Wie gelingt der Einstieg in die Produktionsleitung?

In unserem zweitägigen Seminar Produktionsleitung erhalten die Teilnehmenden am 13. und 14. Juli 2024 einen professionellen Überblick auf das vielschichtige Berufsbild der Produktionsleitung. Denn mit der Weiterentwicklung und Digitalisierung der Branche ist auch die Funktion der Produktionsleitung über die Jahre immer komplexer geworden. Zum Aufgabengebiet gehört ebenso ein gewisses Maß an Kreativität, da es nicht nur allein um die Erstellung von Drehplänen, um Kalkulation und um Drehabwicklung geht, sondern ebenso um das Vermitteln zwischen technischen, rechtlichen, wirtschaftlichen Belangen und den Ansprüchen der künstlerischen Gewerke, damit höchstmögliche Production Values im Rahmen der Budgets erzeugt werden können.

Neben Professionalität, Fingerspitzengefühl und stets lösungsorientiertem Denken ist die beste Voraussetzung für die Produktionsleitung natürlich fundiertes Wissen. Dieser Basiskurs beinhaltet die Einführung in Ablauf und Struktur einer Produktion, Grundzüge von Kalkulation und Drehplanung, Einblicke in das Personalwesen, die Vertragslage und Rechtesituation sowie das Krisenmanagement einer Produktion. Die Teilnehmenden erhalten so die Möglichkeit, einzuschätzen, ob dieser Beruf für sie in der weiteren Karriereplanung in Frage kommt. Zudem bietet der Dialog mit dem erfahrenen Dozenten Marc O. Dreher, der seit über 20 Jahren als Produzent, Produktionsleiter sowie Systemischer und Change Management Berater in der Film-und Fernsehbranche tätig ist, die Möglichkeit, Fragen von einem Profi beantworten zu lassen sowie das eigene Netzwerk zu stärken.

Dozent Marc O. Dreher

Im Interview mit der Filmwerkstatt hat Marc O. Dreher grundlegende Fragen zum Berufsbild der Produktionsleitung beantwortet und ist auch auf die Entwicklungschancen im Beruf eingegangen:

Marc, welche Funktionen hat die Produktionsleitung?
Die Produktionsleitung plant, organisiert und lenkt den kompletten Ablauf von Film- und Fernsehproduktionen. Von der Vorbereitung über die Dreharbeiten bis hin zur Endfertigung der Projekte. Klingt vielleicht einfach, ist aber meiner Meinung nach der komplexeste Beruf der ganzen Filmbranche, da man als einziger im ganzen Team wirklich alles aus allen Abteilungen wissen sollte.

Was zeichnet Deiner Meinung nach das Berufsbild der Produktionsleitung aus?
Die Produktionsleitung muss auf der einen Seite ein kaufmännisch-kreatives Doppelverständnis mitbringen. Auf der anderen Seite muss sie die vielen unterschiedlichen und komplexen Situationen einer Filmproduktion als Gesamtverantwortliche Stelle mit Wissen, Cleverness und Einfühlungsvermögen steuern.

Wie sind die Berufsaufstiegschancen?
In der Produktionshierarchie ist die Produktionsleitung im Rahmen einer Produktion schon sehr weit oben angesiedelt. Darüber kommen dann noch die Herstellungsleitung und die Produzent*innen. Im Bereich der Sendeanstalten ist diese Position als Inhouse-Produktionsleitung bzw. Produktionsmanagement ebenfalls sehr weit oben.

Wie war Dein Berufseinstieg?
Ich habe das Glück gehabt relativ zeitnah nach der Schule als Assistent eines unabhängigen Münchner Produzenten arbeiten zu können. Danach war ich klassisch Fahrer, Set Aufnahmeleiter und 1. Aufnahmeleiter, um so die notwendige Drehorterfahrung zu sammeln. Zu dieser Zeit fing ich auch schon an, Filmhochschul- und Werbefilmproduktionen als Produktionsleiter zu betreuen. Dann wurde ich Assistent in der Herstellungsleitung und schließlich, in derselben Firma, auch Film-Produktionsleiter. Parallel dazu habe ich eine Ausbildung als Werbe- und Kommunikationswirt absolviert, um zur Praxis auch eine solide kaufmännische Basis zu haben. Oben drauf kam noch eine systemisch-therapeutische Ausbildung, da es mir wichtig war, eine Zweitprofession als berufliche Absicherung zu haben.

Wie ist die Nachfrage am Markt bzw. wie sind die Berufsaussichten?
Durch die neuen Medien und auch durch die Streamingdienste ist das Programmvolumen gestiegen. Früher gab es nur Film, TV und Video – heute ist Filmemachen unendlich vielschichtig geworden. Daher haben wir aktuell, und das wird sich so schnell nicht ändern, in allen qualifizierten Filmberufen einen sehr hohen Bedarf an guten Fachkräften. Und das gilt natürlich auch für den Beruf der Produktionsleitung.

Vielen Dank für das Interview!

Natürlich bieten wir auch eine Vielzahl an Weiterbildungen für andere Arbeitsbereiche von Film- und Medienschaffenden an. Eine Jahresübersicht auf all unsere Seminare sind auf unserem Buchungsportal unter www.filmseminare.de/muenchen/termine zu finden. Für unsere Wochenendweiterbildungen bieten wir bis 14 Tage vor dem Seminartermin noch den Frühbucherrabatt an.

Eine stets aktualisierte Übersicht auf all unsere Seminare und dem jeweiligen Veranstaltungsort ist ganzjährig auf unserem Buchungsportal unter www.filmseminare.de zu finden. Antworten auf häufige Fragen z.B. zu Ort, Uhrzeiten, Unterkunft, Anmeldung u.v.a.m. finden sich unter www.filmseminare.de/muenchen/faq – die dort niedergelegten Regelungen sind gleichzeitig auch unsere Vertragsbedingungen. All unsere Seminare aus unserem Programm können auch zur Firmenweiterbildung, Mitarbeiter*innenmotivation oder als Geschenk für Geschäftspartner*innen, Kund*innen, Freund*innen oder Kinder gebucht werden!

Neues Filmprojekt der Münchner Filmwerkstatt

Endlich ist es wieder soweit! Nach unseren letzten erfolgreichen Filmproduktionen wie bspw. Der Rote Punkt, für den wir u.a. mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet wurden, koproduziert die Münchner Filmwerkstatt nun ein zukunftsweisendes Dokumentarfilmprojekt der Fireglory Pictures in Koproduktion mit Transcendental Media:  

FILM1 / ASAP: As Slow As Possible von den Regisseuren Patrick Shen und Brandon Vedder.

