Filme machen für Pädagogen und No-Budget-Filmmaking mit Martin Blankemeyer: unsere Empfehlungen im September

Gestern ist unsere neue Europäische Freiwillige Emma aus Frankreich am Hauptbahnhof in München angekommen. Emma nimmt am Programm Erasmus+ teil und kann im Rahmen dessen Arbeitserfahrung sammeln, ihre Deutschkenntnisse perfektionieren und über die Filmbranche lernen, während sie unsere Arbeit mit internationalem Input und frischen jungen Ideen bereichert. Sie wird unsere Seminarebetreuung unterstützen und wir freuen uns sehr, sie bei uns willkommen zu heißen und mit ihr gemeinsam zu arbeiten! Mehr Infos zu unserem Europäischen Freiwilligendienst findet ihr auch hier: www.muenchner-filmwerkstatt.de/europaeischer-freiwilligendienst

September ist durch die Sommerferien ein Monat, der ziemlich ruhig ist, aber wir wollen dennoch die Gelegenheit nutzen, auf unsere Angebote in dieser Zeit hinzuweisen:

Filme drehen mit Kindern und Jugendlichen am 7. und 8. September 2019

Medienpädagogen, Lehrerinnen und Lehrer, Jugendbetreuer und -betreuerinnen wollen häufig ein spannendes Angebot für ihre Klassen und Jugendgruppen organisieren. Doch, wie lässt sich so ein Filmprojekt organisieren? Was brauche ich dafür, woher bekomme ich Equipment? Wie binde ich die Kinder und Jugendlichen am besten ein? Rainer Niermann beantwortet all diese Fragen in dem Seminar und gibt nützliche Tipps und Tricks für den praktischen Teil. Das Seminar organisieren wir in Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft Bayern des Bundesverbands Jugend und Film.
www.filmseminare.de/lehrerseminar

NoBudget-Filmproduktion in der Praxis am 28. und 29. September 2019

Unser Vorstand, Martin Blankemeyer ist am 28. und 29. September im Filmhaus Frankfurt und wird dort über das Thema No-Budget-Filmproduktion referieren. Er hat jahrelange Erfahrung als Produzent mit mehr als zehn eigenen No-Budget-Produktionen! Wenn ihr etwas vorhabt, aber nicht sicher seid, ob es ohne Geld klappen kann, ist Martin euer Mann. Mehr Informationen finden sich hier: www.filmhaus-frankfurt.de/Seminar/126/S71-Seminar-NoBudget-Filmproduktion-in-der-Praxis

Diese und alle anderen Seminare aus unserem Programm könnt Ihr übrigens nicht nur selbst besuchen, sondern auch zur Mitarbeitermotivation oder als Geschenk einsetzen: beschenkt Euch selbst, Eure Geschäftspartner, Mitarbeiter, Kunden, Freunde oder Kinder doch einfach mit einer Seminarteilnahme! Antworten auf häufige Fragen z.B. zu Ort, Uhrzeiten, Unterkunft, Anmeldung, öffentlicher Förderung z.B. mit den Prämiengutscheinen der Bildungsprämie (durch die bei Vorliegen der Voraussetzungen 50 Prozent des Teilnehmerbeitrags übernommen werden) u.v.a.m. finden sich unter www.filmseminare.de/muenchen/faq – die dort niedergelegten Regelungen sind gleichzeitig auch unsere Vertragsbedingungen. Eine vollständige, laufend aktualisierte Übersicht des breiten Programms findet sich unter www.filmseminare.de.

Ab heute im Kino: Un café sans musique c’est rare à Paris

Unsere neueste Produktion „Un café sans musique c’est rare à Paris“, Abschlussfilm von Johanna Pauline Maier an der Hochschule für Fernsehen und Film München, startet heute im Verleih von Dropout Cinema in den deutschen Kinos – und wird in den kommenden Monaten an verschiedenen Orten und Terminen zu sehen sein.

Der Film: Man weiß nicht woher sie kommt und wer sie ist, diese junge schweigsame Frau mit Koffer mitten in der Nacht in Paris. Doch auf ihren Wegen durch die Stadt werden sich Begegnungen und merkwürdige Situationen ereignen. Sie werden sie als Frau in die widersprüchlichsten Rollen verwickeln. – Das Portrait einer Frau, die eine unbekannte Stadt ergründet. Und das Portrait einer Stadt und ihrer Bewohner, die eine Frau verändern.

