bringen sind, vermittelt an diesem Wochenende ZieglerFilm-Herstellungsleiter Marc Oliver Dreher. Der Einblick in die Materie ist spannend für Aufnahmeleiter, Produktionsassistenten, angehende Produzenten und alle, die sich für den Beruf des Produktionsleiters interessieren.
www.filmseminare.de/produktionsleitung

KURZFILM VON A BIS Z am 14. und 15. Dezember 2019

Filmemachen ist ein komplexer Prozess, der sich im Normalfall über Monate und oft auch Jahre hinzieht. Uwe Wrobel, Diplom-Film- und Fernsehregisseur der Hochschule für Fernsehen und Film in München, bietet den Teilnehmern einen grandiosen Zeitraffer, in nur einem Wochenende alle Stationen einer Filmproduktion selbst zu durchleben. Von der Drehbuchidee bis zur Premiere entsteht ein szenischer Kurzfilm in Gemeinschaftsproduktion. Dabei erfahren und erleben die Teilnehmer alles, was sie schon immer über Filmemachen wissen wollten, sich aber noch nie selbst zu machen getraut haben.
www.filmseminare.de/filmworkshop

Tonseminar DER GUTE TON am 11. und 12. Januar 2020

Der Film kann noch so gut sein – ist der Ton schlecht, ist alles für die Katz! Während oft alle Energie bei Dreharbeiten auf die Qualität des Bildes gerichtet wird, verzeiht der Zuschauer nichts so wenig wie einen schlechten Ton. Marc Parisotto, als Tonmeister u.a. ausgezeichnet mit dem Deutschen und dem Österreichischen Filmpreis, zeigt den Teilnehmern im Rahmen dieses Wochenendes von der Pike auf, wie man die richtige Equipmentauswahl trifft, einen guten O-Ton am Drehort aufnimmt und die Anforderungen der Postproduktion umsetzt. Dabei werden die unterschiedlichsten Bedingungen, von EB- und Low-Budget-Produktionen bis hin zu High-Class Produktionen berücksichtigt
www.filmseminare.de/der-gute-ton

COMEDY am 25. und 26. Januar 2020

Deutschlands meistbeschäftigter Comedy-Lehrer Dirk Stiller ist gleichzeitig auch einer der erfolgreichsten Comedy-Produzenten. In diesem Seminar zeigt er, warum Komik zu erzeugen als das Schwerste gilt, es aber nicht ist. Kennt man nämlich die Comedy-Techniken, ist es sogar ausgesprochen einfach. Den Teilnehmern wird an diesem Wochenende alles Wichtige vermittelt, um am Ende selbständig Comedy schreiben zu können.
www.filmseminare.de/comedy-schreiben

DAS GEHEIMNIS MITREISSENDER DREHBÜCHER am 25. und 26. Januar 2020

An diesem Wochenende werden die Teilnehmer des Seminars in das Geheimnis mitreißender Drehbücher eingeführt. Dabei dreht sich alles um die beiden Komponenten „Spannung“ und „Konflikt“ – wie man diese beiden Faktoren erreicht, erläutert Dozent Martin Thau anhand vielfältiger Filmbeispiele in Theorie und Praxis. Martin Thau war vor seinem Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF) Unterhaltungsautor, hat Drehbücher für Film und Fernsehen geschrieben und leitet seit 20 Jahren die Studien der Drehbuchwerkstatt München an der HFF.
www.filmseminare.de/spannung-konflikt

Eine vollständige, laufend aktualisierte Übersicht unseres breiten Programms gibt es unter www.filmseminare.de.

Traumberuf: Produktionsleitung!

Am Wochenende des 30.11. und 01.12. findet unser zweitägiges Seminar Produktionsleitung statt, in dem die Teilnehmer einen professionellen Überblick in dieses vielschichtige Berufsfeld bekommen. Es beinhaltet die Einführung in Ablauf und Struktur einer Produktion, Grundzüge von Kalkulation und Drehplanung, Einblicke in das Personalwesen, die Vertragslage und Rechtesituation sowie das Krisenmanagement einer Produktion. Die Teilnehmer erhalten so die Möglichkeit, einzuschätzen, ob dieser Beruf für sie in der weiteren Karriereplanung in Frage kommt. Wer diese Frage bereits mit Ja beantwortet hat und auch schon erste Erfahrungen sammeln konnte, für den bietet sich unser langlaufender Weiterbildungslehrgang Produktionsleitung (IHK) an, der im Frühjahr 2020 starten wird. Dieser ist mit einer Meisterausbildung vergleichbar und vermittelt alle grundlegenden Voraussetzungen für den Beruf der Produktionsleitung. Durch die Zusammenarbeit an mehreren Wochenenden über mehrere Monate entsteht zudem ein in der Film-und Fernsehbranche immens wichtiges Netzwerk mit den anderen Teilnehmern und Dozenten. Die Leitung beider Seminare übernimmt Produktions- und Herstellungsleiter Marc O. Dreher, der im Interview mit uns das Berufsbild und die Voraussetzungen dafür beschreibt und weitere wichtige Fragen beantwortet.

