Filmwerkstatt privat: Unsere Europäische Freiwillige Kawther im Interview

Im letzten Monat haben wir in unserem Newsletter unsere Europäische Freiwillige Emma und das Europäische Solidaritätskorps (früher Europäischer Freiwilligendienst) vorgestellt. In diesem Newsletter möchten wir wieder einen Einblick in unser Team geben und unsere „Freiwillige“ Kawther vorstellen. Im Interview erzählt Kawther woher sie kommt, über ihre Arbeit bei uns und was sie nach der Filmwerkstatt vor hat.

Kawther, auch Du bist im Rahmen des Europäischen Solidaritätskorps zu uns nach Deutschland gekommen. Woher kommst Du?

Ich komme aus Kairouan, eine sehr alte, super schöne Stadt südwestlich von Tunis. Ich bin in der Altstadt aufgewachsen in ihren, gemäß orientalischer Tradition, nach Zünften geordneten Märkten. Mit ihren Moscheen und anderen Sakralbauten steht meine Stadt seit 1988 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.

Kawther Bahrouni, Europäische Freiwillige 2019/2020

Wie bist Du zur Filmwerkstatt gekommen?

Vorher habe ich politikwissenschaftliches Theorie-, Praxis- und Methodenwissen in la Faculté de Droit et des Sciences Politiques de Tunis studiert und gleichzeitig gearbeitet in der AHK Tunesien / Deutsch-Tunesische Industrie- und Handelskammer, wo ich ein sehr gutes Feedback über die Filmwerkstatt bekommen habe.

Und warum wolltest Du zur Münchner Filmwerkstatt?

Die Filmwerkstatt bietet eine positionelle Umgebung, mehr Verantwortung als die anderen freiwillige Projekte und abwechslungsreiche Themen (wir dürfen die Seminare nicht nur betreuen sondern auch IM Seminar zu sein – WIE COOL IST DAS DENN?!)

Was interessiert Dich an Film bzw. am Kino?

Ich interessiere mich für Film (Kino, nicht unbedingt nur das Medium „Film“), und zwar aus denselben Gründen, die mich an jeglicher Kommunikation interessieren. Film ist eine Sprache wie Musik oder Prosa oder Poesie oder Malerei oder Skulptur oder Tanz oder… nun, das gesprochene oder unausgesprochene Wort in welcher Sprache auch immer.

Kawther vor Franz Kafka, ihrem Lieblingsschriftsteller

Wie wurdest Du auf das Europäische Solidaritätskorps aufmerksam? Warum hast Du mitgemacht?

Ich bin eine Youth Reporterin im Rahmen der europäischen Programms YOUTH IN ACTION und dadurch habe ich das Privileg, immer auf dem Laufenden zu sein.
Freiwilligendienste bieten nicht nur die Möglichkeit, anderen zu helfen. Sie erweitern gleichzeitig die eigenen Kompetenzen und bieten einzigartige Erfahrungen. Ich habe zweimal freiwilligen Dienst in Ghana und in Benin gemacht und wusste, dass Europa nicht weniger faszinierend ist. Hier zeigt sich exemplarisch der Wert eines lebendigen und sozialen Europas und deswegen wollte ich mitmachen.

Was hast Du nach Deiner Zeit bei der Filmwerkstatt vor?

Ich werde meinen Master in Globale Political Economy and Development mit Schwerpunkt Friedens-und Konfliktforschung an der Universität Sheffield absolvieren. Die Universität hat bisher 5 Nobelpreisträger hervorgebracht, wer weiß, vielleicht werde ich die 6te sein.

Kawther bei ihrer ersten Begegnung mit Schnee

Was macht Dir bei Deiner Arbeit als Europäische Freiwillige bei der Münchner Filmwerkstatt besonders Spaß?

Neue, sehr begabte und talentierte Menschen jedes Wochenende kennenzulernen und von ihren Geschichten inspiriert zu sein.

Würdest Du gerne im Film- oder Kinobereich weiter arbeiten?

Man weiß nie…

Was würdest Du im Film und Kinobereich ändern, wenn Du könntest?

Geld würde kein Hindernis mehr für Kreativität sein.

Was sind die Herausforderungen bei der Arbeit in der Filmwerkstatt?

Leistungen zu erbringen, die der hohen Professionalität der Münchner Filmwerkstatt entsprechen.

Worauf freust Du Dich besonders in den nächsten Monaten bei der Filmwerkstatt? 

Ich freue mich immer sehr, der Boss von jedem Seminar zu sein.

Vielen Dank, Kawther, für das Interview und den Einblick in Dein Leben!

Wer Kawther persönlich kennen lernen möchte, hat in den nächsten Wochen bei diesen Seminaren die Möglichkeit dazu:

März 2020
21.03.2020 Adobe Premiere Pro
28.03.2020 Schauspielführung

April 2020
18.04.2020 Rechercheseminar „Spannende Figuren“
30.04.2020 Script Supervisor

Eine laufend aktualisierte Übersicht all unserer Seminare – mit Kawther und Emma – ist unter filmseminare.de zu finden.
Mehr Infos über das Europäische Solidaritätskorps und wie man darüber zur Filmwerkstatt kommt, sind hier zuammengefasst: www.muenchner-filmwerkstatt.de/europaeisches-solidaritaetskorps

Antworten auf häufige Fragen unsere Seminare betreffend, z.B. zu Ort, Uhrzeiten, Unterkunft, Anmeldung, öffentlicher Förderung wie beispielsweise mit den Prämiengutscheinen der Bildungsprämie (durch die bei Vorliegen der Voraussetzungen 50 Prozent des Teilnehmerbeitrags übernommen werden) u.v.a.m., finden sich unter www.filmseminare.de/muenchen/faq – die dort niedergelegten Regelungen sind gleichzeitig auch unsere Vertragsbedingungen.

Filmfestspiele in der Hauptstadt – die BERLINALE hat begonnen

Vom 20. Februar bis 01. März finden die 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin mit viel Promis, Blitzlichtgewitter und ja, auch wirklich guten Filmen, statt. Es ist sicher streitbar, ob so ein großes Filmfest die ganze Aufmerksamkeit auch in diesem Maß verdient, wo doch viele andere kleinere Festivals national und international mehr Beachtung bekommen sollten. Es ist aber auch eine Chance, durch den ganzen Glamour rund um die Berlinale, Film und die Branche einer größeren und breiteren Masse nahe zu bringen und somit Interesse für junge oder weniger bekannte Filmemacher oder Festivals zu wecken. Wer nicht nur Interesse am Filme schauen hat, sondern selbst auch aktiv Filme produzieren oder mehr über das Filmemachen erfahren möchte, der kann sich in unseren Seminaren informieren und weiterbilden. Hier einige ausgewählte Termine aus unserem Programm:

DOKUMENTARFILMPRODUKTION am 07. und 08. März 2020

Ingo Fliess produziert seit über 10 Jahren mit seiner eigenen Produktionsfirma preisgekrönte Dokumentarfilme. An diesem Wochenende erläutert er Themenwahl, Konzeptentwicklung und -präsentation, Umgang mit öffentlich-rechtlichen Fernsehredaktionen, mit Filmförderanstalten und Verleihern, die verschiedenen Finanzierungsmodelle für Dokumentarfilme – und vieles andere mehr! www.filmseminare.de/dokumentarfilmproduktion