Jonathon Keats auf dem Gelände des Hat Creek Radio Observatory

FILM1/ASAP erforscht die Beziehung der Menschheit zum Vergehen der Zeit. 
Da sich unsere Lebensweise weiterhin exponentiell beschleunigt, werden Langsamkeit und langfristiges Denken zu Akten des Widerstands und sogar zu einer Grundlage des Überlebens. Von den gemächlichen Bewegungen isländischer Gletscher bis hin zu einer 639 Jahre andauernden Musikaufführung in Deutschland kreuzen sich Geschichten geologischer, menschlicher und kosmischer Zeit und nehmen die Zuschauer mit auf eine Reise, die ein ganzheitliches Verständnis von Zeit zum Ziel hat. Als Dokumentarfilm, der sich als Gegenmittel zum immer weiter beschleunigten Rhythmus der Maschinen versteht, nach dem wir Leben derzeit gestalten, präsentiert sich FILM1/ASAP auch als Ausgangspunkt; ein Staffelstab, der von Filmemachern zukünftiger Generationen übernommen wird, die inspiriert sind, ihn weiterzutragen – mindestens bis zum Ende der Aufführung von John Cages Orgel-Komposition in Halberstadt ORGAN²/ASLSP im Jahr 2640FILM1/ASAP ist der Startpunkt eines Narratives, das sich entlang der 639-jährigen Aufführung dieses Stücks entfaltet, und immer wieder die gefrorenen (oder möglicherweise bis dahin geschmolzenen) mythischen Wasser Islands besucht, um auf dem Weg neue Fäden aufzunehmen, einzuweben und weiter zu entwickeln – so langsam wie möglich

Am kommenden Wochenende haben Sie in München die Gelegenheit, sich mit einem solchen Faden dieses ambitionierten Projekts zu beschäftigen, und zwar beim FESTIVAL DER ZUKUNFT des Deutschen Museums, das von Fr. 22. Juli bis So. 24. Juli stattfindet. 

Orgel in Halberstadt für John Cages ORGAN²/ASLSP

Das Deutsche Museum in München präsentiert diese Schnittstelle von Kunst, Ideen und Technologie für eine bessere Zukunft. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird der Künstler, Schriftsteller und experimentelle Philosoph Jonathon Keats seine Arbeiten und Ideen im Kontext seiner Position als „Chief Terrestrial Librarian“ der Library of Great Silence vorstellen; eine Bibliothek, die am Hat Creek Radio Observatory in den USA entwickelt wird. Aber diese Bibliothek wird keine Bücher beherbergen, sondern „Artefakte des Übergangs“, wie er die Fossilien ausgestorbener Arten benennt oder Scherben von Trinitit – einem künstlichen wie gleichermaßen natürlichen Material, das durch den Atombombentest am 16.7.1945 in New Mexico, USA entstand: eine Sammlung, die das Ziel hat Kontext zu bieten für außerirdische Nachbarn und Mitbewohner des Universums und einen Raum zu schaffen, in dem wir zusammenkommen, um darüber sprechen, wie wir überleben und in Zukunft florieren können.

Kuratoriumsvorsitzender der John-Cage-Orgel-Stiftung Rainer O. Neugebauer und Regisseure Patrick Shen und Brandon Vedder in Halberstadt

Besucher des Festivals haben die seltene Gelegenheit, einen ersten Ausschnitt aus FILM1/ASAP-Material zu sehen, das im Rahmen von Keats Präsentation seiner Arbeiten und Ideen rund um die Library of Great Silence ( Sa. 23.07. um 19:00 Uhr auf der Erlebnisbühne) präsentiert wird. 

Weitere Informationen zur Veranstaltung und zum Programm finden Sie hier.

FILM1/ASAP wird 2023 offiziell in Produktion gehen. Einen Teaser und weitere Informationen finden Sie hier

Uhr aus der Privatsammlung Rainer Neugebauers

Um eine nachhaltige Community und einen andauernden Dialog rund um die dringlichen Themen des Films aufzubauen, werden wir im August unsere Crowdfunding / Spendenkampagne rund um den Film starten. Sollten Sie Interesse haben, unser ehrgeiziges Projekt in größerem Rahmen (und steuerlich absetzbar) aktiv zu unterstützen kontaktieren Sie das Team bitte unter asap@fireglory.com. Um über die Möglichkeit des Crowdfundings Teil der Community zu werden bleiben Sie darn an unserem Newsletter. Anfang August informieren wir hier wieder zur Kampagne und den Perks / Goodies, die mit der Unterstützung verbunden sind.

Bei Interesse an unseren Seminaren und Workshops ist eine vollständige, laufend aktualisierte Übersicht unseres Programms auf unserem Buchungsportal unter www.filmseminare.de zu finden. Diese und alle anderen Seminare aus unserem Programm können auch zur Mitarbeitermotivation oder als Geschenk für Geschäftspartner, Kunden, Freunde oder Kinder gebucht werden! Antworten auf häufige Fragen z.B. zu Ort (online, hybrid oder in Präsenz), Uhrzeiten, Unterkunft, Anmeldung, öffentlicher Förderung u.v.a.m. finden sich unter www.filmseminare.de/muenchen/faq – die dort niedergelegten Regelungen sind gleichzeitig auch unsere Vertragsbedingungen.

Seminarportrait: Zwei Tage = ein Film

An nur einem Wochenende einen ganzen Filmherstellungsprozess erleben? In unserem Seminar Zwei Tage = ein Film vom 7. bis 8. Mai machen wir das möglich! Der Workshop ist ein großartiger Zeitraffer, um endlich einmal alle (!) Positionen bei einer Filmproduktion selbst durchlaufen zu können, denn hier darf jeder alles machen. Die Teilnehmer*innen arbeiten dabei in rotierenden Funktionen und Aufgaben – das heißt, jeder kann als Regisseur*in arbeiten, jeder darf mal hinter der Kamera stehen, etc. .

Dieses Seminar ist zum Fragen stellen und umsetzen bestimmt. Gleichzeitig bietet es durch die Betreuung eines vielseitigen Profis als Dozent, Uwe Wrobel, die Möglichkeit, sich viele weiterführende Tipps und Tricks geben zu lassen um erfolgreich in der Projektumsetzung oder der Berufswahl voranzukommen.