Es ist ein Wunder, was sie mit bescheidenen Mitteln erreicht hat: Wie das teils sichtbar laienhafte Spiel den Eindruck der Traumrealität noch mehr vertieft, wie die dunkle Fotografie die Parkszene noch kafkaesker wirken lässt. Auch wenn der Begriff des Experimentalfilms lange aus der Mode ist, erinnert Johanna Pauline Maier daran, dass jedes Kunstwerk auch ein Experiment ist. Was für ein Glücksfall, dass ein kleiner Verleih ihren Film, an dem sie seit 2015 gearbeitet hat, nun aufgespürt hat.“ (Frankfurter Rundschau)

Ein unkonventionelles kinematografisches Spiel mit Identität(en), angesiedelt in einem gespenstisch anmutenden Paris.“ (spielfilm.de)

Vielleicht sind die aufregendsten Dinge, die wir erleben, nur Projektionen?“ (Kino-Zeit)

Der Film läuft in folgenden Spielstätten:

18. Juli 2019, 21 Uhr in der Traumathek in Köln: www.facebook.com/events/1182121308626997

18. – 20. Juli 2019, 19 Uhr
21. Juli 2019, 14 Uhr
22. Juli 2019, 21 Uhr
23. Juli 2019, 19 Uhr
24. Juli 2019, 21 Uhr
im Casablanca Kino in Nürnberg: www.facebook.com/events/347277236220372

26. Juli – 2. August 2019 im Kino im Dach in Dresden: www.facebook.com/events/457753761439357

3. – 7. August 2019 im Werkstattkino in München: www.facebook.com/events/516385958901519
Am 6. August findet ein Publikumsgespräch mit der Regisseurin Johanna Pauline Maier im Werkstattkino statt.

Eine deutsch-französische Koproduktion von Münchner Filmwerkstatt e.V. und Constellation Factory
in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Fernsehen und Film München
gefördert durch den FilmFernsehFonds Bayern und First Movie Plus
im Verleih von Drop-Out Cinema.

Weitere Informationen u.a. hier:
www.muenchner-filmwerkstatt.de/filme/un-cafe-sans-musique-cest-rare-a-paris
neuimkino.blogspot.com/2019/07/un-cafe-sans-musique-cest-rare-paris.html

Snowdance Independent Film Festival und unser Angebot zum Thema Indie-Filmproduktion

Am Samstag, den 26. Januar, beginnt das Snowdance Independent Film Festival in Landsberg am Lech. Es zeigt vor allem Filme, die mit wenig oder keiner staatlichen Förderung und unabhängig von großen Filmstudios produziert wurden. Es versteht sich als das deutsche Filmfestival für independent Filmemacher und bietet neben seinem Kinoprogramm auch eine Reihe von Seminaren und Workshops an, die jungen Filmemachern Werkzeug mitgeben, eigenständig und unabhängig ihre Projekte zu ermöglichen.

Dieses Jahr freuen wir uns, dass wir gleich mit zwei Seminaren mit im Programm sind. Als unabhängiger Verein, der Weiterbildung von der Branche für die Branche anbietet, sehen wir das Potenzial der Filmbranche in deren Unabhängigkeit, Kreativität und den Willen, eigene Ideen zu verwirklichen. Gleich am Samstag starten wir das Festival mit dem Seminar unseres Vorstands Martin Blankemeyer „Filme machen ohne Geld“. Am Wochenende darauf, am 2. und 3. Februar, gastieren wir mit Daniel Ó Dochartaigh (Cineglobal) und dem Seminar „Filmverleih selber machen“ erneut beim Snowdance.

Im Sinne des Festivals haben wir außerdem weitere „Indie-Seminare“ in 2019 für euch zusammengestellt. Obwohl, wenn wir ehrlich sind, besteht unser gesamtes Programm aus Seminaren, die für Indie-Filmemacher hilfreich sind, also hier eher die Top 5 für Euch:

LICHTGESTALTUNG FÜR FILM- UND VIDEOPROJEKTE am 23. und 24. Februar 2019

Achim Dunker, langjähriger Kameramann und Autor von Standardwerken zum Thema Licht und Kamera setzt in diesem Seminar im wahrsten Sinne des Wortes Highlights. Er gibt Einblicke in die Grundsätze des Lichtsetzens, erörtert physikalische und ästhetische Grundlagen der Lichtgestaltung sowohl für Dokumentarfilme als auch für szenische, emotionale Einstellungen. In Gruppenarbeiten erlangen die Teilnehmer Sicherheit im Umgang mit Lampentypen und entwickeln eigene Lösungsansätze für spezielle Lichtsituationen.
www.filmseminare.de/lichtsetzen