Dozent und Kursleiter Marc O. Dreher

Marc, was zeichnet Deiner Meinung nach das Berufsbild der Produktionsleitung aus?
Die Produktionsleitung muss auf der einen Seite ein kaufmännisch-kreatives Doppelverständnis mitbringen. Auf der anderen Seite muss sie die vielen unterschiedlichen und komplexen Situationen einer Filmproduktion als Gesamtverantwortliche Stelle mit Wissen, Cleverness und Einfühlungsvermögen steuern.

Welche Funktionen hat die Produktionsleitung?
Die Produktionsleitung plant, organisiert und lenkt den kompletten Ablauf von Film- und Fernsehproduktionen. Von der Vorbereitung über die Dreharbeiten bis hin zur Endfertigung der Projekte. Klingt vielleicht einfach, ist aber meiner Meinung nach der komplexeste Beruf der ganzen Filmbranche, da man als einziger im ganzen Team wirklich alles aus allen Abteilungen wissen sollte.

Welche Ausbildungsmöglichkeiten gibt es?
Die Ausbildung zur Produktionsleitung obliegt leider immer noch keiner festen Regelung. Früher konnte man diesen Beruf in der freien Wirtschaft großteils als „Learning by Doing“ erlernen, oder innerhalb von Sendeanstalten. Das bedeutete (mit Varianten) vom Fahrer über die Set-Aufnahmeleitung über die 1. Aufnahmeleitung hin zur Produktionsleitung. Gut war es auch, dazu eventuell ein betriebswirtschaftliches Studium oder eine kaufmännische Ausbildung zu machen. Später kamen an den Filmhochschulen die Produzenten-Lehrgänge dazu, die auch eine gute Basis sind. Und wieder später kam dann der professionalisierende Weiterbildungs-Lehrgang zur „Produktionsleitung IHK“.

Wie sind die Berufsaufstiegschancen?
In der Produktionshierarchie ist die Produktionsleitung im Rahmen einer Produktion schon sehr weit oben angesiedelt. Darüber kommen dann noch die Herstellungsleitung und die Produzenten. Im Bereich der Sendeanstalten ist diese Position als Inhouse-Produktionsleitung bzw. Produktionsmanagement ebenfalls sehr weit oben.

Wie war Dein Berufseinstieg?
Ich habe das Glück gehabt relativ zeitnah nach der Schule als Assistent eines unabhängigen Münchner Produzenten arbeiten zu können. Danach war ich klassisch Fahrer, Set Aufnahmeleiter und 1. Aufnahmeleiter, um so die notwendige Drehorterfahrung zu sammeln. Zu dieser Zeit fing ich auch schon an, Filmhochschul- und Werbefilmproduktionen als Produktionsleiter zu betreuen. Dann wurde ich Assistent in der Herstellungsleitung und schließlich, in derselben Firma, auch Film-Produktionsleiter. Parallel dazu habe ich eine Ausbildung als Werbe- und Kommunikationswirt absolviert, um zur Praxis auch eine solide kaufmännische Basis zu haben. Oben drauf kam noch eine systemisch-therapeutische Ausbildung, da es mir wichtig war, eine Zweitprofession als berufliche Absicherung zu haben.

Wie ist die Nachfrage am Markt bzw. wie sind die Berufsaussichten?
Durch die neuen Medien und auch durch die Streamingdienste ist das Programmvolumen gestiegen. Früher gab es nur Film, TV und Video – heute ist Filmemachen unendlich vielschichtig geworden. Daher haben wir aktuell, und das wird sich so schnell nicht ändern, in allen qualifizierten Filmberufen einen sehr hohen Bedarf an guten Fachkräften. Und das gilt natürlich auch für den Beruf der Produktionsleitung.

Wie hat sich das Berufsbild in den letzten 10 Jahren verändert, insbesondere durch Weiterbildungsangebote?
Gerade durch die Weiterbildungsangebote hat es sich professionalisiert und lebt nicht mehr nur von der jeweils eigenen Definition des Berufsbildes. Es nähert sich immer mehr klaren, allgemein verbindlichen Standards an, wie in jedem anderen Ausbildungsberuf auch. Diese Professionalisierung kommt einem selber, den Produktionen und letztendlich der ganzen Branche zugute.