Dozent Uwe Wrobel

Das Seminar eignet sich dabei beispielsweise besonders für Fotografen*innen, die von ihren Kund*innen auch filmische Aufträge erhalten und sich so in Bezug auf Drehbuch, Bild- und Tonschnitt weiterbilden wollen. Aber auch für Mitarbeiter*innen aus der Unternehmenskommunikation, die eigene Filme für das Unternehmen herstellen. Gleichzeitig ist der Workshop aber auch ein wunderbarer Einstieg für junge Menschen, die Interesse am Filmemachen haben und so herausfinden können, ob dieser Berufszweig wirklich für sie in Frage kommt. Denn an diesem Wochenende gibt es alles, nur keinen Frontalunterricht! Dabei werden natürlich auch theoretische Grundlagen vermittelt, wie z.B.

Was macht ein Drehbuch spannend?

Wie löst man eine Szene visuell auf?

Worauf muss ich bei der Kameraführung achten?

Wie gehe ich an den Schnitt eines Films ran?

Das Seminar findet in Kooperation mit der LAG Jugend & Film Bayern, dem bayerischen Landesverband des Bundesverband Jugend & Film statt und bis 14 Tage vor Beginn bieten wir zudem einen Frühbucherrabatt an.

All unsere Seminare aus unserem Programm können auch zur Firmenweiterbildung, Mitarbeitermotivation oder als Geschenk für Geschäftspartner, Kunden, Freunde oder Kinder gebucht werden! Antworten auf häufige Fragen z.B. zu Ort, Uhrzeiten, Unterkunft, Anmeldung, öffentlicher Förderung u.v.a.m. finden sich unter www.filmseminare.de/muenchen/faq – die dort niedergelegten Regelungen sind gleichzeitig auch unsere Vertragsbedingungen.

DACHS Drehbuchpreis, fsff & Produzent*innen-Dinner und unsere kommenden Seminare

Durch Weiterbildungsangebote, Lehrgänge und Werkstätten oder als Netzwerkpartner Talente unterstützen – das ist es, was die Münchner Filmwerkstatt seit vielen Jahren engagiert macht. Deshalb freuen wir uns auch besonders, in diesem Jahr im Rahmen des Fünf Seen Filmfestival (fsff) nicht nur unser bekanntes Netzwerkevent Produzent*innen-Dinner stattfinden zu lassen, sondern auch den „DACHS DREHBUCHPREISzu stiften. Der Preis wird dem*r Drehbuchautor*in des Preisträgerfilms, einem aktuellen Spielfilm aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol (DACHS), verliehen und beinhaltet ein Preisgeld in Höhe von 3.000 €.

Zukunft der Drehbücher

Die Verleihung des Preises findet am 21. August um 16:30 Uhr im Kino Starnberg statt. Die Jury aus Saralisa Volm, Franziska An der Gassen und Roland Zag, der auch gemeinsam mit Jochen Strodthoff die Studienleitung bei unserer Autorenwerkstatt STOFF.lab innehat, diskutiert zudem im Panelgespräch, warum so viele gute Drehbücher unverfilmt bleiben, während andererseits ein Mangel an tollen Stoffen besteht. Moderiert wird die Preisverleihung sowie das Panel von Filmwerkstatt-Vorstand Martin Blankemeyer. Im Anschluß an die Veranstaltung findet auf dem Seegrundstück des Münchener Ruder-Clubs ab 18 Uhr das Produzent*innen-Dinner, unser Netzwerkevent für die Absolvent*innen der Projektwerkstatt STOFF.lab statt. Mehr zum Produzent*innen-Dinner sowie die Links zu den Booklets mit den Projekten der Absolvent*innen gibt es im Newsletter vom 27. August 2021.

Wer sich im Bereich Drehbuchschreiben weiterbilden möchte, am 18. und 19. September findet unser Seminar Das Geheimnis mitreißender Drehbücher mit Dozent Martin Thau, der u.a. über 20 Jahre die Studien der Drehbuchwerkstatt München an der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) geleitet hat, statt. Und zum Thema Produzieren mit keinem oder kaum Budget hält Martin Blankemeyer sein Seminar Filmemachen mit Microbudget, in dem er Möglichkeiten zum Filmemachen fernab von gängigen Finanzierungsmöglichkeiten vermittelt. Bis zum 03. September wird bei der Buchung automatisch der Frühbucherrabatt abgezogen, danach gilt wieder die reguläre Seminargebühr.

Unser gesamtes Programm ist unter www.filmseminare.de stets aktuell aufgeführt und mit unserem Frühbucherrabatt sind alle Seminare bis 14 Tage vor Veranstaltungstermin zu einem vergünstigten Preis buchbar. All unsere Seminare aus unserem Programm können auch zur Firmenweiterbildung, Mitarbeitermotivation oder als Geschenk für Geschäftspartner, Kunden, Freunde oder Kinder gebucht werden!
Antworten auf häufige Fragen z.B. zu Ort, Uhrzeiten, Unterkunft, Anmeldung, öffentlicher Förderung – beispielsweise mit den Prämiengutscheinen der Bildungsprämie (durch die bei Vorliegen der Voraussetzungen 50 Prozent des Teilnehmerbeitrags übernommen werden) – u.v.a.m. finden sich unter www.filmseminare.de/muenchen/faq – die dort niedergelegten Regelungen sind gleichzeitig auch unsere Vertragsbedingungen.

Kein Geld, kein Film?

Gute Ideen für neue Filme gibt es wahrscheinlich viele, realisiert werden davon die wenigsten. Selbst bereits erfahrene Filmschaffende setzen ihren Traum vom eigenen Film oft nicht um – des Geldes wegen. Denn einen Film zu produzieren ist teuer! Eigentlich, denn mit dem richtigen Wissen kann mit geringem Budget schon erfolgreich produziert werden. Filmwerkstatt-Vorstand Martin Blankemeyer hält seit über zehn Jahren deutschlandweit Workshops für Filmemacher*innen, die Projekte jenseits der gängigen Finanzierungswege mit Förderern und/oder Sendern machen wollen bzw. müssen.