FILMFINANZIERUNG IN DEUTSCHLAND am 1. und 2. Juni 2019

Der Produzent Florian Deyle, dessen Film „Paradies“ 2016 in Venedig mit dem Silbernen Löwen ausgezeichnet wurde, gibt in diesem Seminar einen umfassenden Einblick in die Möglichkeiten der Filmfinanzierung in Deutschland. Dabei werden traditionelle Bausteine wie die Zusammenarbeit mit TV-Sendern und die verschiedenen Fördermöglichkeiten genauso behandelt wie neue Strategien – mit dem Ziel, den Teilnehmern aufzuzeigen, dass und wie sich auch anspruchsvolle Projekte finanzieren lassen.
www.filmseminare.de/filmfinanzierung

KURZFILM VON A BIS Z am 8. und 9. Juni 2019

„Zwei Tage = ein Film“ lautet die einfache Formel hinter dem genialen Zeitraffer, der den komplexen Prozess des Filmemachens von im Normalfall vielen Monaten, wenn nicht Jahren Dauer auf nur ein Wochenende verkürzt. Die Teilnehmer dieses Workshops erhalten so Gelegenheit, alle Stationen und Aufgaben einer Filmproduktion von der Drehbuchidee bis zur Premiere zu durchleben, wenn unter der Leitung des Filmemachers Uwe Wrobel in nur zwei Tagen ein szenischer Kurzfilm in Gemeinschaftsproduktion entsteht – auch als Geschenk geeignet!
www.filmseminare.de/filmworkshop

DSLR-WORKSHOP am 19. und 20. Oktober 2019

Christoph Harrer, seit über 15 Jahren als freiberuflicher Kameramann u.a. für das ZDF und RTL tätig, erläutert hier alles Wissenswerte im Umgang mit digitalen Photokameras mit Videofunktion, die mit ihrem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis der perfekte Einstieg in die Profiliga in Sachen Bildqualität sind. Von der richtigen Konfiguration der Kamera über die sinnvolle Zusammenstellung der Ausrüstung bis zum Postproduktions-Workflow wird nicht nur das nötige theoretische Wissen vermittelt, sondern dieses im Rahmen kleiner Dreharbeiten auch in der Praxis angewendet.
www.filmseminare.de/dslr-workshop

HANDS ON DCP am 30. November und 1. Dezember 2019

Wer seinen Film im Kino zeigen will, kommt um die Erstellung eines DCPs nicht herum. Der Standard zur Anordnung von Bild-, Ton- und Metadaten wird meist von professionellen Dienstleistern erstellt. Paul Müller-Hahl, Gründer der Lichtbilder Filmproduktion und DCP-Unterstützer namhafter Festivals, zeigt den Teilnehmern dieses Seminars, wie sie mithilfe von Open Source Software selbst ein DCP erstellen können und was es dabei zu beachten gilt. Außerdem bringt er den Teilnehmer/innen näher, wie man seinen Film für internationale Festivals vorbereiten kann, indem man passende Untertitel dazu vorbereitet.
www.filmseminare.de/dcp

Diese und alle anderen Seminare aus unserem Programm könnt Ihr übrigens nicht nur selbst besuchen, sondern auch zur Mitarbeitermotivation oder als Geschenk einsetzen: beschenkt Euch selbst, Eure Geschäftspartner, Mitarbeiter, Kunden, Freunde oder Kinder doch einfach mit einer Seminarteilnahme! Antworten auf häufige Fragen z.B. zu Ort, Uhrzeiten, Unterkunft, Anmeldung, öffentlicher Förderung z.B. mit den Prämiengutscheinen der Bildungsprämie (durch die bei Vorliegen der Voraussetzungen 50 Prozent des Teilnehmerbeitrags übernommen werden) u.v.a.m. finden sich unter www.filmseminare.de/muenchen/faq – die dort niedergelegten Regelungen sind gleichzeitig auch unsere Vertragsbedingungen. Eine vollständige, laufend aktualisierte Übersicht des breiten Programms findet sich unter www.filmseminare.de.