Im Vergleich zur HFF – wie siehst Du unseren Lehrgang?
Der IHK-Lehrgang zur Produktionsleitung hat, basierend auf einem praxisorientierten Fundament, einen stärker am echten, praktischen Filmemachen ausgerichteten Fokus. Der erst einmal mehr filmtheoretische Lehr-Ansatz der Hochschulen ist natürlich speziell für Produzenten extrem wichtig, aber die Produktionsleitung erlernt und verfeinert man im besten Fall durch praktische Beispiele und durch Praxiserfahrung!

Was ist aus den Absolventen Deines letzten Kurses geworden?
Soweit ich die Absolventen der letzten Kurse beobachte, sind die meisten inzwischen sehr gut etabliert. Sie sind entweder fest in Produktionsfirmen, fest bei Sendern oder auf dem freien Markt gut positioniert, was mich sehr freut.

Wir danken Mark O. Dreher für das Interview und freuen uns auf das Seminar und den Lehrgang mit ihm!

Alles rund um den Lehrgang Produktionsleitung ist auf unserer Internetseite unter www.muenchner-filmwerkstatt.de zu finden. Ebenso alle Infos zu unseren anderen Lehrgängen sowie zum STOFF.lab und DOK.lab.

Produktionsleitung, Fiction Producing und Regieassistenz – jetzt anmelden für unsere Lehrgänge im neuen Jahr!

Der Fachkräftemangel in der deutschen Film- und Fernsehbranche ist in aller Munde. Neue Player wie Netflix und Amazon und der von ihnen ausgelöste Serienboom verursachen eine deutlich erhöhte Auslastung der qualifizierten Filmschaffen; das Mindestlohngesetz hat den laufenden Nachschub junger Menschen, die eine Karriere in den Medien erwägen, weitgehend zum erliegen gebracht; eine Branche aus lauter kleinen und kleinsten Unternehmen und die üblichen kurzzeitigen Beschäftigungsverhältnisse „auf Produktionsdauer“ lassen betriebliche Aus- und Fortbildungsmaßnahmen wenig ökomisch erscheinen und von staatlicher Seite werden zwar erstklassige Ausbildungen z.B. für Regisseure und Produzenten, aber nichts nachhaltiges für Regieassistenten, Produktionsassistenten usw. angeboten – Berufe, für die es ja leider nicht einmal geregelte Berufsbilder gibt. Die Münchner Filmwerkstatt versteht sich als Selbsthilfeeinrichtung der Filmschaffenden und der Filmbranche und steuert hier mit aller Kraft gegen: neben einem breitgefächterten Progamm von Wochenendseminaren und -workshops werden auch mehrmonatige Lehrgänge zur Weiterbildung von Filmschaffenden angeboten, die als Vorbereitungskurs für die Fortbildungsprüfungen der Industrie- und Handelskammer dienen, durch deren erfolgreichen Abschluß die Teilnehmer eine anerkannte Berufsausbildung auf dem Niveau eines Handwerksmeisters erlangen. Die Münchner Filmwerkstatt ist von der Bundesagentur für Arbeit als Fachkundige Stelle anerkannte APV-Zertifizierungs GmbH nach der AZAV zertifiziert. Teilnehmer unserer Lehrgänge können daher von der Bundesagentur für Arbeit mit Bildungsgutscheinen gefördert werden, wenn beim Teilnehmer die notwendigen persönlichen Voraussetzungen vorliegen. Für das Kursjahr 2020 nehmen wir ab sofort Anmeldungen entgegen.

PRODUKTIONSLEITER/IN (IHK)

Der Produktionsleiter ist in Film und Fernsehen für die Planung, Durchführung und Kontrolle der Produktion zuständig. Er begleitet alle Phasen des Produktionsprozesses und trifft Entscheidungen mit dem Ziel, beste künstlerische Ergebnisse unter Einhaltung ökonomischer Grenzen zu ermöglichen.

Die 26 Seminarwochenenden, in denen das komplette Fachwissen zur Produktionsleitung vermittelt wird, durchzieht eine Mischung aus theoretischem Unterricht und praktischem Training. Die Teilnehmer werden so während des Kurses unter Anleitung aktuelle Drehbücher kalkulieren und das entsprechende Sendergespräch bestreiten. Spartenübergreifend wird das grundsätzliche Handwerkszeug der Produktionsleitung erlernt bzw. vertieft. Weitere Lerneinheiten behandeln Problemstellungen, die den Bereichen Fiction, Entertainment und Werbung zugeordnet sind.
www.muenchner-filmwerkstatt.de/lehrgaenge/produktionsleiter

Betreuender Dozent:

Marc-Oliver („Mo“) Dreher ist im Hauptberuf Herstellungsleiter der deutschen ZieglerFilm-Gruppe mit Standorten in Berlin, Köln und München. Zu den Projekten, die er in seiner über 20-jährigen Laufbahn betreut hat, gehören Kinofilme und Fernsehproduktionen wie „Türkisch für Anfänger“, „Lena Lorenz“ oder „Napola – Elite für den Führer“. Von 1997 bis 2004 war er Geschäftsführender Vorstand des „Bundesverband Produktion e.V.“

FICTION-PRODUCER/IN (IHK)

Fiction-Producer verantworten die Planung, Finanzierung und Umsetzung von Film- und Fernsehproduktionen; sie sind sozusagen angestellte Produzenten.