Martin Blankemeyer hat selbst eine Reihe von Low- und No-Budget-Produktionen erfolgreich umgesetzt: seinen eigenen Regie-Abschlußkurzfilm „Der Tag der Befreiung“, die Filmakademie-Abschlußfilme „nichts bereuen“ und „Das Verlangen“ sowie den Löwen-Gewinner „Die Frau des Polizisten“. Für sein Debüt als Kinoproduzent von „Der Rote Punkt“ wurde er mit dem Bayerischen Filmpreis als „Bester Nachwuchsproduzent“ ausgezeichnet, die letzte Spielfilmproduktion „Un café sans musique c’est rare à Paris“ lief deutschlandweit im Kino und ist auf den gängigen Streaming-Portalen abrufbar.

MB Dez 20
Dozent und Filmwerkstatt-Vorstand Martin Blankemeyer

In seinem Online-Seminar gibt Martin Blankemeyer das Wissen weiter, das es braucht, um unabhängig und erfolgreich Filme zu machen. Dabei richtet sich der Workshop an alle Filmemacher*innen und Interessierte, die es werden wollen und die ohne oder fast ohne Zugang zu den klassischen Finanzierungsinstrumenten wie TV-Koproduktion, Filmförderung und Vorabverkäufen ein Filmprojekt realisieren wollen.

Der nächste Termin ist vormittags an den Wochenenden des 18. und 19. September und 25. und 26. September 2021 und findet online statt. Bis zum 03. September wird bei der Buchung automatisch der Frühbucherrabatt abgezogen, danach gilt wieder die reguläre Seminargebühr. Hier geht’s direkt zur Anmeldung und weiteren Informationen zum Workshopinhalt: www.filmseminare.de/low-budget-spielfilm.

Unser gesamtes Programm ist unter www.filmseminare.de stets aktuell aufgeführt und mit unserem Frühbucherabatt sind alle Seminare bis 14 Tage vor Veranstaltungstermin zu einem vergünstigsten Preis buchbar. All unsere Seminare aus unserem Programm können auch zur Firmenweiterbildung, Mitarbeitermotivation oder als Geschenk für Geschäftspartner, Kunden, Freunde oder Kinder gebucht werden!
Antworten auf häufige Fragen z.B. zu Ort, Uhrzeiten, Unterkunft, Anmeldung, öffentlicher Förderung – beispielsweise mit den Prämiengutscheinen der Bildungsprämie (durch die bei Vorliegen der Voraussetzungen 50 Prozent des Teilnehmerbeitrags übernommen werden) – u.v.a.m. finden sich unter www.filmseminare.de/muenchen/faq – die dort niedergelegten Regelungen sind gleichzeitig auch unsere Vertragsbedingungen.

Ohne Geld kein Film?

Einen eigenen Film zu drehen – für viele Filmschaffende ein unerfüllter Traum. Selbst bereits beruflich erfolgreiche Branchenprofis scheuen oft das lang gehegte Projekt umzusetzen, weil ihnen das Geld fehlt und die Hürden der Finanzierung unüberwindbar scheinen.

Das es auch ohne die üblichen monitären Vorausetzungen geht, vermittelt Filmwerkstatt-Vorstand Martin Blankemeyer in unserem Seminar Filme machen ohne Geld. Martin Blankemeyer hat selbst eine Reihe von Low- und No-Budget-Produktionen erfolgreich umgesetzt: seinen eigenen Regie-Abschlußkurzfilm „Der Tag der Befreiung“, die Filmakademie-Abschlußfilme „nichts bereuen“ und „Das Verlangen“ sowie den Löwen-Gewinner „Die Frau des Polizisten“. Für sein Debüt als Kinoproduzent von „Der Rote Punkt“ wurde er mit dem Bayerischen Filmpreis als „Bester Nachwuchsproduzent“ ausgezeichnet, die letzte Spielfilmproduktion „Un café sans musique c’est rare à Paris“ lief deutschlandweit im Kino und ist auf den gängigen Streaming-Portalen abrufbar.

In dem zweitägigen Workshop gibt Blankemeyer das Wissen weiter, das es braucht, um unabhängig und erfolgreich Filme zu machen. Dabei richtet sich der Workshop an alle Filmemacher und Interessierte, die es werden wollen und die ohne oder fast ohne Zugang zu den klassischen Finanzierungsinstrumenten wie TV-Koproduktion, Filmförderung und Vorabverkäufen ein Filmprojekt realisieren wollen.

Der nächste Termin ist am Wochenende 06. und 07. März 2021 und findet als Online-Seminar statt. Hier geht’s direkt zur Anmeldung www.filmseminare.de/low-budget-spielfilm.

Antworten auf häufige Fragen z.B. zu Ort, Hygienemaßnahmen, Uhrzeiten, Unterkunft, Anmeldung, öffentlicher Förderung – beispielsweise mit den Prämiengutscheinen der Bildungsprämie (durch die bei Vorliegen der Voraussetzungen 50 Prozent des Teilnehmerbeitrags übernommen werden) – u.v.a.m. finden sich unter www.filmseminare.de/muenchen/faq – die dort niedergelegten Regelungen sind gleichzeitig auch unsere Vertragsbedingungen.

Filme machen ohne Geld? Ja, das geht!

Wer als Filmemacher gerade noch am Anfang steht oder ein Projekt jenseits des kommerziellen Mainstreams umsetzen möchte, kommt schnell an den Punkt, wo klassische Finanzierungsmöglichkeiten nicht greifen. Für Viele bedeutet dies das Aus für ihr Filmprojekt. Nach dem demotivierenden Motto: No Budget – No Film! Die Münchner Filmwerkstatt begründet sich quasi auf dem Credo, genau diese Situation für Filmemacher nicht eintreffen zu lassen und bietet daher seit Anbeginn das Seminar „Filme machen ohne Geld“ an.

Entstehung des Seminars

Dozent und Filmwerkstatt-Vorstand Martin Blankemeyer stand bei seinem Abschluss an der Filmhochschule selbst vor der Herausforderung, weder bei einer Produktionsfirma noch bei der Filmförderung Unterstützung zu finden und produzierte daher seinen Film kurzerhand selbst. Inzwischen kann er auf mehr als ein Dutzend eigene No-Budget-Produktionen zurückblicken und gibt seine Erfahrungen und Tipps seit über zehn Jahren an Seminarteilnehmer weiter. Im Kurz-Interview erklärt Martin Blankemeyer, wer die Zielgruppe ist und warum es für die Branche wichtig ist, dass es No-Budget-Produktionen gibt.