 

 

 

Filme machen ohne Geld – Workshops mit Filmwerkstatt-Vorstand Martin Blankemeyer

Filmwerkstatt-Vorstand Martin Blankemeyer hält seit rund zehn Jahren Workshops für Filmemacher, die Projekte jenseits der gängigen Finanzierungswege mit Förderern und/oder Sendern machen wollen bzw. müssen. Warum er das tut und was genau die Teilnehmer in den Workshops erwarten können, erläutert Martin Blankemeyer im Interview mit Elena Preine:

Wie bist du dazu gekommen, Workshops für No-Budget-Produktionen zu geben?

Ich wurde angesprochen, als ich gerade von der Filmhochschule kam und dort meinen Abschlussfilm gemacht hatte. Da hab ich erzählt, dass ich im Studium zwar viel gelernt habe, aber eben auch vieles, was ich nicht gebrauchen konnte und noch viel wichtiger vieles nicht, was ich hätte gebrauchen können. Wie beispielsweise, dass mir jemand erklärt, wie ich Leute dazu kriege, mir bei meinem Film zu helfen, auch wenn ich sie nicht bezahlen kann. Dementsprechend habe ich es selbst herausfinden müssen mit diversen Fehlleistungen und dann dachte ich, dass man diese Erfahrung, die ich nun habe, an andere weitergeben sollte. Es gibt einen Riesenbedarf dafür und es gab niemanden, der das gemacht hat.

Was ist der Hintergrund des Workshops? Warum ist es wichtig, dass er stattfindet?

Gerade wer anfängt, wird von den klassischen Financiers ignoriert. Um sich dorthin zu arbeiten, von denen wahrgenommen zu werden, muss man irgendwie anfangen. Und das erst einmal ohne Geld. Viele Leute haben beispielsweise nicht die Chance, eine Filmhochschule zu besuchen und so müssen sie den Teufelskreis des unbekannten Filmemachers durchbrechen. Im Gegenzug hat man in der Situation ja aber auch Vorteile, weil man wenig Kompromisse machen muss. Wenig Geld bedeutet viel Freiheit.

Wer ist also die konkrete Zielgruppe des Workshops?

Die Zielgruppe sind Leute, die Filme machen wollen und sich bei den klassischen Finanzierungsquellen kaum Hoffnungen machen können. Entweder, weil sie zu unbekannt sind, oder weil sie Projekte haben, die dort kaum Aussicht auf Erfolg haben. Ich versuche den Leuten von meinen Erfahrungen, die ich teilweise für teures Geld machen musste, etwas weiterzugeben. Der Regelbetrieb sitzt natürlich da und sagt „Geht nicht.“ Stimmt aber nicht. „Geht schon. Man muss einfach machen.“

Wie lange geht der Workshop und was ist darin enthalten?

Ich mache meist zweitägige Veranstaltungen, in denen wir das Thema theoretisch durchkauen. An Filmschulen und so mache ich aber auch längere Workshops, in denen wir dann wirklich produzieren – unter dem Motto „Something from Nothing“.
In den zweitägigen Workshops gehen wir erstmal durch eine ganz normale Kalkulation einer Spielfilmproduktion. Punkt für Punkt überlegen wir uns Antworten auf die Frage „Schön wärs, wir haben aber kein Geld. Was können wir tun?“ Dann reden wir darüber, wie man an Rechte kommt, wenn man sie nicht bezahlen kann und wie man ein Team findet, wenn man es nicht bezahlen kann. Dabei sprechen wir auch darüber, warum Menschen bei Filmen mitmachen, wenn es keine materiellen Gründe gibt. Der erste Tag beschäftigt sich also mit der Ausgabenseite. Das ist der spannende Teil an No-Budget-Produktionen.

Am zweiten Tag gebe ich gerne noch einen Überblick über den Anfang des Filmemachens und die Frage „Wo gibt es denn Geld?“. Wir gucken uns also Finanzierungsquellen an. Sowohl die regulären, aber auch ganz stark die alternativen Finanzierungsquellen. Von crowd funding über „automatische“ Förderungen bis hin zu inhaltlichen Finanzierungsansätzen entlang des Themas eines Films.

Martin Blankemeyer (Photo: Peter Boettcher)

Worin besteht für dich die Notwendigkeit von No-Budget-Produktionen?