RECHERCHESEMINAR ‚SPANNENDE FIGUREN‘ am 18. und 19. April 2020

Dr. med. Pablo Hagemeyer führt an diesem Wochenende in die Welt der Persönlichkeitsstörungen ein und zeigt, wie sie sich für die Entwicklung fiktionaler Stoffe nutzen lässt. Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie baut Brücken zwischen Medizin und Filmbranche – für Autoren, Produzenten, Redakteure und alle, die auf der Suche nach spannenden und glaubwürdigen Filmstoffen sind.
www.filmseminare.de/persoenlichkeitsstoerungen

DREHBUCHHANDWERK am 09. und 10. Mai 2020

Frank Raki und Christoph von Zastrow sind erfahrene Drehbuchautoren und Lektoren, die sich im Seminar „Drehbuchhandwerk“ im November in die Karten schauen lassen. Ihr Ansatz der Gegenüberstellung klassischer Modelle eignet sich nicht nur für Einsteiger, die professionelle Anleitung suchen, sondern auch für bereits Fortgeschrittene, die die Systematik hinter dem Theorienwirrwarr begreifen wollen.
www.filmseminare.de/drehbuchhandwerk

DRAMATURGIE DER SYSTEME MIT ‚THE HUMAN FACTOR‘ am 16. und 17. Mai 2020

In seinem Blog prognostiziert Roland Zag seit Jahren mit beängstigender Genauigkeit Tops und Flops des deutschen und internationalen Kinomarktes. An diesem Wochenende erläutert der studierte Philosoph und Musikwissenschaftler seinen Ansatz – und wie ihn sich Autoren schon frühzeitig zu Nutze machen können. Das Seminar richtet sich natürlich gleichermaßen auch an Produzenten, Verleiher und Redakteure – sie könnten mit dem hier vermittelten Wissen viel Geld sparen…
www.filmseminare.de/the-human-factor

Eine vollständige, laufend aktualisierte Übersicht unseres Programms unter www.filmseminare.de zu finden.
Diese und alle anderen Seminare aus unserem Programm können auch zur Mitarbeitermotivation oder als Geschenk für Geschäftspartner, Mitarbeiter, Kunden, Freunde oder Kinder gebucht werden!
Antworten auf häufige Fragen z.B. zu Ort, Uhrzeiten, Unterkunft, Anmeldung, öffentlicher Förderung z.B. mit den Prämiengutscheinen der Bildungsprämie (durch die bei Vorliegen der Voraussetzungen 50 Prozent des Teilnehmerbeitrags übernommen werden) u.v.a.m. finden sich unter www.filmseminare.de/muenchen/faq – die dort niedergelegten Regelungen sind gleichzeitig auch unsere Vertragsbedingungen.

Filmwerkstatt privat: Unsere Europäische Freiwillige Emma im Interview

Die Münchner Filmwerkstatt nimmt schon seit geraumer Zeit an der Initiative Europäische Solidaritätskorps, früher Europäischer Freiwilligendienst, der Europäischen Union teil. Seit Herbst 2019 haben wir wieder zwei „Freiwillige“ in unserem Team, Emma Gensane und Kawther Bahrouni, die uns bei der Münchner Filmwerkstatt in allen Bereichen unterstützen. In diesem Newsletter erzählt Emma im Interview über sich, ihre Arbeit und ihre Pläne für die Zukunft.

Hallo Emma, Du bist im Rahmen des Europäischen Solidaritätskorps zu uns nach Deutschland gekommen. Woher kommst Du?

Ich komme aus Dünkirchen, einer kleinen Stadt in Nordfrankreich. Ich bin am Meer gross geworden, mit drei Brüdern, das vermisse ich sehr! Alle Arten von Kunst waren in meiner Familie wichtig: wir haben alle Musik gespielt, wir hatten eine grosse Bibliothek und gute DVDs. Ich wurde mit den Miyazaki Filme gefüttert!

Unsere Europäische Freiwillige 2019/2020 Emma Gensane

Was hast Du gemacht, bevor Du zu uns nach München gekommen bist?

Ich habe Jura studiert in Lille, Vilnius und Toulouse – ich habe einen M1 in International and European Law. Mir war schon vorher klar, dass ich nicht in diese Richtung gehen werde, aber das Studium war sehr interessant und es mir viel beigebracht, insbesondere kritisches Denken und sehr genaues Arbeiten.

Wie bist Du zur Filmwerkstatt gekommen?

Ganz einfach, wie viele andere Europäische Freiwillige: über die European Solidarity Corps website.

Und warum wolltest Du zur Münchner Filmwerkstatt?

Das Angebot hat mich sofort angesprochen. Nach meinem Studium wollte ich im kulturellen Bereich Erfahrung sammeln, und das war die perfekte Möglichkeit: Eine Mischung aus kreativer Umgebung und der Erfahrung, wie ein Verein funktioniert. Ausserdem denke ich seit langem, dass Kultur und Weiterbildung eine von den wichtigsten Säulen sind, und das ermöglicht die Münchner Filmwerkstatt. Ich habe erst seit ich hier arbeite erfahren, dass unsere gemeinnützige Vereinsstruktur in der Weiterbildung etwas außergewöhnlich ist – was unsere Mission noch wichtiger macht! Teilnehmer kommen aus Berlin, Hamburg, Köln…

Was interessiert Dich an Film bzw. am Kino?

Film und Kino sind eine sehr einzigartige Art von Kunst. Einen Film kann man sich mehrmals und überall angucken. Klar kann man Musik streamen und sich Malerei im Internet angucken, aber die Energie eines Konzertes ist einmalig und immer anders! Genauso wie ein Photo eines Gemäldes nicht dieselben Emotionen erzeugt, als wenn man es IRL sieht. Mit Filmen ist es anders! Filme sind auch aktuell die verbreiteste Kunst in den Industrieländern und deshalb ist es bestimmt die beste Möglichkeit, um eine Botschaft mitzuteilen.

Wie wurdest Du auf das Europäische Solidaritätskorps aufmerksam? Warum hast Du mitgemacht?

Ich wollte im kulturellen Bereich ein bisschen Erfahrung sammeln und das war die perfekte Möglichkeit. Und ich hatte schon am EU-Programm Erasmus+ teilgenommen, in Vilnius, und das war einfach toll. Ich hatte wieder Lust in einem anderen Land zu wohnen und neues zu entdecken. Die EU ermöglicht so viel für junge Leute und das wir einfach so in einem anderen Land Freiwillige sein können, ist sehr schön.

Was hast Du nach Deiner Zeit bei der Filmwerkstatt vor?

Ich würde gerne noch ein Jahr in Deutschland part-time arbeiten und mich parallel in einer feministischen Organisation engagieren. Danach möchte ich ein Sender Studies Master machen, gerne in Holland oder UK! Mein Traum ist es, für die EU im Gender Equality Bereich zu arbeiten, vielleicht im European Institute for Gender Equality in Vilnius!

Emma als Statistin beim Seminar „Kurzfilm von A bis Z“

Was macht Dir bei Deiner Arbeit als Europäische Freiwillige bei der Münchner Filmwerkstatt besonders Spaß?

Es ist sehr cool zu sehen, dass die Leute sich über unsere Arbeit freuen. Ein Teilnehmer hat am letzten Wochenende gesagt: «Vielen Dank, ich habe mich sehr wohl gefühlt.» Ich weiss, dass es ein bisschen einfach klingt, aber Leute sind happy wenn sie am Samstag morgens ankommen und alles ist schön für sie vorbereitet und sie können entspannt Kaffee trinken und ihr Seminar erleben. Und es ist auch spannend, jedes Wochenende neue Leute kennenzulernen und zu sehen, was sie alles machen und wie viel es zu machen gibt.