Dozent und Filmwerkstatt-Vorstand Martin Blankemeyer (Photo: Peter Boettcher)

Martin, Wer ist die konkrete Zielgruppe des Workshops?

Die Zielgruppe sind Leute, die Filme machen wollen und sich bei den klassischen Finanzierungsquellen kaum Hoffnungen machen können. Entweder, weil sie zu unbekannt sind, oder weil sie Projekte haben, die dort kaum Aussicht auf Erfolg haben. Ich versuche den Leuten von meinen Erfahrungen, die ich teilweise für teures Geld machen musste, etwas weiterzugeben. Der Regelbetrieb sitzt natürlich da und sagt „Geht nicht.“ Stimmt aber nicht. „Geht schon. Man muss einfach machen.“

Worin besteht für dich die Notwendigkeit von No-Budget-Produktionen?

Es gibt zwei große Anwendungsfälle. Das eine ist, den Teufelskreis des Unbekanntseins zu durchbrechen. Da ist der Wille, Filmemacher zu sein, aber keiner kennt dich. Du musst anfangen zu machen, und am Anfang ist es nicht unwahrscheinlich, dass die regulären Strukturen dir nicht helfen. Das andere sind die inhaltlichen Überzeugungstäter. Es gibt Filme, die würden in unserer Förderlandschaft, von unseren Sendern nicht gemacht werden. Das können z.B. Genrefilme sein oder auch politisch unkorrekteres, mutiges Kino.

Das komplette Interview mit Martin ist hier zu finden.

Das Seminar aus Sicht eines Teilnehmers

Tobias Stille ist Produzent, Regisseur und Drehbuchautor – ein erfolgreicher und erfahrener Fernseh- und Filmemacher also. Dennoch hat er sich dazu entschieden, am Seminar teilzunehmen. Warum, erklärt er im Interview:

Tobias, wie bist Du auf das Seminar „Filme machen ohne Geld“ aufmerksam geworden?

Im Frühjahr 2017 wollte ich „Alle in einem Boot“ als Kinofilm nach eigenem Buch produzieren und inszenieren. Martin kannte ich schon lange, und er hatte mir in der Produktion bei meinem Debütfilm „Ohnmacht“ geholfen. Danach waren wir zusammen im EAVE Producers Workshop mit „Die 36 Tage der St. Louis“. Ich hatte das Drehbuch geschrieben – und wir wollten einen Film mit Geld machen – was bei diesem historischen Stoff auch anders gar nicht gegangen wäre. Leider ist uns das nicht gelungen. Als 2015 die starke Migration aus Nordafrika nach Europa einsetzte, fand ich erstaunliche Parallelen in den Fluchtbiographien und wollte mein überarbeitetes und aktualisiertes Drehbuch vor allem schnell machen – da schied Filmförderung aus.
Ich hatte zwar Erfahrung als creative producer einer konzerneigenen TV-Produktionsfirma, doch da war die Trennung zwischen Development und Akquise auf der einen Seite und Produktionsdurchführung auf der anderen Seite sehr ausgeprägt. Also brauchte ich mehr Ausbildung in diesem Bereich, trotz meiner Kurzfilme. Martin war mit seinen Erfahrungen, nicht zuletzt als Produzent vom „Roten Punkt“, einfach sehr wertvoll, weil es ihm gelungen ist – ganz in der Tradition amerikanischer Independent-Handbücher – das Thema systematisch aufzubereiten und mit mutmachenden Anekdoten zu garnieren.

Produzent von „Alle in einem Boot“ Tobias Stille

Inwieweit hat Dir das Seminar geholfen, Dein damaliges Projekt umzusetzen?

Vielleicht war es nicht das Wissen, sondern eher: Meine Energie mit anderen ein Wochenende lang auf das Thema zu richten. Es waren ja sehr unterschiedliche Ansätze da – aber der Widerstand ist für alle gleich: Film ist ein absurd teures Unterfangen, eigentlich nicht zu machen ohne Geld.

Wie waren die anderen Teilnehmer des Seminars? Habt Ihr heute noch Kontakt? 

Tatsächlich bin ich mit Sascha El Waraki noch in Kontakt. Er hatte „Singles‘ Diaries“ als Filmvorhaben im Seminar dabei und wollte einen Film daraus machen. Er hat es dann tatsächlich geschafft, daraus eine erfolgreiche Serie für joyn zu machen, die jetzt in Fortsetzung geht. Im Moment versuche ich seinen Kinofilm „Brautschau“, eine deutsch-arabische Culture-Clash-Komödie, zu finanzieren.

Was rätst Du Filmemachern, die möglichst unabhängig produzieren wollen und wenig Kapital haben?

Machen! Aber dabei strategisch vorgehen. Und: Ein Netzwerk von motivierten Filmemacher-Kollegen, mit denen man sich ehrlich und auf Augenhöhe austauscht. Ich hatte das Vergnügen, nach „Alle in einem Boot“ von dem Regie-Kollegen Marco Gadge gelöchert zu werden und vielleicht den ein oder anderen Tipp zu geben. Sein No-Budget-Film „Julia muss sterben“ läuft gerade auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis.

Vielen Dank an Tobias Stille für das Interview! Der Kinofilm „Alle in einem Boot“ läuft ab 12. März 2020 im Kino.

Wer das „Seminar Filme machen ohne Geld“ mit Martin Blankemeyer besuchen will, findet hier Gelegenheit:

Weitere Seminare zu diesem Themenbereich sind unter www.filmseminare.de zu finden.