Es gibt zwei große Anwendungsfälle. Das eine ist, den Teufelskreis des Unbekanntseins zu durchbrechen. Da ist der Wille, Filmemacher zu sein, aber keiner kennt dich. Du musst anfangen zu machen, und am Anfang ist es nicht unwahrscheinlich, dass die regulären Strukturen dir nicht helfen. Das andere sind die inhaltlichen Überzeugungstäter. Es gibt Filme, die würden in unserer Förderlandschaft, von unseren Sendern nicht gemacht werden. Das können z.B. Genrefilme sein oder auch politisch unkorrekteres, mutiges Kino.

Wie haben sich No-Budget-Filme im Laufe der Jahre entwickelt?

Die Digitalisierung bedeutet eine große Demokratisierung. Als ich angefangen habe, Filme zu machen, hat man das Geld für Kamera und Filmmaterial ausgegeben. Heute haben wir alle ständig eine Kamera dabei, mit der man tolle Geschichten erzählen kann als Nebenfunktion im Smartphone. Für alles, was über Inhalt funktioniert, reichen diese Produktionsmittel weitgehend aus. Das war vor zehn Jahren noch nicht so und so müssen sich heute wesentlich weniger Leute abschrecken lassen. Wir kommen so der Möglichkeit der Zero-Budget-Produktion im Wortsinn immer näher, weil Kosten, die früher unvermeidbar waren, weitgehend verschwinden.

Siehst du auch kritische Punkte bei No-Budget-Produktionen, wie beispielsweise, dass Leute umsonst arbeiten?

Die Kritik, die ich immer wieder höre, verstehe ich wirklich nicht. Ich hab nie das Gefühl gehabt, dass jemand umsonst arbeitet. Die Motivationen, sich zu beteiligen, sind vielfältig, und Geld ist nur eine davon. Es gehen ja auch nicht nur Leute Fußballspielen, weil Ihnen ein Bundesligaclub dafür Millionen zahlt.

Seit ein paar Jahren gibt es nun den Mindestlohn. Wie lässt sich das mit No-Budget-Produktionen vereinbaren?

Wir haben nun eine klare Aussage, dass Arbeitnehmer bezahlt werden müssen, und zwar nicht irgendwann, sondern sofort. Die Lösung heißt in meinen Augen, dass man sehr klarmacht, dass es sich nicht um Arbeitsverhältnisse handelt dann fällt auch kein Mindestlohn an. Schauspieler beauftragen Produzenten, um ihnen Szenen für Ihr Showreel zu drehen  da ist der Schauspieler alles, aber kein Arbeitnehmer. Es gibt ehrenamtliches Engagement, weil man Dinge wichtig findet, und es gibt Praktika zur Berufsorientierung oder im Rahmen eines Studiums. Und last but not least kann man überlegen, ob man so eine Produktion als Koproduktionsgemeinschaft machen kann. Dann ist jeder Produzent, stellt seine Leistung bei und ist am Erfolg beteiligt.

Wer an einem Workshop mit Martin Blankemeyer teilnehmen will, findet z.B. hier Gelegenheit:

Hands on DCP, Filme machen ohne Geld und Visual Effects (VFX): Unser Seminarangebot für Filmschaffende, die ihre Ideen verwirklichen wollen

Der Januar ist bereits um und es ist Zeit für Fasching! Unter diesem Motto steht auch unser Jour Fixe in diesem Monat am kommenden Faschingsdienstag, dem 13. Februar. Die beliebte Projektbörse entfällt einmalig, dafür könnt ihr diesmal in ausgelassener Atmosphäre im Heppel & Ettlich netzwerken und gleichzeitig etwas feiern. Los geht es wie üblich ab 19:30. Verkleidung ist kein Muss, aber passend zum Anlass sehr gern gesehen.

Für alle, die sich diesen Monat doch gern mit dem Thema Film im Speziellen befassen möchten, haben wir hier ein buntes und breit aufgestelltes Seminarprogramm für euch.

EINFÜHRUNG IN DIE LICHTBESTIMMUNG am 10. und 11. Februar 2018

Zu Zeiten der analogen Filmproduktion war die Lichtbestimmung, auch Farbkorrektur oder Color Grading genannt, eine der großen Geheimwissenschaften. Im Zuge der digitalen Demokratisierung der Filmproduktion ist auch diese heute allgemein zugänglich. Jedermann kann sie nun nutzen, um z.B. bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen gemachte Aufnahmen aneinander anzugleichen oder auch, um einen ganz eigenen, spezifischen „Look“ für seinen Film zu kreieren. Matthias „Mazze“ Aderhold und Patrick Plischke zeigen an diesem Wochenende, wie und womit die Profis arbeiten – und wie heutzutage selbst mit Freeware beachtliche Ergebnisse erzielt werden können.
www.filmseminare.de/farbkorrektur