Würdest Du gerne im Film- oder Kinobereich weiter arbeiten?

Ehrlich gesagt, nein, ich finde es für ein Jahr toll, aber es ist nicht meine Leidenschaft.

Was würdest Du im Film und Kinobereich ändern, wenn Du könntest?

Mehr Frauen, people of colors, und Leute aus der LGTQ+ Community! 

Was sind die Herausforderungen als Europ. Freiwillige bei der Arbeit in der Filmwerkstatt?

Ich glaube, wir haben mehr Verantwortung als andere Freiwillige. Es ist toll, dass man uns so vertraut, wir lernen sehr viel. Wir hatten vorher keine Ahnung, wie man ein Seminar organisiert, das hat etwas Angst gemacht, aber Martin Blankemeyer war immer da, um uns zu stärken und uns Selbstbewusstsein zu geben.

Worauf freust Du Dich besonders in den nächsten Monaten bei der Filmwerkstatt? 

Ich freue mich total auf dem Seminar « Bayrisch für Schauspieler », bald kann ich bayrisch mit einem französischen Akzent sprechen!

Emma bei ihrer Lieblingsbeschäftigung: Eis essen!

Vielen Dank, Emma, für das Interview und den Einblick in Dein Leben! Mehr Infos über das Europäische Solidaritätskorps und wie man darüber zur Filmwerkstatt kommt, sind hier zuammengefasst: www.muenchner-filmwerkstatt.de/europaeisches-solidaritaetskorps

Wer Emma oder Kawther persönlich kennen lernen möchte, hat bei unseren Seminaren die Möglichkeit dazu. Eine laufend aktualisierte Übersicht unserer Seminare ist unter filmseminare.de zu finden. Antworten auf häufige Fragen z.B. zu Ort, Uhrzeiten, Unterkunft, Anmeldung, öffentlicher Förderung wie beispielsweise mit den Prämiengutscheinen der Bildungsprämie (durch die bei Vorliegen der Voraussetzungen 50 Prozent des Teilnehmerbeitrags übernommen werden) u.v.a.m. finden sich unter www.filmseminare.de/muenchen/faq – die dort niedergelegten Regelungen sind gleichzeitig auch unsere Vertragsbedingungen.

Filme machen ohne Geld? Ja, das geht!

Wer als Filmemacher gerade noch am Anfang steht oder ein Projekt jenseits des kommerziellen Mainstreams umsetzen möchte, kommt schnell an den Punkt, wo klassische Finanzierungsmöglichkeiten nicht greifen. Für Viele bedeutet dies das Aus für ihr Filmprojekt. Nach dem demotivierenden Motto: No Budget – No Film! Die Münchner Filmwerkstatt begründet sich quasi auf dem Credo, genau diese Situation für Filmemacher nicht eintreffen zu lassen und bietet daher seit Anbeginn das Seminar „Filme machen ohne Geld“ an.

Entstehung des Seminars

Dozent und Filmwerkstatt-Vorstand Martin Blankemeyer stand bei seinem Abschluss an der Filmhochschule selbst vor der Herausforderung, weder bei einer Produktionsfirma noch bei der Filmförderung Unterstützung zu finden und produzierte daher seinen Film kurzerhand selbst. Inzwischen kann er auf mehr als ein Dutzend eigene No-Budget-Produktionen zurückblicken und gibt seine Erfahrungen und Tipps seit über zehn Jahren an Seminarteilnehmer weiter. Im Kurz-Interview erklärt Martin Blankemeyer, wer die Zielgruppe ist und warum es für die Branche wichtig ist, dass es No-Budget-Produktionen gibt.

Dozent und Filmwerkstatt-Vorstand Martin Blankemeyer (Photo: Peter Boettcher)

Martin, Wer ist die konkrete Zielgruppe des Workshops?

Die Zielgruppe sind Leute, die Filme machen wollen und sich bei den klassischen Finanzierungsquellen kaum Hoffnungen machen können. Entweder, weil sie zu unbekannt sind, oder weil sie Projekte haben, die dort kaum Aussicht auf Erfolg haben. Ich versuche den Leuten von meinen Erfahrungen, die ich teilweise für teures Geld machen musste, etwas weiterzugeben. Der Regelbetrieb sitzt natürlich da und sagt „Geht nicht.“ Stimmt aber nicht. „Geht schon. Man muss einfach machen.“

Worin besteht für dich die Notwendigkeit von No-Budget-Produktionen?

Es gibt zwei große Anwendungsfälle. Das eine ist, den Teufelskreis des Unbekanntseins zu durchbrechen. Da ist der Wille, Filmemacher zu sein, aber keiner kennt dich. Du musst anfangen zu machen, und am Anfang ist es nicht unwahrscheinlich, dass die regulären Strukturen dir nicht helfen. Das andere sind die inhaltlichen Überzeugungstäter. Es gibt Filme, die würden in unserer Förderlandschaft, von unseren Sendern nicht gemacht werden. Das können z.B. Genrefilme sein oder auch politisch unkorrekteres, mutiges Kino.

Das komplette Interview mit Martin ist hier zu finden.

Das Seminar aus Sicht eines Teilnehmers

Tobias Stille ist Produzent, Regisseur und Drehbuchautor – ein erfolgreicher und erfahrener Fernseh- und Filmemacher also. Dennoch hat er sich dazu entschieden, am Seminar teilzunehmen. Warum, erklärt er im Interview:

Tobias, wie bist Du auf das Seminar „Filme machen ohne Geld“ aufmerksam geworden?

Im Frühjahr 2017 wollte ich „Alle in einem Boot“ als Kinofilm nach eigenem Buch produzieren und inszenieren. Martin kannte ich schon lange, und er hatte mir in der Produktion bei meinem Debütfilm „Ohnmacht“ geholfen. Danach waren wir zusammen im EAVE Producers Workshop mit „Die 36 Tage der St. Louis“. Ich hatte das Drehbuch geschrieben – und wir wollten einen Film mit Geld machen – was bei diesem historischen Stoff auch anders gar nicht gegangen wäre. Leider ist uns das nicht gelungen. Als 2015 die starke Migration aus Nordafrika nach Europa einsetzte, fand ich erstaunliche Parallelen in den Fluchtbiographien und wollte mein überarbeitetes und aktualisiertes Drehbuch vor allem schnell machen – da schied Filmförderung aus.
Ich hatte zwar Erfahrung als creative producer einer konzerneigenen TV-Produktionsfirma, doch da war die Trennung zwischen Development und Akquise auf der einen Seite und Produktionsdurchführung auf der anderen Seite sehr ausgeprägt. Also brauchte ich mehr Ausbildung in diesem Bereich, trotz meiner Kurzfilme. Martin war mit seinen Erfahrungen, nicht zuletzt als Produzent vom „Roten Punkt“, einfach sehr wertvoll, weil es ihm gelungen ist – ganz in der Tradition amerikanischer Independent-Handbücher – das Thema systematisch aufzubereiten und mit mutmachenden Anekdoten zu garnieren.

Produzent von „Alle in einem Boot“ Tobias Stille

Inwieweit hat Dir das Seminar geholfen, Dein damaliges Projekt umzusetzen?