Seminar-Portraits: Film-Workshop KURZFILM VON A-Z und Tonseminar DER GUTE TON


Im Dezember bieten wir kurz vor Jahresende noch einmal das beliebte Seminar „Kurzfilm von A bis Z“ mit Filmregisseur Uwe Wrobel an und starten dann gleich im neuen Jahr mit dem essentiellen Seminar „Der Gute Ton“, geleitet von Tonmeister Marc Parisotto, Preisträger des Deutschen und Österreichischen Filmpreises. Was Interessierte in beiden Seminaren erwartet, stellen wir in je einem kleinen Kurzportrait nachfolgend vor:

Film-Workshop KURZFILM VON A-Z am 14. und 15. Dezember 2019

Zwei Tage = ein Film! Genau das beschreibt das Seminar für Einsteiger und bereits in der Filmbranche arbeitende Interessierte am besten. Dieses Seminar ermöglicht den Teilnehmern in nur einem Wochenende einen Überblick in den kompletten Prozess einer Filmproduktion. Es werden die Grundlagen von Konzeption über den Dreh bis hin zur Nachbearbeitung behandelt und – am wichtigsten – gemeinsam mit den anderen Teilnehmern und dem Dozenten selbst durchlebt. Der erste Tag dient der Drehbucherstellung sowie dem Dreh mit professioneller HD-Technik. Der zweite Tag steht ganz im Zeichen der Postproduktion, bei dem die Teilnehmer Bild- und Tonschnitt kennenlernen und anwenden. Am Ende des Workshop-Wochenendes feiern die Teilnehmer gemeinsam „Premiere“ ihres eigenen, zusammen gedrehten Films. Der Workshop richtet sich an Alle, die sich Anregungen für eigene Projekte holen möchten, an Filmpädagogen, aber auch an Filmschaffende, die andere Arbeitsbereiche als ihre eigenen erkunden wollen. Direkt zur Anmeldung und für weitere Infos geht es unter www.filmseminare.de/filmworkshop.

Ton-Seminar DER GUTE TON am 11. und 12. Januar 2020

Der beste Film – ob Kinoproduktion, Fernsehbeitrag oder eigener Kurzfilm – verliert seine Zuschauer sehr schnell, wenn der Ton nicht stimmt. Denn nichts verzeiht der Zuschauer so wenig, wie einen schlechten Ton. Unser Dozent Marc Parisotto, vielfach preisgekrönter Tonmeister, zeigt den Teilnehmern im Rahmen dieses Wochenendes von Grund auf, wie man die richtige Equipmentauswahl trifft, einen guten O-Ton am Drehort aufnimmt und die Anforderungen der Postproduktion umsetzt. Dabei werden die unterschiedlichsten Produktionsbedingungen berücksichtigt und in das Seminar miteinbezogen. Tag 1 startet mit Beispielen aus bekannten und auch unbekannten Filmen, in denen die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Tönen, Bildern, Geschichten und Emotionen deutlich zu erkennen sind. Behandelt werden auch konkrete Fragen aus der Praxis der Tonaufnahme, wie beispielsweise „Welche Probleme können Drehorte, Wetter, Umweltlärm etc. aufwerfen und wie sehen passende Lösungen aus?“, “ Wie liest man ein Drehbuch in Bezug auf den Ton?“ oder “ Welchen Einfluß hat der O-Ton auf das Endergebnis des fertigen Films?“. Weitere Schwerpunkte des Seminars sind die verschiedenen Etappen der Herstellung der Film-Tonspur, von der O-Tonaufnahme über O-Ton Schnitt, Atmos, Effekte, Musikaufnahme, etc. . Der zweite Tag steht ganz im Sinne des praktischen Arbeitens und stellt verschiedene Drehsituationen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden nach, welche die Teilnehmer dann selbst praktisch lösen. Das Seminar richtet sich an interessierte Filmemacher, die wissen und selbst erfahren wollen, wie sie auch mit einfachen Mitteln eine professionelle Tonqualität erreichen. Anmeldeoptionen und weitere Informationen zum Seminar sind unter
www.filmseminare.de/der-gute-ton zu finden.

Weitere Infos zu unseren Angeboten

Unser Auftrag besteht in der praxisorientierten Weiterbildung von Mitarbeitern der Medienbranche – von der Branche für die Branche.
Zudem produzieren oder unterstützen wir kurze und lange Filme, beispielsweise den Arthouse-Kinohit Der Rote Punkt, für den wir u.a. mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet wurden, oder unsere aktuelle Produktion Un café sans musique c’est rare à Paris, die seit dem 18. Juli 2019 im Verleih von Drop-Out Cinema bundesweit im Kino zu sehen ist. Anfang 2020 bieten wir wieder unsere berufsbegleitenden, mehrmonatigen Lehrgänge für Produktionsleitung, Regieassistenz und Fiction-Producing an. Eine vollständige und laufend aktualisierte Übersicht aller unserer Seminare und Workshops gibt es unter www.filmseminare.de.

Traumberuf: Produktionsleitung!

Am Wochenende des 30.11. und 01.12. findet unser zweitägiges Seminar Produktionsleitung statt, in dem die Teilnehmer einen professionellen Überblick in dieses vielschichtige Berufsfeld bekommen. Es beinhaltet die Einführung in Ablauf und Struktur einer Produktion, Grundzüge von Kalkulation und Drehplanung, Einblicke in das Personalwesen, die Vertragslage und Rechtesituation sowie das Krisenmanagement einer Produktion. Die Teilnehmer erhalten so die Möglichkeit, einzuschätzen, ob dieser Beruf für sie in der weiteren Karriereplanung in Frage kommt. Wer diese Frage bereits mit Ja beantwortet hat und auch schon erste Erfahrungen sammeln konnte, für den bietet sich unser langlaufender Weiterbildungslehrgang Produktionsleitung (IHK) an, der im Frühjahr 2020 starten wird. Dieser ist mit einer Meisterausbildung vergleichbar und vermittelt alle grundlegenden Voraussetzungen für den Beruf der Produktionsleitung. Durch die Zusammenarbeit an mehreren Wochenenden über mehrere Monate entsteht zudem ein in der Film-und Fernsehbranche immens wichtiges Netzwerk mit den anderen Teilnehmern und Dozenten. Die Leitung beider Seminare übernimmt Produktions- und Herstellungsleiter Marc O. Dreher, der im Interview mit uns das Berufsbild und die Voraussetzungen dafür beschreibt und weitere wichtige Fragen beantwortet.

Dozent und Kursleiter Marc O. Dreher

Marc, was zeichnet Deiner Meinung nach das Berufsbild der Produktionsleitung aus?
Die Produktionsleitung muss auf der einen Seite ein kaufmännisch-kreatives Doppelverständnis mitbringen. Auf der anderen Seite muss sie die vielen unterschiedlichen und komplexen Situationen einer Filmproduktion als Gesamtverantwortliche Stelle mit Wissen, Cleverness und Einfühlungsvermögen steuern.

Welche Funktionen hat die Produktionsleitung?
Die Produktionsleitung plant, organisiert und lenkt den kompletten Ablauf von Film- und Fernsehproduktionen. Von der Vorbereitung über die Dreharbeiten bis hin zur Endfertigung der Projekte. Klingt vielleicht einfach, ist aber meiner Meinung nach der komplexeste Beruf der ganzen Filmbranche, da man als einziger im ganzen Team wirklich alles aus allen Abteilungen wissen sollte.