Während dieses Lehrgangs werden die Teilnehmer eingehend auf die Tätigkeiten als Fiction-Producer geschult – von der Drehbuchentwicklung bis zur Endabnahme eines Projektes. Konkret entwickelt jeder der Teilnehmer unter professioneller Anleitung ein eigenes Projekt, so dass dieses auch vor Sendern und Produktionsfirmen vorgestellt werden kann. Organisatorische und kalkulatorische Inhalte zählen daher genauso zu den Themen wie dramaturgische und produktionsbezogene Aspekte.
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Betreuender Dozent:

Photo: Andre Poling

Nach seinem Produktionsstudium an der Hochschule für Fernsehen und Film München arbeitete Hamid Baroua von 2007 bis 2013 als Producer für die Bavaria Film. Seither ist er als freier Producer für Firmen wie Aspekt Telefilm und Wiedemann & Berg Television sowie als Produzent der eigenen Firmen Yalla Productions und Sappralot Fuim tätig und verantwortet dabei u.a. Filme unter der Regie von Peter Gersina und Dominik Graf.

REGIEASSISTENT/IN (IHK)

Die Regieassistenz ist die wichtigste kommunikative Schnittstelle bei den Dreharbeiten eines Films – hier kommen organisatorische und gestaltende Aufgaben zusammen. Regieassistenten übernehmen die organisatorische Umsetzung der Regieentscheidungen und haben dadurch größten Einfluss auf die Ausführung der gestalterischen Konzeption und somit auf das Gesamtergebnis. Dabei kommuniziert die Regieassistenz nicht nur die Entscheidungen der Regie an das Team, sondern verantwortet auch selbst z.B. die Inszenierung der Komparsen. Regieassistenz gehört daher schon seit jeher zu den Wegen auf den Regiestuhl. Neben originär (z.B. an staatlichen Filmhochschulen) ausgebildeten Regisseuren findet man unter den vielbeschäftigen der Branche ehemalige Kameraleute, Schauspieler, Autoren, Cutter, und eben… Regieassistenten!
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Betreuende Dozentin:

Leslie Fritz, geboren 1967 in München, absolvierte eine Ausbildung zur Cutter-Assistentin und war danach als Continuity, Aufnahmeleitung, Locationscout sowie im Casting tätig. Seit 1990 arbeitet sie als Regieassistenz für Kino- und Fernsehproduktionen wie auch für Werbe- und Dokumentarfilme, darunter „Die Ermittler – Nur für den Dienstgebrauch“ und „Mein vergessenes Leben“.

Fakten zu den Lehrgängen

Die Lehrgänge sind berufsbegleitend und finden an 26 Wochenenden verteilt über ca. ein Jahr statt. Wir planen den Start aller drei Kurse ab Januar 2020, so dass die Kurse voraussichtlich im Dezember 2020 abgeschlossen werden. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 6.300 Euro, 15% Rabatt bei frühzeitiger Anmeldung und Vorauszahlung = 5.355,- Euro. Eine Förderung u.a. durch Ausbildungs-BAFöG oder Bildungsgutschein ist möglich – weitere Informationen zu allen uns bekannten Förderprogrammen unter www.filmseminare.de/finanzierung.

Die Lehrinhalte orientieren sich an den einschlägigen Rahmenstoffplänen der Industrie- und Handelskammer. Es ist ein Abschluss durch eine Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer möglich (derzeit bei der IHK Köln und der IHK Berlin). Mit der erfolgreichen Teilnahme an dieser Prüfung, die die Kursteilnehmer auf Wunsch ablegen können, erlangen sie einen offiziell anerkannten Berufsabschluss mit der Wertigkeit eines Meistertitels. Die Prüfungszulassung sollte eigenständig im Vorfeld des Kurses mit der zuständigen IHK abgeklärt werden.

Beratung und Anmeldung

Beratung und Anmeldung zu jedem der Lehrgänge ab sofort unter Telefon 089 / 20 333 712 oder via eMail an lehrgaenge@muenchner-filmwerkstatt.de – wir freuen uns auf Euch!