Vielleicht war es nicht das Wissen, sondern eher: Meine Energie mit anderen ein Wochenende lang auf das Thema zu richten. Es waren ja sehr unterschiedliche Ansätze da – aber der Widerstand ist für alle gleich: Film ist ein absurd teures Unterfangen, eigentlich nicht zu machen ohne Geld.

Wie waren die anderen Teilnehmer des Seminars? Habt Ihr heute noch Kontakt? 

Tatsächlich bin ich mit Sascha El Waraki noch in Kontakt. Er hatte „Singles‘ Diaries“ als Filmvorhaben im Seminar dabei und wollte einen Film daraus machen. Er hat es dann tatsächlich geschafft, daraus eine erfolgreiche Serie für joyn zu machen, die jetzt in Fortsetzung geht. Im Moment versuche ich seinen Kinofilm „Brautschau“, eine deutsch-arabische Culture-Clash-Komödie, zu finanzieren.

Was rätst Du Filmemachern, die möglichst unabhängig produzieren wollen und wenig Kapital haben?

Machen! Aber dabei strategisch vorgehen. Und: Ein Netzwerk von motivierten Filmemacher-Kollegen, mit denen man sich ehrlich und auf Augenhöhe austauscht. Ich hatte das Vergnügen, nach „Alle in einem Boot“ von dem Regie-Kollegen Marco Gadge gelöchert zu werden und vielleicht den ein oder anderen Tipp zu geben. Sein No-Budget-Film „Julia muss sterben“ läuft gerade auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis.

Vielen Dank an Tobias Stille für das Interview! Der Kinofilm „Alle in einem Boot“ läuft ab 12. März 2020 im Kino.

Wer das „Seminar Filme machen ohne Geld“ mit Martin Blankemeyer besuchen will, findet hier Gelegenheit:

Weitere Seminare zu diesem Themenbereich sind unter www.filmseminare.de zu finden.

Happy New Year! 2020 voll durch starten

Die Feiertage liegen hinter uns, der Jahreswechsel steht bevor! So kurz nach Weihnachten, wenn es mit jedem Tag wieder ein Stückchen heller wird, schreit alles geradezu nach Aufbruch und Veränderung. Wer beruflich voran kommen will, kann sich mit unseren Seminaren und Workshops stetig weiterbilden. Und wer 2020 noch weiter gehen möchte, kann mit unseren berufsbegleitenden Weiterbildungen Produktionsleitung (IHK), Fictionproducing (IHK) und Regieassistenz (IHK), die im Frühjahr starten werden, den nächsten Karriereschritt machen. Erfahrene und erfolgreiche Profis begleiten die Teilnehmer nicht nur als kompetente Dozenten, die ihr Wissen theoretisch und praktisch vermitteln, sondern fungieren auch als Ratgeber und Netzwerkerweiterer.

Produktionsleitung (IHK)

Die berufsbegleitende Weiterbildung „Produktionsleiter/in (IHK)“ umfasst 26 Wochenenden innerhalb eines Zeitraumes von rund zwölf Monaten und zählt als Vorbereitungskurs für die IHK-Prüfung „Produktionsleiter/in“. Erfahrene Praktiker rund um Kursleiter Marc Oliver Dreher vermitteln alles, was man für dieses spannende Berufsbild wissen muss. Um Interessierten schon im Vorfeld viele Fragen beantworten zu können, gibt es ein aktuelles Interview mit Marc und natürlich die Informationsseite zum Lehrgang Produktionsleitung (IHK).

Fictionproducing (IHK)

Was umfasst das Berufsbild des Fictionproducers? Welche Aufstiegschancen habe ich und was ist aus den Absolventen des letzten Kurses geworden? Kursleiter Hamid Baroua beantwortet ebenso im Interview wichtige Fragen zu unserem Lehrgang und erzählt über seinen beruflichen Werdengang. Weitere Informationen sind auf der Internetseite zum Lehrgang Fiction Producing (IHK) zu finden.

Regieassistenz (IHK)

Gene möchten wir auch in diesem Jahr die Möglichkeit bieten, dieses in der Film- und TV Branche so wichtige Berufsbild fundiert und qualifiziert zu erlernen. Angelehnt an den Rahmenstoffplan der IHK, sowie an den einschlägigen Berufsbildern von BVR und BVP, bieten wir den Teilnehmern an 52 Tagen bzw. 26 Wochenenden innerhalb eines Zeitraumes von rund einem Jahr eine umfassende Qualifizierungsmaßnahme. Durch die enge Zusammenarbeit mit den anderen Kursteilnehmern und den Dozenten ergibt sich zusätzlich noch ein unverzichtbares Netzwerk, was das berufliche Weiterkommen ernorm voran bringen kann. Weitere Fragen beantwortet unsere Lehrgangs-Seite rund um den Lehrgang Regieassistenz (IHK).

Cutter-Kurs in Vollzeit

Im Frühjahr 2020 wird auch wieder der Vollzeitkurs „Cutter/in in Film und TV“ starten. Die Teilnehmer kommen hier in über 14 Wochen am Stück jeweils montags bis freitags zusammen und erlernen in rund 560 Unterrichtseinheiten das Berufsbild des Cutters kennen. Sowohl die Weiterbildungsmaßnahme „Cutter/in Film und TV“ als auch wir als Maßnahmenträger sind durch die APV Zertifizierungs-GmbH, einer von der Bundesagentur für Arbeit als fachkundig anerkannten Stelle, nach der AZAV zertifiziert. Außerdem gehören wir dem MedienCampus Bayern e.V. an. Wichtige Fragen zum Kurs werden auf der Kursinformationsseite zum Cutter-Lehrgang beantwortet.

Neben unseren langlaufenden Weiterbildungen organisiert die Filmwerkstatt auch 2020 wieder ein vielfäliges Programm von zwei- bis viertätigen Seminaren und Workshops zu allen Aspekten rund ums Filmemachen: Von Stoffentwicklung und Drehbuch über Schauspiel, technische Neuerungen und rechtliche Fragen, bis hin zu Vermarktung und Vertrieb von Produktionen – eine vollständige und laufend aktualisierte Übersicht ist unter www.filmseminare.de zu finden.

Wir wünschen allen Filmschaffenden, Freunden und Kollegen aus unserem Netzwerk einen guten Start in ein gesundes, glückliches und erfolgreiches neues Jahr 2020!

Ticktack, gleich ist Weihnachten!

Nur noch wenige Tage und dann ist schon wieder Weihnachten. Und langsam macht sich bei einigen Leuten diesbezüglich Panik breit, wenn sie noch nicht alle Geschenke beisammen haben. Dabei gibt es doch so viele Wege und Möglichkeiten zu beschenken. Zum Beispiel mit unserer Weihnachtsaktion! Oder mal was Gutes tun beim Online-Shopping (und das nicht nur zur Weihnachtszeit).

Zukunft verschenken!

Wer sich weiterbildet, ist gefragt! Gerade in den letzten fünf Jahren hat der durch Netflix und Amazon ausgelöste Serienboom eine deutlich erhöhte Auslastung der qualifizierten Filmschaffenden mit sich gebracht. Dazu kommt noch die Digitalisierung, die die Abläufe und Arbeitsprozesse im Produktions- und Postproduktionsbereich fortlaufend verändert – Wer sich hier nicht konsequent und wiederholt über Neuerungen informiert und diese qualifiziert umsetzen kann, wird es langfristig schwer auf dem Arbeitsmarkt haben. Heißt aber im Umkehrschluss: Wer sich weiterbildet, investiert optimal in die eigene Zukunft! Mit unserer Weihnachtsaktion kann man ganz einfach auch Anderen die Möglichkeit bieten, an unseren Seminaren teilzunehmen.