Welche Ausbildungsmöglichkeiten gibt es?
Die Ausbildung zur Produktionsleitung obliegt leider immer noch keiner festen Regelung. Früher konnte man diesen Beruf in der freien Wirtschaft großteils als „Learning by Doing“ erlernen, oder innerhalb von Sendeanstalten. Das bedeutete (mit Varianten) vom Fahrer über die Set-Aufnahmeleitung über die 1. Aufnahmeleitung hin zur Produktionsleitung. Gut war es auch, dazu eventuell ein betriebswirtschaftliches Studium oder eine kaufmännische Ausbildung zu machen. Später kamen an den Filmhochschulen die Produzenten-Lehrgänge dazu, die auch eine gute Basis sind. Und wieder später kam dann der professionalisierende Weiterbildungs-Lehrgang zur „Produktionsleitung IHK“.

Wie sind die Berufsaufstiegschancen?
In der Produktionshierarchie ist die Produktionsleitung im Rahmen einer Produktion schon sehr weit oben angesiedelt. Darüber kommen dann noch die Herstellungsleitung und die Produzenten. Im Bereich der Sendeanstalten ist diese Position als Inhouse-Produktionsleitung bzw. Produktionsmanagement ebenfalls sehr weit oben.

Wie war Dein Berufseinstieg?
Ich habe das Glück gehabt relativ zeitnah nach der Schule als Assistent eines unabhängigen Münchner Produzenten arbeiten zu können. Danach war ich klassisch Fahrer, Set Aufnahmeleiter und 1. Aufnahmeleiter, um so die notwendige Drehorterfahrung zu sammeln. Zu dieser Zeit fing ich auch schon an, Filmhochschul- und Werbefilmproduktionen als Produktionsleiter zu betreuen. Dann wurde ich Assistent in der Herstellungsleitung und schließlich, in derselben Firma, auch Film-Produktionsleiter. Parallel dazu habe ich eine Ausbildung als Werbe- und Kommunikationswirt absolviert, um zur Praxis auch eine solide kaufmännische Basis zu haben. Oben drauf kam noch eine systemisch-therapeutische Ausbildung, da es mir wichtig war, eine Zweitprofession als berufliche Absicherung zu haben.

Wie ist die Nachfrage am Markt bzw. wie sind die Berufsaussichten?
Durch die neuen Medien und auch durch die Streamingdienste ist das Programmvolumen gestiegen. Früher gab es nur Film, TV und Video – heute ist Filmemachen unendlich vielschichtig geworden. Daher haben wir aktuell, und das wird sich so schnell nicht ändern, in allen qualifizierten Filmberufen einen sehr hohen Bedarf an guten Fachkräften. Und das gilt natürlich auch für den Beruf der Produktionsleitung.

Wie hat sich das Berufsbild in den letzten 10 Jahren verändert, insbesondere durch Weiterbildungsangebote?
Gerade durch die Weiterbildungsangebote hat es sich professionalisiert und lebt nicht mehr nur von der jeweils eigenen Definition des Berufsbildes. Es nähert sich immer mehr klaren, allgemein verbindlichen Standards an, wie in jedem anderen Ausbildungsberuf auch. Diese Professionalisierung kommt einem selber, den Produktionen und letztendlich der ganzen Branche zugute.

Im Vergleich zur HFF – wie siehst Du unseren Lehrgang?
Der IHK-Lehrgang zur Produktionsleitung hat, basierend auf einem praxisorientierten Fundament, einen stärker am echten, praktischen Filmemachen ausgerichteten Fokus. Der erst einmal mehr filmtheoretische Lehr-Ansatz der Hochschulen ist natürlich speziell für Produzenten extrem wichtig, aber die Produktionsleitung erlernt und verfeinert man im besten Fall durch praktische Beispiele und durch Praxiserfahrung!

Was ist aus den Absolventen Deines letzten Kurses geworden?
Soweit ich die Absolventen der letzten Kurse beobachte, sind die meisten inzwischen sehr gut etabliert. Sie sind entweder fest in Produktionsfirmen, fest bei Sendern oder auf dem freien Markt gut positioniert, was mich sehr freut.

Wir danken Mark O. Dreher für das Interview und freuen uns auf das Seminar und den Lehrgang mit ihm!

Alles rund um den Lehrgang Produktionsleitung ist auf unserer Internetseite unter www.muenchner-filmwerkstatt.de zu finden. Ebenso alle Infos zu unseren anderen Lehrgängen sowie zum STOFF.lab und DOK.lab.

Produktionsleitung, Fiction Producing und Regieassistenz – jetzt anmelden für unsere Lehrgänge im neuen Jahr!

Der Fachkräftemangel in der deutschen Film- und Fernsehbranche ist in aller Munde. Neue Player wie Netflix und Amazon und der von ihnen ausgelöste Serienboom verursachen eine deutlich erhöhte Auslastung der qualifizierten Filmschaffen; das Mindestlohngesetz hat den laufenden Nachschub junger Menschen, die eine Karriere in den Medien erwägen, weitgehend zum erliegen gebracht; eine Branche aus lauter kleinen und kleinsten Unternehmen und die üblichen kurzzeitigen Beschäftigungsverhältnisse „auf Produktionsdauer“ lassen betriebliche Aus- und Fortbildungsmaßnahmen wenig ökomisch erscheinen und von staatlicher Seite werden zwar erstklassige Ausbildungen z.B. für Regisseure und Produzenten, aber nichts nachhaltiges für Regieassistenten, Produktionsassistenten usw. angeboten – Berufe, für die es ja leider nicht einmal geregelte Berufsbilder gibt. Die Münchner Filmwerkstatt versteht sich als Selbsthilfeeinrichtung der Filmschaffenden und der Filmbranche und steuert hier mit aller Kraft gegen: neben einem breitgefächterten Progamm von Wochenendseminaren und -workshops werden auch mehrmonatige Lehrgänge zur Weiterbildung von Filmschaffenden angeboten, die als Vorbereitungskurs für die Fortbildungsprüfungen der Industrie- und Handelskammer dienen, durch deren erfolgreichen Abschluß die Teilnehmer eine anerkannte Berufsausbildung auf dem Niveau eines Handwerksmeisters erlangen. Die Münchner Filmwerkstatt ist von der Bundesagentur für Arbeit als Fachkundige Stelle anerkannte APV-Zertifizierungs GmbH nach der AZAV zertifiziert. Teilnehmer unserer Lehrgänge können daher von der Bundesagentur für Arbeit mit Bildungsgutscheinen gefördert werden, wenn beim Teilnehmer die notwendigen persönlichen Voraussetzungen vorliegen. Für das Kursjahr 2020 nehmen wir ab sofort Anmeldungen entgegen.