FILMVERLEIH SELBER MACHEN am 10. und 11. Februar 2018

Daniel Ó Dochartaigh, der seit vielen Jahren erfolgreich die Filmreihe „Cinespañol“ deutschlandweit in die Kinos bringt, vermittelt an diesem Wochenende das nötige Know-How, um ohne großen Apparat im Rücken eigene Filme im Kino und bei VOD-Anbietern platzieren zu können. Dabei werden grundlegende Branchenkenntnisse genauso abgesteckt wie gezielte Schritte, um auf dem hart umkämpften Markt Fuß zu fassen.
www.filmseminare.de/eigenverleih

KURZFILM VON A BIS Z am 17. und 18. Februar 2018

„Zwei Tage = ein Film“ lautet die einfache Formel hinter dem genialen Zeitraffer, der den komplexen Prozess des Filmemachens von im Normalfall vielen Monaten, wenn nicht Jahren Dauer auf nur ein Wochenende verkürzt. Die Teilnehmer dieses Workshops erhalten so Gelegenheit, alle Stationen und Aufgaben einer Filmproduktion von der Drehbuchidee bis zur Premiere zu durchleben, wenn unter der Leitung des Filmemachers Uwe Wrobel in nur zwei Tagen ein szenischer Kurzfilm in Gemeinschaftsproduktion entsteht – auch als Geschenk geeignet!
www.filmseminare.de/filmworkshop

SCHAUSPIELFÜHRUNG am 3. und 4. März 2018

Für die Arbeit mit Schauspielern am Set benötigt der Regisseur die richtige Balance aus Entschiedenheit und Sensibilität. Filmemacher Oliver Haffner, dessen Filme wie „Eine Geschenk der Götter“ regelmäßig Preise für Schauspieler und Ensemble erhalten, vermittelt an diesem Wochenende, wie dieser Drahtseilakt gelingt. Im Seminar erarbeitet er auch anhand von praktischen Übungen mit den Teilnehmern, wie man in einer gleichsam angenehmen wie produktiven Arbeitsatmosphäre mit einer zielgeführten Zusammenarbeit zum Erfolg kommt.
www.filmseminare.de/schauspielfuehrung

HANDS ON DCP am 10. und 11. März 2018

Wer seinen Film im Kino zeigen will, kommt um die Erstellung eines DCPs nicht herum. Der Standard zur Anordnung von Bild-, Ton- und Metadaten wird meist von professionellen Dienstleistern erstellt. Paul Müller-Hahl, Gründer der Lichtbilder Filmproduktion und DCP-Unterstützer namhafter Festivals, zeigt den Teilnehmern dieses Seminars, wie sie mithilfe von Open Source Software selbst ein DCP erstellen können und was es dabei zu beachten gilt.
www.filmseminare.de/dcp

VISUAL EFFECTS (VFX) am 17. und 18. März 2018

Immer größer wird der Anteil so gut wie jeder Film- und TV-Produktion, der nicht real am Set, sondern im Nachhinein am Computer entsteht. Damit werden Aufnahmen möglich, die früher undenkbar oder jedenfalls unbezahlbar waren. Oscarpreisträger Tyron Montgomery führt an diesem Wochenende kompakt, aktuell und umfassend in das Thema VFX ein. Das Seminar richtet sich an alle Filmschaffenden, die den Einsatz von VFX erdenken, kalkulieren, planen, koordinieren oder beurteilen sollen bzw. deren Aufgabengebiet Berührungspunkte mit VFX aufweist: Autoren und Redakteure, Regisseure und Regieassistenten, Produzenten und Produktionsleiter, Szenenbildner, Cutter u.v.a.m.
www.filmseminare.de/vfx

FILME MACHEN OHNE GELD am 17. und 18. März 2018

Nie war es so einfach wie heute, den Traum vom eigenen (Spiel)Film Wirklichkeit werden zu lassen. Münchner Filmwerkstatt-Vorstand Martin Blankemeyer, der mit kleinsten Budgets eine ganze Reihe von Kurz- und Kinospielfilmen produziert hat, informiert an diesem Wochenende junge Produzenten wie auch Filmemacher, die ihre ersten Werke mangels Alternativen selbst produzieren, über Kalkulation, Finanzierung und Vertrieb von Low-Budget-Spielfilmen. Im Fokus stehen dabei Einsparpotentiale in der Kalkulation, Sinn und Unsinn von Rückstellungsverträgen in Zeiten des Mindestlohns, aber auch Finanzierungs- und (Selbst-)Vermarktungsmöglichkeiten für kurze und lange Spielfilme.
www.filmseminare.de/low-budget-spielfilm