Jetzt buchen, später entscheiden

Noch bis zum 25. Dezember 2019 gilt: Alle Seminare in 2020, die bis dahin gebucht werden, können in der Zeit bis zum 10. Januar 2020 kostenlos auf ein anderes Seminar aus unserem Programm umgebucht werden. Das heißt, wenn der Beschenkte sich also mehr für ein anderes Seminar interessiert oder zu dem gebuchten Zeitpunkt nicht kann, ist das kein Problem und kann einfach umgebucht werden (im Falle eines Preisunterschiedes muss dieser ausgeglichen werden). Und natürlich kann man nicht nur Anderen so eine Freude machen, sondern kann sich auch selbst sinnvoll beschenken. Mehr Informationen zu unserer Weihnachtsaktion sind hier zu finden.

Helfen und shoppen

Wer lieber anders schenkt und online über Amazon bestellt, kann auch hier ganz nebenbei und ohne viele Aufwand Gutes tun. Mit „AmazonSmile“ hat man das gewohnte Einkaufserlebnis wie auf der normalen Amazon-Seite, nur das bei Eingabe dieser URL Amazon 0,5% der Einkaufssumme an eine vom Kunden vorher gewählte soziale Organisation weitergibt. Auch die Münchner Filmwerkstatt steht hier zur Auswahl und unterstützt, auch mithilfe dieser Einnahmen, beispielsweise Produktionen künstlerisch wertvoller Filme oder die Entwicklung neuer Seminarformate. Neben der Filmwerkstatt stehen noch viele andere Organisationen, die großartige Arbeit leisten und jede Unterstützung brauchen können, zur Auswahl und der Kunde kann seine Entscheidung bei jedem Einkauf neu treffen. Weitere Informationen sind unter smile.amazon.de zu finden.

Weihnachtsfeier der Münchner Filmwerkstatt

Frohes Fest aus der Filmwerkstatt

Die Filmwerkstatt ist nur deshalb so beständig erfolgreich, weil wir alle gemeinsam gerne daran arbeiten, Filmschaffenden die bestmögliche Weiterbildung zu bieten. Daher freuen wir uns auch besonders, wenn bei unserem Weihnachtsessen Dozenten und Mitarbeiter zusammenkommen und einen unbeschwerten und fröhlichen Abend gemeinsam verbringen. Am gestrigen Donnerstag, 19.12., war es wieder soweit: Wir haben gemeinsam gegessen, uns ausgetauscht und rundum einen netten Abend zusammen verbracht. Und auf diesem Weg möchten wir auch allen Filmschaffenden, Freunden und Kollegen aus unserem Netzwerk fröhliche Weihnachten und entspannte Feiertage wünschen!

Traumberuf: Fiction Producer!

Mit unserer Weihnachtsaktion schauen wir ja schon mit Vollgas auf die Seminare im neuen Jahr. Genauso spannend ist auch der Ausblick auf die für das Frühjahr geplanten, berufsbegleitenden Weiterbildungslehrgänge mit IHK-Abschluss, die wir anbieten. Diese sind mit einer Meisterausbildung vergleichbar und vermitteln alle grundlegenden Voraussetzungen für das jeweilige Berufsbild. Den Kurs „Produktionsleitung (IHK)“ haben wir bereits vorgestellt und für diesen Newsletter hat uns Hamid Baroua, Produzent und Drehbuchautor sowie Geschäftsführer der Sappralot Productions, im Interview über das Berfufsbild des Fiction Producers grundlegende Fragen beantwortet.

Dozent und Kursleiter Hamid Baroua
Copyright by Andre Poling

Hamid, was zeichnet für Dich das Berufsbild des Fiction Producer aus?

Was das Berufsbild auszeichnet ist zugleich auch der größte Reiz an diesem Beruf: Es einfach unfassbar vielseitig! In Abhängigkeit davon, was im Rahmen von Zielvorgaben individuell vereinbart wird und was einem selbst auch am besten gefällt, erstreckt sich die Arbeit über den gesamten strategischen und operativen Prozess der Filmherstellung. Dabei dreht sich alles um eine kreative Idee mit einer Geschichte, die als filmisches Werk hervorgebracht werden muss.

Welche Funktionen haben die Fiction Producer?

Die Fiction Producer haben zwei ganz wesentliche, großartige Funktionen, was das Filmemachen angeht – sowohl im Selbstständigen, als auch im Angestelltenverhältnis: Sie schließen die Schnittstelle zwischen Produzenten/Produktion auf der einen Seite und Sendern, Verleihern, Vertriebspartnern und Förderern auf der anderen Seite. Zudem sind sie eine alles umspannende Konstante, was das Filmwerk betrifft. Immer kompetent auf Höhe aller inhaltlichen, dramaturgischen als auch wirtschaftlichen Anforderungen. Fiction Producer treten daher in der Phase der Stofffindung, Stoffentwicklung und dem Packaging initiativ und konzeptionell in Erscheinung. Sie arbeiten zugleich durch- bzw. ausführend in der Filmherstellung und haben immer die künstlerische Qualität im Einklang mit dem Budget engmaschig im Blick. In unterschiedlichen Konstellationen müssen sie gemäß ihrer Zielvorgabe in diesem Spannungsfeld zwischen Kreativität und Rentabilität mit allen am gesamten Herstellungsprozess verantwortlich Beteiligten bis zur Fertigstellung und Lieferung im ständigen Austausch sein und haben parallel mit ihrem Netzwerk die Entwicklung und Bedürfnisse des Film- und TV Marktes bereits für das kommende Projekt im Blick.

Welche Ausbildungsmöglichkeiten gibt es?

Ganz am Anfang ist eine Ausbildung von zwei Seiten her üblich. Das heißt von der theoretischen Seite her, hin zur fundierten Praxiserfahrung bei der Filmherstellung, und umgekehrt. Die Mischung aus beidem ist das A und O, gerade weil Fiction Producing unterschiedlicher Kompetenzen bedarf. Da Fiction Producer bei Film und Fernsehen niemals auslernen und sich Prozesse immer weiter entwickeln lassen, ist eine sattelfeste theoretische Ausbildung, die immer auf dem neuesten Stand ist bzw. ständig aktualisiert werden muss, genauso unabdingbar, wie die langjährige Praxiserfahrung.

Was sind die Berufsaufstiegschancen?

Die Berufsaufstiegschancen sind sehr gut, weil man schon fast ganz oben ist! Spätestens dann, wenn Fiction Producern die Budgetverantwortung alleine überlassen wird, sind sie als leitende oder geschäftsführende Angestellte einer Produktionsfirma zum Produzent oder Head-Of Production aufgestiegen – oder sie agieren als freier Produzent selbstständig und unabhängig. Bei einem Übertritt auf Senderseite spiegelt sich dies unter ganz bestimmten Vorausetzungen beim Wechsel zum/zur RedakteurIn und im weiteren Verlauf hin zum leitenden/zur leitenden RedakteurIn wider.

Wie war Dein Berufseinstieg?