PRODUKTIONSLEITER/IN (IHK)

Der Produktionsleiter ist in Film und Fernsehen für die Planung, Durchführung und Kontrolle der Produktion zuständig. Er begleitet alle Phasen des Produktionsprozesses und trifft Entscheidungen mit dem Ziel, beste künstlerische Ergebnisse unter Einhaltung ökonomischer Grenzen zu ermöglichen.

Die 26 Seminarwochenenden, in denen das komplette Fachwissen zur Produktionsleitung vermittelt wird, durchzieht eine Mischung aus theoretischem Unterricht und praktischem Training. Die Teilnehmer werden so während des Kurses unter Anleitung aktuelle Drehbücher kalkulieren und das entsprechende Sendergespräch bestreiten. Spartenübergreifend wird das grundsätzliche Handwerkszeug der Produktionsleitung erlernt bzw. vertieft. Weitere Lerneinheiten behandeln Problemstellungen, die den Bereichen Fiction, Entertainment und Werbung zugeordnet sind.
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Betreuender Dozent:

Marc-Oliver („Mo“) Dreher ist im Hauptberuf Herstellungsleiter der deutschen ZieglerFilm-Gruppe mit Standorten in Berlin, Köln und München. Zu den Projekten, die er in seiner über 20-jährigen Laufbahn betreut hat, gehören Kinofilme und Fernsehproduktionen wie „Türkisch für Anfänger“, „Lena Lorenz“ oder „Napola – Elite für den Führer“. Von 1997 bis 2004 war er Geschäftsführender Vorstand des „Bundesverband Produktion e.V.“

FICTION-PRODUCER/IN (IHK)

Fiction-Producer verantworten die Planung, Finanzierung und Umsetzung von Film- und Fernsehproduktionen; sie sind sozusagen angestellte Produzenten.

Während dieses Lehrgangs werden die Teilnehmer eingehend auf die Tätigkeiten als Fiction-Producer geschult – von der Drehbuchentwicklung bis zur Endabnahme eines Projektes. Konkret entwickelt jeder der Teilnehmer unter professioneller Anleitung ein eigenes Projekt, so dass dieses auch vor Sendern und Produktionsfirmen vorgestellt werden kann. Organisatorische und kalkulatorische Inhalte zählen daher genauso zu den Themen wie dramaturgische und produktionsbezogene Aspekte.
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Betreuender Dozent:

Photo: Andre Poling

Nach seinem Produktionsstudium an der Hochschule für Fernsehen und Film München arbeitete Hamid Baroua von 2007 bis 2013 als Producer für die Bavaria Film. Seither ist er als freier Producer für Firmen wie Aspekt Telefilm und Wiedemann & Berg Television sowie als Produzent der eigenen Firmen Yalla Productions und Sappralot Fuim tätig und verantwortet dabei u.a. Filme unter der Regie von Peter Gersina und Dominik Graf.

REGIEASSISTENT/IN (IHK)

Die Regieassistenz ist die wichtigste kommunikative Schnittstelle bei den Dreharbeiten eines Films – hier kommen organisatorische und gestaltende Aufgaben zusammen. Regieassistenten übernehmen die organisatorische Umsetzung der Regieentscheidungen und haben dadurch größten Einfluss auf die Ausführung der gestalterischen Konzeption und somit auf das Gesamtergebnis. Dabei kommuniziert die Regieassistenz nicht nur die Entscheidungen der Regie an das Team, sondern verantwortet auch selbst z.B. die Inszenierung der Komparsen. Regieassistenz gehört daher schon seit jeher zu den Wegen auf den Regiestuhl. Neben originär (z.B. an staatlichen Filmhochschulen) ausgebildeten Regisseuren findet man unter den vielbeschäftigen der Branche ehemalige Kameraleute, Schauspieler, Autoren, Cutter, und eben… Regieassistenten!
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Betreuende Dozentin:

Leslie Fritz, geboren 1967 in München, absolvierte eine Ausbildung zur Cutter-Assistentin und war danach als Continuity, Aufnahmeleitung, Locationscout sowie im Casting tätig. Seit 1990 arbeitet sie als Regieassistenz für Kino- und Fernsehproduktionen wie auch für Werbe- und Dokumentarfilme, darunter „Die Ermittler – Nur für den Dienstgebrauch“ und „Mein vergessenes Leben“.

Fakten zu den Lehrgängen

Die Lehrgänge sind berufsbegleitend und finden an 26 Wochenenden verteilt über ca. ein Jahr statt. Wir planen den Start aller drei Kurse ab Januar 2020, so dass die Kurse voraussichtlich im Dezember 2020 abgeschlossen werden. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 6.300 Euro, 15% Rabatt bei frühzeitiger Anmeldung und Vorauszahlung = 5.355,- Euro. Eine Förderung u.a. durch Ausbildungs-BAFöG oder Bildungsgutschein ist möglich – weitere Informationen zu allen uns bekannten Förderprogrammen unter www.filmseminare.de/finanzierung.

Die Lehrinhalte orientieren sich an den einschlägigen Rahmenstoffplänen der Industrie- und Handelskammer. Es ist ein Abschluss durch eine Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer möglich (derzeit bei der IHK Köln und der IHK Berlin). Mit der erfolgreichen Teilnahme an dieser Prüfung, die die Kursteilnehmer auf Wunsch ablegen können, erlangen sie einen offiziell anerkannten Berufsabschluss mit der Wertigkeit eines Meistertitels. Die Prüfungszulassung sollte eigenständig im Vorfeld des Kurses mit der zuständigen IHK abgeklärt werden.

Beratung und Anmeldung

Beratung und Anmeldung zu jedem der Lehrgänge ab sofort unter Telefon 089 / 20 333 712 oder via eMail an lehrgaenge@muenchner-filmwerkstatt.de – wir freuen uns auf Euch!