ARBEITS- UND VERTRAGSRECHT FÜR FILMSCHAFFENDE am 24. und 25. März 2018

Steffen Schmidt-Hug ist deutschlandweit der einzige Fachanwalt für Arbeitsrecht UND für Urheber- und Medienrecht – in diesem Wochenendseminar vermittelt er das Rüstzeug, um sich den im beruflichen Alltag der Branche auftretenden Vertrags- und Rechtsfragen stellen zu können. Es richtet sich sowohl an befristet angestellte Film- und Fernsehschaffende als auch an die auf selbständiger Basis arbeitenden Filmkünstler.
www.filmseminare.de/berufsrecht

SYSTEMISCHE DRAMATURGIE MIT ‚THE HUMAN FACTOR‘ am 24. und 25. März 2018

In seinem Blog prognostiziert Roland Zag seit Jahren mit beängstigender Genauigkeit Tops und Flops des deutschen und internationalen Kinomarktes. An diesem Wochenende erläutert der studierte Philosoph und Musikwissenschaftler seinen Ansatz – und wie ihn sich Autoren schon frühzeitig zu Nutze machen können. Das Seminar richtet sich natürlich gleichermaßen auch an Produzenten, Verleiher und Redakteure – sie könnten mit dem hier vermittelten Wissen viel Geld sparen…
www.filmseminare.de/the-human-factor

COMEDY am 7. und 8. April 2018

Der Comedy-Produzent Dirk Stiller ist gleichzeitig Deutschlands meistbeschäftigter Comedy-Lehrer und -Trainer. In diesem Wochenendseminar zeigt er, warum Komik zu erzeugen als das Schwerste gilt, es aber nicht ist. Für jeden, der die Comedy-Techniken kennt, ist es sogar ausgesprochen einfach. Diese Techniken werden in diesem Kurs vermittelt und am Ende werden die Teilnehmer in der Lage sein, selbst gute Anekdoten und Pointen zu entwerfen.
www.filmseminare.de/comedy

PRODUKTIONSLEITUNG am 7. und 8. April 2018

Das Aufgabengebiet des Produktionsleiters hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter ausgeweitet. Welche Fäden wo zu ziehen und wie Wirtschaftlichkeit und Kreativität unter einen Hut zu bringen sind vermittelt der erfahrene Produktionsleiter Marc Oliver Dreher. Der Einblick in die Materie ist spannend für Aufnahmeleiter, Produktionsassistenten, angehende Produzenten und alle, die sich für den Beruf des Produktionsleiters interessieren.
www.filmseminare.de/produktionsleitung

STORYBOARD ZEICHNEN am 14. und 15. April 2018

Seit es Filme gibt, gibt es Storyboards. Siegmar Warnecke, Storyboard-Artist für Filme wie „Die Wilden Hühner“ oder „Deutschland 09“, vermittelt an diesem Wochenende, was diese Zeichnungen und Grafiken eigentlich sind und wie sie helfen, die eigene filmische Vision zu stärken und umzusetzen. Durch Grundlagenvermittlung und vor allem mit vielen praktischen Übungen lernen die Teilnehmer elementare Darstellungsformen von Raum und Körper zeichnerisch umzusetzen und wichtige Informationen wie Kamerabewegungen sekundenschnell visualisieren und kommunizieren zu können.
www.filmseminare.de/storyboard

URHEBER- UND PERSÖNLICHKEITSRECHT am 14. und 15. April 2018

Aus kaum einem anderen Bereich fallen beim Filmemachen immer wieder so viele Fragen an wie zum Thema Urheber- und Persönlichkeitsrecht: Welches Einverständnis brauche ich, wenn ich mich an die Verfilmung wahrer Begebenheiten mache? Von wem benötige ich wann eine Rechteübertragung, wenn ich ihn oder sein Werk in meinem Film verwenden will? Wo darf ich meine Kamera hinstellen? All diese praktischen Fragen des täglichen Produktionsprozesses erläutert der Rechtsanwalt Dr. Ulrich Fuchs an diesem Wochenende kompetent und kurzweilig, dank seiner breiten Erfahrung von Literaturverfilmungen über zeitgeschichtliche Stoffe bis hin zur Parodie, bei Produktionen von „Der Baader Meinhof Komplex“ bis „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“.
www.filmseminare.de/filmrecht