Nach einer kaufmännischen Ausbildung und kurzer Berufstätigkeit in diesem Bereich, habe ich parallel zu Aus- und Fortbildungsmaßnahmen als Redaktions- und Technikassistent professionelle Fernseh- und Filmluft geschnuppert und anschließend an der Hochschule für Fernsehen und Film München studiert. Während des Studiums war ich von den theoretischen Inhalten genauso fasziniert, wie von den Praktischen. Auf verschiedenen Gebieten des Filmemachens die Balance aus Theorie und Praxis halten zu müssen, lag mir von Anfang an sehr. Nach dem Studium arbeitete ich daher nach kurzer Zeit als Produktionsleiter und Postproduction Manager und danach sehr rasch erst als freier, und schließlich als angestellter Producer.

Wie ist die Nachfrage am Markt bzw. wie sind die Berufsaussichten?

Der gesamte Film- und Fernsehmarkt befindet sich durch die Digitalisierung in einer rasant zunehmenden Diversifizierung. Gleich geblieben ist indes die Suche nach den besten filmischen Geschichten, nach Finanzierungen und der Bedarf nach herausragenden Talenten, um ein erfolgreiches Ergebnis zu erzielen. Qualifizierte Fiction Producer sind dabei der Schlüssel zum Erfolg.

Wie hat sich das Berufsbild in den letzten 10 Jahren verändert, insbesondere durch Weiterbildungsangebote?

Das Berufsbild konnte sich dadurch klarer und eindeutiger definieren und positionieren. Ich habe noch die Frage von einigen älteren Filmschaffenden im Ohr als ich anfing, was ein Producer denn eigentlich genau machen würde… und jetzt ist seit kurzem ‚Producing‘ eine eigene Kategorie bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises. Und auch Filmproduktionsfirmen sind dahingehend sensibilisiert worden, ihre Mitarbeiter weiterbilden zu lassen, was der Zukunft der gesamten deutsche Filmbranche zu Gute kommt.

Im Vergleich zur HFF – wie siehst Du unseren Lehrgang?

Wie bereits gesagt, die Mischung macht es! Die Verbindung von praktischer Berufserfahrung und Weiterbildung ist unabdingbar, um in einer sich rasant weiterentwickelnden Film- und Medienwelt die berufliche Balance halten zu können.

Was ist aus den Absolventen Deines letzten Kurses geworden?

Einigen bin ich bereits auf Branchenevents begegnet, an denen sie als freie Producer berufsbedingt teilgenommen haben. Mit Anderen hat sich später wiederum zufällig eine Zusammenarbeit ergeben. Wieder Andere sind zu ihrer und meiner Freude im Anschluss an den Kurs in ihrer Produktionsfirma befördert worden.

Vielen Dank, Hamid! Wir freuen uns auf den Lehrgang mit Dir.

Alles rund um den Lehrgang Fiction Producing ist auf unserer Internetseite unter www.muenchner-filmwerkstatt.de zu finden. Ebenso alle Infos zu unseren anderen Lehrgängen sowie zum STOFF.lab und DOK.lab.

Oh Du Fröhliche: Unsere Weihnachtsaktion!

Weihnachten – die Zeit der Besinnlichkeit, der Familie, der Liebe… oder eben auch nicht. Wie man die Weihnachtszeit feiert, bleibt Jedem ganz selbst überlassen. Den weihnachtlichen Gedanken, Jemandem eine Freude mit einem Geschenk zu machen, möchten wir dennoch aufgreifen und mit unserer Weihnachtsaktion geht das Schenken ganz leicht! Ab sofort sind alle Angebote in 2020 Teil unserer Weihnachtsaktion. D.h. jede Seminarbuchung, die bis zum 25. Dezember 2019 für jemand anderen getätigt wird, kann in der Zeit bis zum 10. Januar 2020 kostenlos auf ein anderes Seminar aus unserem Programm umgebucht werden. Wenn der Beschenkte sich also mehr für ein anderes Seminar interessiert oder zu dem gebuchten Zeitpunkt nicht kann, ist das kein Problem und kann einfach geändert werden (im Falle eines Preisunterschiedes muss dieser natürlich ausgeglichen werden). Und warum sich auch nicht selbst mal etwas Gutes tun? Natürlich könnt Ihr die Seminare nicht nur als Geschenk einsetzen, sondern auch selbst besuchen! Einen Ausblick auf unsere Seminare im neuen Jahr gibt es hier im Newsletter und ständig aktualisiert unter www.filmseminare.de. Viel Freude beim Schenken!

Januar 2020

11. und 12. Januar 2020 Tonseminar Der Gute Ton
25. und 26. Januar 2020 Comedy
25. und 26. Januar 2020 Das Geheimnis mitreißender Drehbücher

Februar 2020

01. und 02. Februar 2020 Filmgeschäftsführung
01. und 02. Februar 2020 Hands on DCP
08. und 09. Februar 2020 Filmverleih selber machen
08. und 09. Februar 2020 Werbefilmproduktion
15. und 16. Februar 2020 Filme machen ohne Geld

März 2020

07. und 08. März 2020 Dokumentarfilmproduktion
07. und 08. März 2020 Storyboard zeichnen
14. und 15. März 2020 Visual Effects (VFX)
21. und 22. März 2020 Adobe Premiere Pro
21. und 22. März 2020 Filme drehen mit Kindern und Jugendlichen
28. und 29. März 2020 Arbeits- und Vertragsrecht für Filmschaffende
28. und 29. März 2020 Schauspielführung

April 2020

04. und 05. April 2020 Adobe Premiere Pro – erweiterte Funktionen
04. und 05. April 2020 Grundlagen der Bildgestaltung
18. und 19. April 2020 Rechercheseminar „Spannende Figuren“
25. und 26. April 2020 Bairisch für Schauspieler
30. April bis 03. Mai 2020 Script Supervisor

Mai 2020

09. und 10. Mai 2020 Kreatives Produzieren
16. und 17. Mai 2020 Dramaturgie der Systeme mit ‚the human factor‘
16. und 17. Mai 2020 Lichtgestaltung für Film- und Videoprojekte
23. und 24. Mai 2020 DaVinci Resolve als Schnittprogramm

Juni 2020

11. bis 14. Juni 2020 Camera Acting
20. und 21. Juni 2020 Lektorieren von Drehbüchern

Juli 2020

04. und 05. Juli 2020 Filmworkshop Kurzfilm von A bis Z
04. und 05. Juli 2020 Nonfiktionales Storytelling
11. und 12. Juli 2020 Filmfinanzierung in Deutschland
18. und 19. Juli 2020 Drehbuchhandwerk

Oktober 2020

10. und 11. Oktober 2020 Color Grading
17. und 18. Oktober 2020 DSLR-Workshop
24. und 25. Oktober 2020 Erfolgreich Fernsehkrimis schreiben

November 2020

21. und 22. November 2020 Film verstehen
21. und 22. November 2020 Filmschnitt und Montage
28. und 29. November 2020 Filmhochschul-Bewerbungstraining

Antworten auf häufige Fragen z.B. zu Ort, Uhrzeiten, Unterkunft, Anmeldung, öffentlicher Förderung z.B. mit den Prämiengutscheinen der Bildungsprämie (durch die bei Vorliegen der Voraussetzungen 50 Prozent des Teilnehmerbeitrags übernommen werden) u.v.a.m. finden sich unter www.filmseminare.de/muenchen/faq – die dort niedergelegten Regelungen sind gleichzeitig auch unsere Vertragsbedingungen.



Kulturreferent Anton Biebl in der Filmwerkstatt und unsere aktuellen Seminare

Am 26. September 2019 begrüßte Filmwerkstatt-Vorstand Martin Blankemeyer Münchens neuen Kulturreferenten Anton Biebl und Referatsmitarbeiterin Barbara Westphal in der Filmwerkstatt und informierte über unser umfangreiches Seminarangebot und zukünftige Projekte.

V.l.n.r. Anton Biebl (Kulturreferent Stadt München), Barbara Westphal (Kulturreferat Stadt München), Martin Blankemeyer (Vorstand der Filmwerkstatt)

In unserem aktuellen Seminarprogramm habt ihr bereits die Möglichkeit, euch nicht nur weiterzubilden, sondern auch gemeinsam mit den anderen Teilnehmern ein großes Netzwerk zu generieren. Zudem stehen euch mit unseren Dozenten, die direkt aus der Branche kommen, erfahrene Praktiker mit fundierter Erfahrung zur Seite. Welche Seminare in den nächsten Wochen anstehen, könnt ihr im Folgenden sehen:

ERFOLGREICH FERNSEHKRIMIS SCHREIBEN am 12. und 13. Oktober 2019

Der Krimi ist die Besonderheit der deutschen Fernsehlandschaft – kein anderes Genre wird so viel produziert, und kein Genre unterscheidet sich so stark von der klassischen Dramaturgie. Martin Thau, Mastermind der Drehbuchwerkstatt an der Hochschule für Fernsehen und Film München, lüftet im Rahmen seines Wochenendseminars die Geheimnisse dieses Formats und gibt interessierten Autoren das nötige Wissen und geeignete Hilfsmittel an die Hand, um in diesem Markt zu reüssieren.
www.filmseminare.de/fernsehkrimis-schreiben

GRUNDLAGEN DER BILDGESTALTUNG am 12. und 13. Oktober 2019

Regisseurin und Kamerafrau Julia Daschner, ausgezeichnet mit dem Preis für die beste Bildgestaltung, vermittelt an diesem Wochenende, wie ein Film „gut ausschaut“ – also was eine gute Bildsprache ausmacht und wie diese gelingt – egal ob beim Privatvideo oder dem eigenen Filmprojekt. Dafür erläutert sie die Grundbegriffe der Kameraarbeit sowie alle Regeln für eine gelungene Bildkomposition.
www.filmseminare.de/bildgestaltung

DSLR-WORKSHOP am 19. und 20. Oktober 2019

Christoph Harrer, der seit über 15 Jahren als freiberuflicher Kameramann u.a. für das ZDF und RTL arbeitet, vermittelt in diesem Workshop alles Wissenswerte über den Umgang von digitalen Photokameras mit Videofunktion, die mit ihrem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis der perfekte Einstieg in die Profiliga in Sachen Bildqualität sind. Von der richtigen Konfiguration der Kamera über die sinnvolle Zusammenstellung der Ausrüstung, bis zum Postproduktions-Workflow wird nicht nur das nötige theoretische Wissen vermittelt, sondern dieses im Rahmen kleiner Dreharbeiten auch in der Praxis angewendet.
www.filmseminare.de/dslr-workshop

FILM VERSTEHEN am 19. und 20. Oktober 2019

Michael Wolf, langjähriger Mitarbeiter der kommunikations- und medienwissenschaftlichen Abteilung der Hochschule für Fernsehen und Film München, ist unser Spezialist für den klugen Blick. In diesem Seminar eröffnet er den Teilnemern neue Perspektiven auf ein Medium, das wir alltäglich und oft etwas gedankenlos konsumieren – von Grundlegendem bis zur Vorstellung der alleraktuellsten Theoretiker, anschaulich erklärt anhand vieler Filmausschnitte.
www.filmseminare.de/filmanalyse

NONFIKTIONALES STORYTELLING am 26. und 27. Oktober 2019

Daniel Sponsel, künstlerischer Leiter und Geschäftsführer des DOK.fest München, führt an diesem Wochenende in die besondere Dramaturgie non-fiktionaler Formate ein. Die Teilnehmer lernen dabei, was es beim Storytelling zu beachten gibt und erlangen so die Fähigkeit, sich bereits bei den Recherchen auf das wirklich Wichtige zu konzentrieren, ihre Themen zu schärfen und sie natürlich auch packend zu erzählen.
www.filmseminare.de/dramaturgie-dokumentarfilm

CAMERA ACTING vom 31. Oktober bis 3. November 2019

In diesem viertägigen Workshop unter der Leitung von Hendrik Martz erlernen die Teilnehmer die nötige Technik, um sicher und souverän vor der Kamera zu agieren – und können das finale Ergebnis als eigene Szene mit nach Hause nehmen! Nach dem theoretischen Unterricht zur „Conrad Technique“ wird diese durch viele praktische Übungen und die Improvisation vor der Kamera in verschiedenen Szenen einstudiert, aufgezeichnet und ausgewertet. Dabei lernen die Teilnehmer vor der Kamera zu überzeugen und erhalten zum Abschluss den „Beweis“ dafür gleich mit, den sie natürlich auch für ihr show reel verwenden können!
www.filmseminare.de/camera-acting

EINFÜHRUNG IN DIE LICHTBESTIMMUNG am 2. und 3. November 2019

Zu Zeiten der analogen Filmproduktion war die Lichtbestimmung, auch Farbkorrektur oder Color Grading genannt, eine der großen Geheimwissenschaften. Im Zuge der digitalen Demokratisierung der Filmproduktion ist auch diese heute allgemein zugänglich. Jedermann kann sie nun nutzen, um z.B. bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen gemachte Aufnahmen aneinander anzugleichen oder auch, um einen ganz eigenen, spezifischen „Look“ für seinen Film zu kreieren. Matthias „Mazze“ Aderhold und Patrick Plischke zeigen an diesem Wochenende, wie und womit die Profis arbeiten – und wie heutzutage selbst mit Freeware beachtliche Ergebnisse erzielt werden können.
www.filmseminare.de/farbkorrektur

KONFLIKTMANAGEMENT FÜR FILMSCHAFFENDE am 9. und 10. November 2019

Film- und TV-Produktionen erfordern ein erhöhtes Maß an Kommunikation, welches besonders von den Personalverantwortlichen erbracht wird. Durch systemische Aufstellungen von Beispielkonflikten zeigt unser Dozent Marc Oliver Dreher, an welchen Stellen mögliche Kommunikationsschwierigkeiten in der Produktion entstehen können und bringt somit Bewusstsein für mögliche Probleme aber auch Lösungsansätze nahe. Dieses Seminar ist für alle Aspekte der Kommunikation hilfreich und ist fester Bestandteil unserer IHK-Lehrgänge.
www.filmseminare.de/konfliktmanagement

DREHBUCHHANDWERK am 16. und 17. November 2019

Frank Raki und Christoph von Zastrow sind erfahrene Drehbuchautoren und Lektoren, die sich im Seminar „Drehbuchhandwerk“ im November in die Karten schauen lassen. Ihr Ansatz der Gegenüberstellung klassischer Modelle eignet sich nicht nur für Einsteiger, die professionelle Anleitung suchen, sondern auch für bereits Fortgeschrittene, die die Systematik hinter dem Theorienwirrwarr begreifen wollen.
www.filmseminare.de/drehbuchhandwerk