RECHERCHESEMINAR „SPANNENDE FIGUREN“ am 21. und 22. April 2018

Krimis und Thriller sind immer nur so spannend wie ihr Bösewicht. Am seinem Antagonisten muss der Filmheld reifen, und mit dessen Glaubwürdigkeit steht und fällt die Geschichte. Dr. med. Pablo Hagemeyer führt an diesem Wochenende in die Welt der Persönlichkeitsstörungen ein und zeigt, wie sie sich für die Entwicklung fiktionaler Stoffe nutzen lässt. Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie baut Brücken zwischen Medizin und Filmbranche – für Autoren, Produzenten, Redakteure und alle, die auf der Suche nach spannenden und glaubwürdigen Filmstoffen sind.
www.filmseminare.de/persoenlichkeitsstoerungen

Eine vollständige, laufend aktualisierte Übersicht über unser gesamtes Seminarprogramm findet sich unter www.filmseminare.de/muenchen/termine. Antworten auf häufige Fragen z.B. zu Ort, Uhrzeiten, Unterkunft, Anmeldung, öffentlicher Förderung finden sich unter www.filmseminare.de/muenchen/faq.

Filmgeschäftsführung, Verleih selber machen, Hands on DCP: Unser Seminarprogramm im ersten Quartal 2018

Im Rahmen des DOK.labs, unserer Autorenwerkstatt für Nichtfiktionales, kooperieren wir bereits seit einigen Jahren fruchtbar mit dem DOK.forum des Internationalen Dokumentarfilmfestivals DOK.fest München. Auch interessierte Filmschaffende können jetzt ihre Projekte für den DOK.forum Marktplatz einreichen. Vom 03. bis 05. Mai 2018 finden dort Stoffe für Dokumentarfilm, Filmkomposition, Serie, Webdocs, VR und Interactive Media an kuratierten Roundtables und beim öffentlichen Pitch kompetente Partner – im Wettbewerb um Preise und Förderungen. Die Projekteinreichung ist bis zum 1. Februar 2018 möglich. Alle weiteren Informationen gibt es unter www.dokfest-muenchen.de/MarktplatzSubmission

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No-Budget-Workshops in Berlin, Frankfurt am Main und München

Fußball, Tennis oder Golf kommen einem in den Sinn, wenn man an riesige Industrien denkt, in der die Gelder nur so fließen  – aber genauso an unzählige Menschen, die diesen Sportarten auch ohne finanzielle Interessen oder professionalisierte Strukturen mit unaufhaltsamer Begeisterung nachgehen. Beim Filmemachen ist es nicht anders. Abseits von Hollywood oder etablierten deutschen Förderstrukturen gibt es unzählige aktive Filmliebhaber, die ihre einzigartigen Projekte und Filmideen mit wenig bis gar keinem Geld umsetzen möchten.

Filmwerkstatt-Vorstand Martin Blankemeyer hat eine ganze Reihe von solchen Low- und No-Budget-Produktionen erfolgreich ins Ziel gebracht, von seinem eigenen Regie-Abschlußkurzfilm „Der Tag der Befreiung“ über die Filmakademie-Abschlußfilme „nichts bereuen“ und „Das Verlangen“ und den Löwen-Gewinner „Die Frau des Polizisten“ bis hin zum einen Debüt als Kinoproduzent „Der Rote Punkt“, für das er mit dem Bayerischen Filmpreis als „Bester Nachwuchsproduzent“ ausgezeichnet wurde.

Nun gibt er als Dozent das Wissen weiter, das es braucht, um unabhängig und erfolgreich Filme zu machen.

Die nächsten drei Termine des Workshops mit dem provozierenden Titel „Filme machen ohne Geld“ finden statt:

am 1. und 2. Juli 2017 im Filmhaus Babelsberg – Informationen und Anmeldung unter www.filmhausbabelsberg.de/filme-machen-ohne-geld

am 16. und 17. September 2017 im Filmhaus Frankfurt – Informationen und Anmeldung unter www.filmhaus-frankfurt.de/Seminar-NoBudget-Filmproduktion-in-der-Praxis

am 17. und 18. März 2018 in der Münchner Filmwerkstatt – Informationen und Anmeldung unter www.filmseminare.de/low-budget-spielfilm