FILMSCHNITT UND MONTAGE am 23. und 24. November 2019

Gewiefte Cutter behaupten gelegentlich, sie könnten aus ein und demselben Rohmaterial gleichermaßen Romantik, Spannung, Trauer, Action oder Comedy herstellen – inwiefern (und wie) das geht, wo die Grenzen liegen und was man bereits beim Drehen dafür beachten muss, erläutert der erfahrene Filmemacher Uwe Wrobel. Dazu macht er die Teilnehmer an diesem Wochenende mit den Grundzügen und Feinheiten der filmischen Montage vertraut.
www.filmseminare.de/montage

FILMHOCHSCHUL-BEWERBUNGSTRAINING am 30. November und 1. Dezember 2019

Das Studium an einer der großen Filmhochschulen vermittelt alles nötige Wissen, aber vor allem ein Netzwerk von unschätzbarem Wert, um in der Filmbranche als Regisseur, Autor, Produzent oder sonst erfolgreich zu sein. Wie eine Bewerbung für einen Studienplatz abläuft, wie man seine Chancen erhöht, aber auch, welche Alternativen es gibt, präsentiert Daniela Parr, die diesen Prozeß selbst erfolgreich durchlaufen hat, an diesem Wochenende.
www.filmseminare.de/filmhochschul-bewerbungstraining

PRODUKTIONSLEITUNG am 30. November und 1. Dezember 2019

Das Aufgabengebiet des Produktionsleiters hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter ausgeweitet. Welche Fäden wo zu ziehen und wie Wirtschaftlichkeit und Kreativität unter einen Hut zu bringen sind vermittelt der erfahrene Produktionsleiter Marc Oliver Dreher. Der Einblick in die Materie ist spannend für Aufnahmeleiter, Produktionsassistenten, angehende Produzenten und alle, die sich für den Beruf des Produktionsleiters interessieren.
www.filmseminare.de/produktionsleitung

KURZFILM VON A BIS Z am 14. und 15. Dezember 2019

Filmemachen ist ein komplexer Prozess, der sich im Normalfall über Monate und oft auch Jahre hinzieht. Unser Dozent Uwe Wrobel, er erlangte 2004 sein Diplom als Film- und Fernsehregisseur an der Hochschule für Fernsehen und Film in München, zeigt im Filmworkshop „Kurzfilm von A bis Z“ einen grandiosen Zeitraffer, der es den Teilnehmern ermöglicht, in nur einem Wochenende alle Stationen einer Filmproduktion selbst zu durchleben. Von der Drehbuchidee bis zur Premiere entsteht ein szenischer Kurzfilm in Gemeinschaftsproduktion. Dabei erfahren und erleben die Teilnehmer alles, was sie schon immer über Filmemachen wissen wollten, sich aber noch nie selbst zu machen getraut haben.
https://www.filmseminare.de/filmworkshop

Antworten auf häufige Fragen z.B. zu Ort, Uhrzeiten, Unterkunft, Anmeldung, öffentlicher Förderung beispielsweise mit den Prämiengutscheinen der Bildungsprämie (durch die bei Vorliegen der Voraussetzungen 50 Prozent des Teilnehmerbeitrags übernommen werden) u.v.a.m. finden sich unter www.filmseminare.de/muenchen/faq – die dort niedergelegten Regelungen sind gleichzeitig auch unsere Vertragsbedingungen. Eine vollständige, laufend aktualisierte Übersicht unseres breiten Programms gibt es unter www.filmseminare.de.

Bundesverdienstkreuz für Martin Blankemeyer

Es ist die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Daher sind wir sehr stolz, dass unser Vorstand Martin Blankemeyer nach der Auszeichnung „München leuchtet“ im Februar nun mit dieser außerordentlichen Ehrung bedacht wurde. Mit seinen Ordensverleihungen möchte der Bundespräsident die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf hervorragende Leistungen lenken, denen er für unser Gemeinwesen besondere Bedeutung beimisst.

In seiner Laudatio stellte Bürgermeister Manuel Pretzl stellvertretend für den Bundespräsidenten das beispiellose Engagement unseres Vorstandes Martin Blankemeyer für die Förderung von Nachwuchs-Filmschaffenden hervor. Insbesondere durch die Arbeit in unserem Verein „Münchner Filmwerkstatt“, den Martin 1995 mitbegründet hat und den er seither als Vorstand führt, hat er große Verdienste bei der beruflichen Erst- sowie Weiterbildung erworben – und das nicht nur in München, sondern bayernweit.

v.l.n.r. Prof. Dr. Joachim Knaf (Hochschule München),
Renate Kürzdörfer (Stadtrat München), Emma Gensane (Europäische Freiwillige), Angelika Pilz-Strasser (Stadtrat München), Florian Roth (Stadtrat München), Sonja Rank (Presse Münchner Filmwerkstatt), Katrin Habenschaden (Stadtrat München), Filmwerkstatt-Vorstand Martin Blankemeyer, Bürgermeister Manuel Pretzl, Melanie Bührdel (Bayerischer Rundfunk), Velina Chekelova (Münchner Filmwerkstatt) (Foto: Michael Nagy/Presseamt München)

Ebenso wurde in der Laudatio der Aufbau unseres umfassenden Lehrgangs- und Seminarprogramms erwähnt, welches es in München so vorher nicht gab und heute interessierte Filmschaffende aus ganz Bayern, aber auch darüber hinaus anzieht. Dazu Martin Blankemeyer:
„Die klassische Aufgabenteilung – der Staat leistet die Erstausbildung, Weiterbildung ist Privatsache bzw. Sache der Wirtschaft – funktioniert in der Filmbranche nicht. Die meisten Firmen sind zu klein und die Dauer der Projekte zu kurz, als dass Produktionsfirmen ausbilden oder in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren würden. Deshalb haben wir vor über zehn Jahren das Weiterbildungsangebot der Filmwerkstatt auf die Beine gestellt – als Selbsthilfeeinrichung der Filmschaffenden und der Filmbranche. Natürlich schmerzt es, dass sich die öffentliche Hand hier nicht auch finanziell engagiert – aber die Wahrnehmung und Anerkennung, die dieses Engagement nun durch ein Bundesverdienstkreuz erfährt, ist eine schöne und wichtige Bestätigung. Ich danke dem Bundespräsidenten für diese Auszeichnung – und dem bayerischen Ministerpräsidenten, dass er mich vorgeschlagen hat.“

Besonders hervorgehoben wurde zudem Martins Engagement in der Produktion von Nachwuchsfilmen durch die Münchner Filmwerkstatt, beispielsweise bei „Der Rote Punkt“, großer Gewinner des Förderpreises Deutscher Film bei den Hofer Filmtagen 2008. Weiter wird in der Würdigung des Bundespräsidenten erwähnt, dass es Martin Blankemeyer gelungen ist, die Münchner Filmwerkstatt als einen wichtigen Pfeiler der Weiterbildung von Film- und Medienschaffenden im süddeutschen Raum zu etablieren.

Die Aushändigung des Verdienstordens im Namen des Bundespräsidenten hat am Mittwoch, den 18.9.2019 im Münchner Rathaus der Bürgermeister der Landeshauptstadt München, Manuel Pretzl, übernommen.

Filmwerkstatt-Vorstand Martin Blankemeyer mit dem Bürgermeister der Landeshauptstadt München, Manuel Pretzl (Foto: Michael Nagy/Presseamt München)

Informationen zum Workshop von Martin Blankemeyer:
www.muenchner- filmwerkstatt.de/2018/04/filme-machen-ohne-geld-workshops-mit-filmwerkstatt-vorstand-martin- blankemeyer